Donnerstag, 23. August 2012

Meg Cabot - Endless - Meena Harper Band 2

Dank blogg dein buch und blanvalet durfte ich direkt im Anschluss den zweiten (und vermutlich auch letzten) Teil der Meena Harper Reihe lesen.






Meine Bewertung:

Es war toll, dass ich ohne großen Abstand nun direkt die Fortsetzung von "eternity" lesen durfte. So habe ich die Vorgeschichte wenigstens noch gut im Gedächtnis.

Nachdem ich die Geschichte zu Ende gelesen habe, gehe ich davon aus, dass dies zu 99,99% die einzige Fortsetzung bleiben wird. Das Ende ist so definitiv, dass eine Fortsetzung ein bisschen an die Rückkehr Bobby Ewings bei Dallas erinnern würde. Für diejenigen unter euch, die die Serie noch kennen. :o)

Als Meg Cabot Fan würde mich das Buch wohl eher enttäuschen, denn das Buch hat noch weniger des üblichen, charmanten Humors zu bieten als der erste Teil. Da ich aber das erste Buch schon sehr untypisch fand, bin ich hier unvoreingenommen ans Lesen gegangen. Ich bin etwas zerrissen: Die Story ist teilweise etwas wirr, aber ich fand sie dennoch ganz spannend, so dass ich sie unbedingt und ganz schnell weiterlesen wollte. Und das habe ich jetzt davon: Ich bin schon durch und muss mich nun von Meena Harper verabschieden.

Erstaunlicherweise wird Meg Cabot in diesem Buch richtig brutal - sie bringt Untote ins Spiel, die noch viel grausamer sind als die Dracul: Wesen, die sich nicht nur vom Blut der Menschen ernähren sondern auch von Fleisch, die "Lamir". Damit wird das Ganze sogar zu einer - wenn wohl auch eher harmlosen - Horrorstory. Touristen verschwinden plötzlich spurlos, Meena wird von ihrem Exfreund David angegriffen, der sich in ein solches Monster verwandelt hat. Und Meena muss sich fragen, was Lucien mit all dem zu tun hat, und ob er tatsächlich noch etwas Menschliches an sich hat. Oder ist er doch das Monster, das Alaric in ihm sieht? Meena ist nicht sicher, wem sie noch trauen kann.

In diesem Band finde ich Jon, Meenas Bruder, besonders sympathisch. Er möchte unbedingt auch bei der Geheimen Garde arbeiten und entwickelt deshalb ein neues Gerät zur Vampirvernichtung: Den SuperStaker - ein Haartrockner, der auf Knopfdruck UV-Licht aussendet und somit bei Vampiren zu stärkeren Sonnenbränden führt. Dumm nur, dass er so lange kein Testobjekt trifft. Jack Bauer, Meenas Vampir-hassender Hund, hat in diesem Buch leider nur ganz wenige Einsätze und kann die Welt nicht retten. Schade, von ihm hätte ich gerne mehr gelesen.


Zum Cover möchte ich auch noch etwas loswerden: Es ist schlicht und ergreifend wunderschön – allein schon die Aufmachung hätte mich (wieder einmal...) zum Kauf animiert. Die Farben sind toll gewählt, das Blau in Verbindung mit Schwarz und dem tollen silbernen Schriftzug sind ein echter Hingucker. Zwei Kritikpunkte habe ich jedoch auch: Leider ist es fast unmöglich, diese größeren Taschenbüchern (Softcover?) zu lesen, ohne dass sich der Rücken rundet. Der andere Punkt ist wieder einmal die Anfälligkeit für Kratzer und Fingerabdrücke.  


Mein Fazit: Wer keinen lustigen Frauenroman von Meg Cabot erwartet und Vampirstories mag, wir vermutlich auch Freude an diesem Buch haben. Ich wünsche euch viel spannende Unterhaltung mit Meena - ich habe jedenfalls mit ihr mitgefiebert und konnte durchaus nachvollziehen, dass sie sowohl für den Vampir als auch für den Vampirjäger etwas empfindet. Die Entscheidung ist aber auch wirklich nicht leicht...

Deborah


Ps: Ein herzliches Dankeschön an den blanvalet und an Blogg deinBuch!

Weitere Infos und Möglichkeit zur Bestellung gibt es hier:  klick mich
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: blanvalet, 1. Auflage Juli 2012
ISBN-13: 978-3764504465


Meg Cabot - Eternity - Meena Harper Band 1

Ein "Bisschen" anders als andere Meg Cabot Bücher...




Meine Bewertung:

Das ist nun definitiv ein anderes Buch, als ich es von Meg Cabot gewohnt bin. Sicher, die Hauptfigur Meena Harper ist eine typische Cabot Heldin: Ein bisschen schusselig, verträumt und insgeheim auf eine große Lovestory hoffend. Neu in diesem Roman: Meena hat eine Gabe, die sie mächtig in Schwierigkeiten bringt. Sie kann den Tod von Menschen voraussehen und sie warnen. So verhilft sie dem einen oder anderen zu einem längeren Leben.

Meena ist Autorin für die Serie "Eternity" - eine dieser Endlos-Serien. Sie ist alles andere als glücklich, als sie plötzlich Vampire in die Serie schreiben soll. Ausgerechnet Vampire! Wer glaubt schon an den ganzen Quatsch? Meena kann diesen ganzen Vampir-Run überhaupt nicht nachvollziehen und versucht alles, um das zu verhindern. Dass auch noch eine verhasste Kollegin plötzlich ihre Vorgesetzte wird, macht die Sache auch nicht besser. Eines Nachts wird sie jedoch von einem mysteriösen Mann vor einem Angriff gerettet. Dieser Mann geht ihr nicht mehr aus dem Kopf, als sie ihn bei ihren Nachbarn wieder trifft, ist es um sie geschehen. Der rumänische Prinz Lucien Antonescu erobert ihr Herz im Sturm. Und dann taucht plötzlich noch ein zweiter, äußerst attraktiver Mann auf, der sie vor eben diesem Prinz retten will - oder besser, der diesen Prinzen ausschalten will: Alaric Wulf - seines Zeichens Vampirjäger für die Geheime Garde - einer Einsatztruppe des Vatikans. Meena hat selbst das Gefühl, in einer Soap oder in einem schlechten Film zu stecken (wer kann es ihr verübeln). Plötzlich entpuppen sich immer mehr bekannte Gesichter als Vampire, bis es zum großen Showdown kommt...Und das, wo sie doch gar nicht an Vampire glaubt.

Ich wurde das Gefühl nicht los, dass Meg Cabot Meena Harper das auf den Leib geschrieben hat, was sie selbst empfindet. Vielleicht täusche ich mich, aber es scheint mir nicht, als wollte sie unbedingt einen Vampir-Roman schreiben. Bitte nicht falsch verstehen: Das Buch hat mir gut gefallen, wie immer hatte ich es sehr ratz fatz durch - aber dennoch würde ich sagen, es ist kein typisches Meg Cabot Buch. Ihre lustigen Frauenromane sind doch irgendwie besser. Ich mag ihre herzliche Art sehr. Deswegen finde ich auch schön, wie Meena immer wieder nach dem Guten in Lucien sucht. Der Schluss erscheint mir allerdings etwas arg überzogen. Ein bisschen vermisst habe ich den gewohnten Humor - es gab zwar schon lustige Stellen, aber alles in allem eher wenige.

Mein absoluter Liebling in dem Buch: Jack Bauer - der Mischlingshund (ja, er wurde nach der Hauptfigur aus "24" benannt), der Vampire absolut nicht leiden kann. Ein richtiger kleiner Vampirjäger!


Sonntag, 19. August 2012

Mary Kay Andrews - Die Sommerfrauen

Ein wunderbares Sommerbuch, das perfekt zum derzeitigen Wetter passt:





Meine Bewertung:

Wunderbar leichte Unterhaltung, die viel Freude bereitet. Ich habe mich quasi auf den ersten Blick in das schäbige alte Strandhaus "Ebbtide" und den Strand verliebt. Das Wetter (schwülheiß) ist zwar eher nicht meins, aber ich kann es mir gut als trockene Hitze mit Meeresbrise vorstellen. Und dazu wiegt sich das Strandgras in den Dünen. Eine herrliche Vorstellung, wenn man zu Hause hockt und schwitzt. Na ja, es bleibt ja immer noch die Dusche zum Abkühlen.

Fangen wir aber von vorne an: Wie so oft war das Cover für mich ausschlaggebend, denn von der Autorin hatte ich bisher nichts gehört. Das Bild ist ein Traum - Shabby Chic im Sommer am Meer. Ich liebe die Farben, die Blumen, die gepunktete Tischdecke, das glitzernde Wasser im Hintergrund. So etwas springt mich direkt an. Ich träume von einem Haus, dass genau in diesem Stil eingerichtet ist. Weiße Möbel aufgefrischt mit freundlichen Farben. *seufz* Oh, ich drifte ab. Lange Rede, kurzer Sinn: Das Bild hat mir sehr gut gefallen, der Klappentext auch - also habe ich mich bei lovelybooks für die Leserunde beworben - und hatte das erste Mal Glück. Vielen Dank an lovelybooks und den Fischer Verlag für das tolle Leseexemplar!

Nun aber zum Inhalt (Achtung: Spoiler!): Es geht um drei (eigentlich um vier) Frauen, die den ganzen August gemeinsam in einem gemieteten Ferienhaus in Nag's Head, North Carolina verbringen. Die drei (Ellis, Dorie und Julia) sind seit der Schulzeit dicke Freundinnen, die sich auf Grund der räumlichen Trennung und der unterschiedlichen Lebenswege nur noch selten sehen. Da verwundert es nicht, dass jede von den dreien mittlerweile Geheimnisse und Sorgen hat, die sie den anderen noch nicht erzählt beziehungsweise sich selbst noch nicht eingestanden hat.

Ellis ist ein Kontrollfreak (sie hat sogar für den Urlaub einen "Dienstplan" erstellt, der aber schnell in die Tonne gekloppt wird), es fällt ihr schwer, einfach loszulassen und zu leben. Auch über 10 Jahre nach ihrem Ehedebakel fällt es ihr schwer, jemand zu vertrauen. Außerdem hat sie Zukunftsängste, nachdem sie ihren langjährigen Job bei der Bank verloren hat.

Julia ist Modell (und hat eigentlich keine Lust mehr auf den Job) und lebt in London mit ihrem langjährigen Freund. Sie kann sich nicht dazu überwinden, ihn zu heiraten, denn es gibt da etwas, das Booker nicht weiß. Auch ihre Freundinnen wissen nichts darüber. Sehr sympathisch ist, dass Julia immer sagt, was sie denkt. 

Dorie ist der kleine, rothaarige Männermagnet. Ihr fliegen die Männer nur so zu, obwohl sie das gar nicht möchte. Sie hat sich gerade von ihrem Mann getrennt, die Hintergründe sind unschön, da wäre jede Frau frustriert. Und dann gibt es da ja noch ihr kleines, süßes Geheimnis. 

Hinzu kommt noch eine vierte Frau, die geheimnisvollste von allen: Maryn, die sich bei den Frauen als Madison vorstellt. Maryn ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen, verbrecherischen Ehemann Don.

Ellis, Julia und Dorie haben eines gemeinsam: Alle drei müssen aus unterschiedlichen Gründen den Gürtel enger schnallen - umso ärgerlicher ist es, dass Dories Schwester, die sich für diesen Urlaub aufgedrängt hat, nun einfach absagt. Ellis hat extra ein größeres und damit teureres Haus gemietet. Da scheint es ein Wink des Schicksals zu sein, dass die geheimnisvolle Madison ein Zimmer sucht - nach Möglichkeit ohne Anschluss an die Weiberclique. Was die drei nicht ahnen: Sie bringen sich selbst dadurch, dass Sie Madison das übrige Zimmer vermieten, in Gefahr. Aber erst einmal ist die Miete für das Haus gesichert.

Auch der Vermieter des Hauses, ein Mr. Culpepper, hat so seine Geheimnisse. Die Mieter sollen ihn für ein verschrobenes altes Männchen halten, das telefonisch nicht erreichbar ist. Wäre ja auch zu doof, wenn die ständig nörgelnden Damen wüssten, dass sich hinter Mr. Culpepper der unverschämt attraktive Surfertyp verbirgt, der über der Garage wohnt. Außerdem macht sich Mr. Culpepper große Sorgen um den Erhalt seines Familienerbes. "Ebbtide" steht kurz vor der Zwangsversteigerung. Und nun ist da noch diese hübsche, starrköpfige Brünette, die ihm den Kopf verdreht. Ob wohl etwas aus ihm und Ellis wird? Kann er "Ebbtide" retten? 

Ach ja, das Buch hat mir wirklich schöne und zum Schluss auch spannende Lesestunden beschert. Gegen Ende konnte ich nicht mehr aufhören und musste es einfach fertig lesen. Meine Augen waren am Tag danach entsprechend klein. Ich fand die drei Freundinnen durchweg sympathisch, auch wenn ich mich mit Julia anfangs etwas schwer tat. Sogar Madison wird taut zum Schluss hin noch etwas auf - richtig warm wird man mit ihr allerdings nicht. Die Geschichte um Maryn/Madison erinnert mich irgendwie an "Der Feind in meinem Bett" - deshalb hatte ich immer so eine verhuschte Julia Roberts vor Augen. Huch, schon wieder ein Filmvergleich, und wieder einmal ein alter Julia Roberts Film. Fragt mich ja nix zu neuen Filmen, meine Kinoleidenschaft leidet seit Jahren. Hach, was vermisse ich die Kinoabende mit meinen Freundinnen - schade, dass sie so weit weg sind und wir schon lange keinen Kontakt mehr haben.

Ein schönes Zitat gab das Buch auch mal wieder her:

"Niemand weiß, wie es weitergeht, nie", entgegnete Julia und warf die Hände in die Luft. "Darauf will ich hinaus, Ellis. Man kann nichts im Leben kontrollieren, also warum lehnst du dich nicht einfach zurück und nimmst es so, wie es kommt?"

Außerdem habe ich mir in Google viele Bilder zu "Häuser im Craftsman Style" angeschaut (sind die schön - eingebaute Bücherregale, ein Traum!). Witzigerweise erkannte ich auch den Namen einer Autorin (vermutlich Verfasserin von sogenannten "Nackenbeißern") wieder, denn ich habe seit ein paar Wochen zwei Bücher von ihr hier rumstehen: Kathleen Woodiwiss. Aber leider interessieren sie mich immer noch nicht. :o) 

Fazit: Ich kann bestätigen, dass das Buch eine tolle Sommerlektüre ist. Schön im Liegestuhl mit einem leckeren Kaltgetränk gemütlich machen und schmökern. Bis auf den etwas überzogenen Schluss ist es wirklich toll. Viel Spaß dabei!

Deborah

Ps: Über Google Maps kann man sich Nag's Head anschauen. Wenn ihr bei den Fotos reinklickt: Hier gibt es ein tolles Schwarz-Weiß-Foto vom Strand, den Stegen und den Häusern. Könnte fast von Booker sein! 

Samstag, 18. August 2012

Ich nehme die Wahl an...

...und bin sehr dankbar für eure Hilfe. :o) 

And the Winner is:




16 Leute haben mitgemacht. Die Abstimmung hat Folgendes ergeben:

4 Stimmen: 

Tracy Madison - Schokus Pokus

3 Stimmen:


Amy Plum - Von der Nacht verzaubert
John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter

2 Stimmen:

Kenneth Oppel - Düsteres Verlangen
Anna Koschka - Naschmarkt
Eva Völler - Zeitenzauber


"Schokus Pokus" habe ich nun schon zur Hälfte durch - gefällt mir bis 
jetzt sehr gut. Sollte die heißersehnte Mag Cabot im Anschluss noch 
nicht eingetroffen sein, werde ich mit Amy Plum oder John Green
weitermachen. 

Dankeschööön!

Liebe Grüße
Debbie

Ps: Vielleicht heute Abend oder morgen gibt es die Bewertung zu 
"Die Sommerfrauen". Ein wunderbares, lesenswertes Buch.



Mittwoch, 15. August 2012

Bald sind es 10.000...

...Zugriffe auf meine Seite. Endlich ist mal Leben in der Bude! *freu*

Danke fürs Schauen, Kommentieren, Abstimmen, Mitmachen...

Ich hoffe, dass es morgen klappt. ;o)

Liebe Grüße
Deborah

Sonntag, 12. August 2012

Ups...Fehlerteufel


Nein, natürlich nicht Lexi - ist zwar auch manchmal eine Hexe oder ein Teufelchen, aber um sie geht es nicht...



In die Abstimmung hat sich leider ein kleiner Fehler eingeschlichen, den ich nun nicht mehr ändern kann. Das Amy Plum Buch heißt natürlich "Von der Nacht verzaubert". Sorry... wird nicht wieder vorkommen...hoffe ich :o)

Ich würde mich freuen, wenn ihr auch abstimmt - so langsam brauche ich Entscheidungshilfe. Und Lexi kann mir dabei nicht helfen.

Macht euch noch einen schönen Restsonntag!

Liebe Grüße
Debbie

E.L. James - Shades of Grey 1

Geheimes Verlangen...

...nach einer Werbepause wohl kaum. 

Pretty Woman meets the Beast!


Meine Bewertung:

Die Story ist etwas märchenhaft bis unglaubwürdig: Eine junge, sexuell total unerfahrene, wunderschöne Studentin von 21 Jahren, die auf ihren Märchenprinz wartet, trifft auf einen Milliardär mit eher sagen wir mal außergewöhnlichen Vorlieben, die er gerne auslebt. Natürlich fühlen sich beide direkt zueinander hingezogen. Aber Ana weiß nicht, ob sie mit Christians Vorlieben umgehen kann, außerdem wünscht sie sich mehr - vor allem seine Liebe. Seine Launenhaftigkeit machen ihr die Sache nicht leichter, Christians Stimmung ändert sich quasi im Minuten-Takt und so manches Mal macht er ihr richtig Angst. The Beauty and the Beast lassen grüßen. Christian weiß seinerseits auch nicht, ob er Ana eine Beziehung mit sich zumuten kann. Also eigentlich wissen beide, dass das Ganze nicht wirklich gut gehen kann und trotzdem sind sie sich auch sicher, dass sie irgendwie zusammengehören??? Etwas verwirrend. Auch der Schluss des ersten Teils, der mich stark an "Pretty Woman" erinnerte - hatte spontan das passende Roxette Lied im Kopf - war seltsam. Für mich persönlich ein richtiger Cliffhanger, man muss weiterlesen, denn das kann ja nicht das Ende gewesen sein, oder doch? Bei "Pretty Woman" kommt der Prinz mit seinem weißen Pferd - nein, der weißen Limousine - angeritten und rettet seine Prinzessin über die Feuerleiter - trotz Höhenangst. Wird Christian Grey seine Prinzessin in den Folgebänden retten, damit sie ihn auch retten kann und sie glücklich bis an ihr Lebensende sind? Man darf gespannt sein.

Die Geschichte liest sich ganz gut und ist teilweise heiß. Ich hatte das e-book recht schnell durch und möchte auch gerne wissen, wie es weitergeht. Was mich allerdings interessiert, ist eher die Geschichte von Christian Grey, seine Vergangenheit. Und vielleicht erfährt man auch noch etwas mehr über Ana - außer, dass sie einen tollen Körper hat und wunderschön ist. 

Den Hype um dieses Buch kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Es ist natürlich klar, dass das Buch ordentlich gepusht wird - mir ist bisher noch in keinem Buch so unverschämt viel Werbung aufgefallen, wie in diesem. Product-Placement vom Feinsten, die Marketing-Fachleute der Champagner-, Tee-, Auto- und IT-Firmen (nein, ich nenne jetzt keine Namen) werden die Hände reiben und frohlocken. Die Sponsoren für die Verfilmung dürften damit wohl auch klar sein. Ich hatte fast schon überlegt, zu zählen, wie oft die Marken genannt werden - aber das war mir dann doch zu zeitaufwändig. Ganz nebenbei dürften natürlich auch die Erotik-Shops weltweit neuen Zulauf haben, oder doch eher die Baumärkte?

Neben der Werbung ist mir noch etwas aufgefallen: Gefühlt müsste die gute Ana die ganze Geschichte durch mehr oder weniger rot sein - in verschiedenen Schattierungen und an unterschiedlichen Stellen :o) Meistens, weil ihr irgend etwas peinlich ist (wenn zum Beispiel Christian ihre erstaunlich freizügigen Gedanken errät) oder aber, weil Christian ihr eine besondere Behandlung zukommen lässt. Ich bin gespannt, wie das weiter geht mit dem Erröten - irgendwann sollte sie eigentlich nicht mehr so peinlich berührt sein, bei allem, was sie und Christian so "zusammen unternehmen" - um das jetzt mal jugendfrei zu formulieren. 

Christian Greys Stimmungsschwankungen waren zeitweise sehr nervig, so dass ich manches Mal dachte, ich würde einfach gehen, wäre mir persönlich zu anstrengend - egal, wie schön und anziehend der Mann ist. Wenn ich jedes Wort auf die Goldwaage legen müsste...geht gar nicht. Ein bisschen Ironie und Witz sollte man schon erkennen und verkraften können, ohne gleich auszuflippen. 

Was mir sehr gut gefallen hat: Die E-Mail-Kontakte zwischendurch. Das hat das Ganze etwas aufgelockert. Obwohl Ana auch hier sehr genau überlegen musste, was sie Grey schreibt (siehe oben).  

Das Cover finde ich ganz gelungen, wobei mich diese neue Veredelung der Buchausgaben nicht überzeugen konnte. Dieser Einband ist so empfindlich, dass die Bücher schon im Laden verkratzt und gebraucht aussehen - ich habe einige Frauen gesehen, die auf der Suche nach einem gut aussehenden Exemplar auf der Suche waren. Ein mattes, normales Cover wäre vermutlich besser gewesen. 

So, nun habe ich auch meinen Senf dazu abgegeben. Mein Fazit: Mal was Anderes, sexy, nett zu lesen, einfach geschrieben. Ein Muss? Das bleibt euch überlassen. 

Viele Grüße
Deborah





Sonntag, 5. August 2012

Nicht ohne Grund...

...nehme ich an einer weiteren Challenge teil:




KaDis kleine Bücherwelt hat diese tolle Challenge ins Leben gerufen. Anmelden könnt ihr euch noch bis zum 24.08.2012.


Hier erfahrt ihr, was die Aufgabe bei der Challenge ist:


"Jeder der sich für die Challenge anmeldet, bekommt einen SuB zugewiesen, aus welchem er 6 Bücher aussucht. Diese Bücher bekommt der SuB-Inhaber mitgeteilt und muss diese bis einschließlich 31.12.2012 lesen + rezensieren. Das rezensieren, als Beweis, das ihr das Buch auch wirklich gelesen habt.

Natürlich gibt es auch Etwas zu gewinnen (Ansporn muss sein). Unter allen, die es geschafft haben die geforderten Bücher bis zum 31.12.2012 zu lesen, verlose ich einen 20 EUR Gutschein von Amazon."
Schaut doch mal vorbei, vielleicht ist das ja auch etwas für euch. Und irgendjemand hat dann die Ehre, mir auch meinem Mega-RUB - oder besser meiner Bücherei - 6 Bücher für mich auszusuchen, die ich dann bis zum 31.12.2012 lesen soll. Ich bin schon gespannt!

Liebe Grüße
Deborah

Freitag, 3. August 2012

Buchhändlerin für einen Tag bei der Mayerschen

Die Mayersche Buchhandlung bietet eine tolle Aktion an:




Und da mich der Beruf schon immer interessiert hat, habe ich mich natürlich sofort beworben, als ich auf die Aktion aufmerksam wurde. Teilnehmen ist ganz einfach: Begründen, warum ihr gerne teilnehmen möchtet, und eure fünf Lieblingsbücher angeben (das war für mich der schwierigste Punkt - ändert sich ja quasi wöchentlich).

Umso größer war die Freude, als ich kurze Zeit danach eine E-Mail von der Storeleiterin der Mayerschen in Troisdorf bekam, in der mir mein Termin mitgeteilt wurde. Das war bereits im Juni und ich hatte noch über einen Monat Vorfreude vor mir. Letzten Samstag, am 28. Juli 2012, war es dann endlich soweit, ich war ehrlich gesagt schon die ganze Woche aufgeregt.

Pünktlich gegen 11 Uhr kam ich in die Buchhandlung und stellte mich vor. Alle waren sehr freundlich und aufgeschlossen. Die Storeleiterin erklärte mir erst mal ein bisschen die Aufteilung der Buchhandlung - zum Glück war ich schon öfter dort, so dass ich wenigstens den für mich wichtigen Bereich gut kenne. Wir richteten dann gemeinsam meinen "Tisch" mit den 5 ausgewählten Lieblingsbüchern:

1. Sabrina Qunaj - Elfenmagie
2. Alan Bradley - Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet
3. Andrea Schacht - Kreuzblume
4. Anna Gavalda - Zusammen ist man weniger allein
5. Michael Scott - Nicholas Flamel - Der unsterbliche Alchemyst (leider noch keine Rezi)

So sah das Ganze dann aus:



Was ich alles an dem Tag erfahren habe, war sehr interessant. Ich habe natürlich meine Fragen zur Warenbestellung und -lieferung, Auswahl des Sortiments, Rückgabe, sonstige Aufgaben des Buchhändlers, Auswirkungen des Internethandels auf die Buchläden etc. gestellt - und bekam auch alle ausführlich beantwortet.

Tja, aber leider hat das mit dem Verkaufen nicht so gut geklappt. Ich war sehr unsicher, wann ich die Leute ansprechen soll. Als Kunde bin ich schon manchmal genervt, wenn man mich anspricht. Also fiel es mir entsprechend schwer, festzustellen, wann ein Kunde gerne beraten werden möchte. Gleich mal vorab: Von meinen Büchern habe ich kein einziges verkauft. Noch nicht mal das super tolle Buch von Sabrina Qunaj. Schade! Aber dafür 1-2 andere - aus dem Bereich "Starke Frauen". Denn letztendlich bin ich doch auf einige Kunden zugegangen - auch wenn das für mich ungewohntes Terrain ist. Ich bin den direkten Kundenkontakt nicht gewöhnt.

Das Wetter spielte nicht mit, es regnete in Strömen und die Leute sind wohl lieber zu Hause geblieben. Troisdorf ist auch keine Großstadt, die Mayersche eher eine kleine Filiale. Viele Kunden, die die Buchhandlung betraten, waren Mütter mit Kindern - zur Bestellung der Schulbücher.

Besonders beeindruckt haben mich zwei Erlebnisse: Als eine junge Kundin nach einem Buch fragte, sie wusste aber weder Autor noch Titel, nur den Anfangs- und den Endbuchstaben P...n. Außerdem ging es um einen Gefängnisausbruch. Innerhalb kürzester Zeit hatte die Buchhändlerin übers Internet herausgefunden, dass es sich um Papillon von Henri Charrière handelt. Toll! Das Buch kenne ich nicht, aber die Verfilmung mit Steve McQueen und Dustin Hoffmann habe ich vor Jahren gesehen. Die Kundin war begeistert.

Das andere Erlebnis: Eine Frau und ihre kleine Tochter wollten ein Buch zurückgeben - dachte ich zumindest. Es war jedoch so, dass sie das Buch einmal bezahlt und aus Versehen zweimal mitgenommen hatten. Und da sage bitte noch einmal jemand, es gäbe keine ehrlichen Menschen mehr.

Eine etwas ungewöhnliche Frage: Es gab gerade wieder günstige Bücher im Rahmen der "Weißen Buchwoche". Diese Bücher waren als Mängelexemplare gekennzeichnet. Ein junger Mann wollte wissen, warum das so wäre, die Bücher wären doch neu. Es wurde ihm erklärt, dass die Bücher an den Ecken angeschlagen sind und deshalb den Mängelexemplar-Stempel erhalten hätten, ohne den sie nicht billiger verkauft werden dürften. Der Kunde konnte das nicht verstehen, und auch nicht, warum man dann den Stempel direkt auf den Buchschnitt getan hat - die Bücher hätte man doch sonst noch verschenken können. Die Buchhändlerin erklärte ihm erneut geduldig, dass das Buch ansonsten nicht günstiger verkauft werden dürfte.

Trotz des geringen Andrangs und meiner eher dürftigen Beratertätigkeit hat mir der Tag sehr viel Spaß gemacht. Und wieder einmal wurde mir klar, wie wichtig es ist, sich in der Jugend mehr Gedanken über seine Berufswahl zu machen. Ich bereue es sehr, dass ich mich nicht besser informiert habe. Denn dieser Beruf hätte mir auf jeden Fall Freude gemacht. In stressigen und nervigen Zeiten hätte ich mir wenigstens vor Augen halten können, dass ich hier mit etwas arbeite, das mir sehr wichtig ist: Bücher. Ich liebe Bücher und finde, es sollte noch viel mehr gelesen werden. Lesen ist gut für die Fantasie aber auch für die Bildung, unter anderem die eigene, schriftliche Ausdrucksweise.

Mein Wunsch ist es, dass viel mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich wieder in die Buchläden "verirren". Der Preis für Bücher unterscheidet sich nicht von dem im Internet, aber man kann sich die Bücher direkt anschauen und anlesen - außerdem wird man gut beraten. Es wäre toll, wenn alle insbesondere die kleinen Buchhändler vor Ort unterstützen. Was sie nicht im Sortiment haben, können sie auch bestellen. Ich mache genau das mittlerweile wieder - wenn ich ein neues Buch haben will, kaufe ich es in meinem Wohnort - denn ich fände es schade, wenn die Buchläden aus dem Stadtbild verschwinden. Mal ehrlich - wie viele 1-Euro-Ramsch-Läden brauchen wir noch?

Ich bedanke mich herzlich bei Frau Doering und ihrem Team für die Stunden in der Mayerschen Filiale Troisdorf! Ich hoffe, ich habe niemanden zu sehr von der Arbeit abgehalten oder genervt.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Ihr möchtet ja auch sicher wissen, was ich als Dankeschön bekommen habe. Wenn ihr gesehen hättet, was ich gesehen habe...*seufz*...dieses wundervolle Regal mit Rezensionsexemplaren... Und aus genau diesem Regal durfte ich mir dann drei nagelneue Bücher aussuchen. Meine Wahl fiel auf diese drei:


Damit hat sich mein RUB wieder mal weiter gefüllt. Und ich habe in der Buchhandlung und diesem Regal noch viele andere gesehen, die ich gerne hätte...

Wenn euch der Beruf des Buchhändlers interessiert, kann ich euch nur ans Herz legen, euch bei der Aktion zu bewerben. Ihr habt nichts zu verlieren - außer ein paar Stunden eurer Zeit an einem Samstag.

Mal sehen, was ich aus dieser Erfahrung machen kann...

Liebe Grüße
Deborah

Donnerstag, 2. August 2012

Sanna Seven Deers - Feuerblume

Folge deinem Ruf, hör auf dein Herz und alles wird gut!




Vorwort:

Ich muss gestehen, dass ich zunächst nicht sicher war, ob das Buch tatsächlich etwas für mich ist. Das Cover und die Kurzbeschreibung haben mich jedoch neugierig gemacht und ich habe mir Sanna Seven Deers Homepage angeschaut. Dort fand ich auch eine Leseprobe – die allerdings mitten im Buch beginnt. Der Schreibstil und der Einblick in die Handlung haben dann jedoch meinen Entschluss gefestigt – und dazu noch die Tatsache, dass ich noch nie ein Buch über Kanada gelesen habe. Also habe ich „blogg ich“ geklickt und wie immer gespannt gewartet, wie sich der Verlag entscheidet. Umso größer war die Freude, dass sich der Merlin Verlag für meinen kleinen Blog entschieden hat!

Der Versand ging sehr schnell und ich hatte das Buch schon zwei Tage später in Händen. Ich bedanke mich für den persönlichen Brief, die Verlagsprogramme von Merlin und dem Little Tiger Verlag (in dem zwei weitere Bücher von Sanna Seven Deers erschienen sind) und vor allem für das Buch und das tolle Janosch-Lesezeichen. Dass es ausgerechnet eine Maus ist, ist natürlich sehr passend – auch weil ich schon immer die Janosch-Figuren mochte. Das alles fand ich so toll, dass meine Vorfreude noch größer war.

Hier seht ihr meine Lieferung:





Meine Bewertung:

Ganz ehrlich: Ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen, als ich es begonnen hatte. Leider konnte ich es nicht direkt durchlesen, denn ich habe ja am Montag angefangen zu lesen. Ich hatte nicht erwartet, dass mich die Geschichte so fesseln würde – das tat sie aber bis zum Schluss. Alexandra Habicht war mir auf Anhieb sehr sympathisch, eine junge Frau die mit ihrem normalen Leben unglücklich ist und plötzlich beschließt, auszubrechen. Sie lässt sich weder von Familie noch von Freunden aufhalten, ihren Plan in die Tat umzusetzen, kündigt ihren Job und ihre Wohnung und verlässt Deutschland. Irgend etwas in ihrem Inneren sagt ihr, dass sie unbedingt nach Kanada gehen soll. Sie folgt diesem Ruf und lässt sich treiben, bis sie in dem kleinen Ort Shaheylah strandet. Der Ort, an dem sich ihr Schicksal erfüllen soll. Hier lernt sie jedem Menge neue Menschen kennen, mit denen sie tiefe Freundschaften schließt – insbesondere Maggie, Dick und die Kinder von der Little Creek Ranch, auf der sie sich als Haushaltshilfe bewirbt, wachsen ihr rasch ans Herz. Und dann sind da noch Sam und seine wundervolle, weise Großmutter. Natürlich zeigt das Leben in der Wildnis sich nicht immer nur von der Marzipanseite und Alexandra kommt schon das eine oder andere Mal an ihre Grenzen. Sie fühlt sich jedoch wohl und verbunden mit der Natur. Insbesondere die Raben sind ihre Freunde. Sam, der zur Hälfte indianisches Blut in sich hat, bewundert Alexandras einfache, freundliche Art und auch die Tatsache, dass sie die Einflüsse der Naturgeister spürt. Es scheint so, als hätte „Great Spirit“ die beiden zusammengeführt. Wobei vielleicht auch Grandma Reed nicht ganz unschuldig ist...

Einen bösen „Schurken“ gibt es natürlich auch – aber mit Hilfe ihrer Freunde und der Geister wird natürlich alles gut.

Meine persönliche Lieblingsfigur in dem Roman ist eindeutig Grandma Reed – man möchte sie am liebsten direkt kennenlernen und sich ihre Geschichten erzählen lassen. Sie erzählt Alexandra von ihrer Vergangenheit, von „Great Spirit“ und den überlieferten Mythen und hilft ihr, den richtigen Weg einzuschlagen. Außerdem freut sie sich sehr, dass ihr Enkel endlich die richtige Frau gefunden hat. Sehr zur Freude von Grandma interessiert sich Alexandra auch sehr für die Natur, die alten Sagen und Legenden, die Heilkunst...

Unheimlich gut gefallen hat mir auch die bildliche Sprache von Sanna Seven Deers – man kann sich die kanadische Wildnis sehr gut vorstellen und hat teilweise das Gefühl, den Wald riechen zu können. Alexandras Zerissenheit ist gut beschrieben. Einerseits vermisst sie ihre Familie, anderseits fühlt sie aber, dass sie am richtigen Platz angekommen ist. Sie möchte niemanden verletzen, doch sie steht zu ihrer Entscheidung und hört auf ihre Gefühle.

Sanna Seven Deers „Feuerblume“ hat für mich von allem was: Liebe, ein großes, fremdes Land, indianische Legenden, Geister, Spannung...

Ich kann dieses Buch von Herzen empfehlen und gebe ihm volle Punktzahl.

Eure Deborah


Ps: Ein herzliches Dankeschön an den Merlin Verlag und an Blogg deinBuch!


Weitere Infos und Möglichkeit zur Bestellung gibt es hier: klick

Die Homepage der Autorin:
http://www.sannasevendeers.com/

Taschenbuch: 340 Seiten
Verlag: Merlin, Auflage 1, 2. Dezember 2011 (überarbeitete Neufassung von „Shaheylah“)
ISBN-13: 978-3-875-36291-6