Dienstag, 30. Oktober 2012

Rudolph Wurlitzer - Zebulon

Im September hatte ich an dieser Aktion von blogg dein buch teilgenommen:


Die Glücksfee war mir wieder einmal hold und ich habe tatsächlich ein Exemplar von Zebulon gewonnen.

Zum Inhalt des Buches:

"Zebulon Shook heißt der Held dieses Western ohne Helden: Nachdem er Lobo Bill im Kampf um eine Frau, halb Irin, halb Indianerin, erschießt, verlässt der abgebrannte Trapper und Fellhändler seine Hütte am Gila-Fluss in New Mexico und zieht Richtung Westen. Sein Weg führt ihn durch ein Land, wo kein Gesetz herrscht und Amerika noch nicht begonnen hat. In einem Bordell trifft er seinen Stiefbruder Hatchet Jack wieder, verliert beim Poker gegen die trickreiche und schöne Hure Delilah, fängt sich eine Kugel ein, und als er tags darauf erwacht, weiß er nicht, ob er noch lebt oder nur ein Geist ist unter Geistern. Auf der Suche nach seinem Vater macht er sich auf nach Kalifornien, wo der Goldrausch Exzesse von Gier und Gewalt feiert, trifft in einer Opiumhöhle Delilah wieder und wird als notorischer Outlaw von den Kräften von Recht und Ordnung gejagt. Schließlich stößt er an die letzte Grenze, wo die Welt endet und etwas anderes beginnt." (Quelle: Amazon)

Und nun zum schwierigsten Teil - meiner Bewertung:

Gleich vorab: Es war mein Fehler, mich für das Buch zu bewerben. Mein Bauchgefühl sagte mir ganz eindeutig, dass es kein Buch für mich ist. Und trotzdem siegte die Neugier. Ich habe mich dann auch mächtig gefreut, als Zebulon an genau dem Tag, als wir aus dem Urlaub kamen, von der Post geliefert wurde - überraschend und unerwartet, denn es gab ja keine Benachrichtigung. Also ging es gleich ans Auspacken. Das Buch ist hochwertig gestaltet, Einband und Cover sind sehr schön und passend zu diesem Buch. Zu diesem Zeitpunkt freute ich mich noch auf die Geschichte. Und dann fing ich an zu lesen.

Ich muss gestehen, dass ich das erste Mal überhaupt eine Geschichte 90 Seiten vor Ende abbreche. Schon nach den ersten zehn Seiten war mir klar, dass ich hier im falschen Buch war, dennoch wollte ich es natürlich beenden. Aber nach fast dreiwöchigem Kampf mit mir selbst gebe ich nun auf. Zebulon und ich passen nicht zusammen, leider. Ich weiß nicht, wie viele Tote ich mir mit diesen 90 Seiten noch erspart habe, aber ich denke, es werden einige sein. So wenig ich die Geschichte mag, so gut ist sie doch geschrieben - zu gut für mich, denn ich hatte manchmal das Gefühl, all die Hoffnungslosigkeit, den Dreck, die Fäkalien und den Tod zu spüren, zu sehen und sogar zu riechen. Allein die Vorstellung von dem Ganzen ist für mich der persönliche Alptraum. Gott sei Dank lebe ich nicht zur Zeit der Goldsucher im Wilden Westen, deren einziger Lebenssinn - so zumindest in diesem Buch - aus Gold Suchen und direkt wieder im Spiel Verlieren oder Versaufen besteht. Von Seite zu Seite habe ich mich gefragt, wer jetzt wieder dran glauben muss und auf welche Art, es wird erschossen, aufgeschlitzt, totgeschlagen, aufgehängt... alle erdenklichen Arten von Tod treten hier auf. Nur drei Leute hängen offensichtlich in einer Art Zwischenwelt fest und wissen gar nicht, dass sie wahrscheinlich schon längst tot sind: Zebulon, Hatchet Jack und Delilah. Zebulon wird am Anfang des Buches von Nicht-hier-nicht-da, einem Halblut, verflucht. Leider erfährt man auch nicht den Fluch bis zu Ende, denn vorher verschwindet sie im Fluss.

Vielleicht hätte ich das Buch verstanden, wenn ich mich auch noch das letzte Drittel durchgehalten hätte, aber sicher bin ich mir durchaus nicht. Zebulon lässt mich mit dicken Fragezeichen in den Augen zurück. Ich habe mir eben noch die letzten Seiten des Buches durchgelesen. Das Ende ist genauso nebulös wie die ganze Geschichte.

Interessanterweise kam mir eine Textstelle bekannt vor, so ähnlich habe ich das in Harry Potter gelesen, dass nur einer weiterleben kann, wenn der andere stirbt (oder verschwindet - wer weiß das schon)?

Mein Fazit: Ich verstehe den Sinn und den Zweck nicht, für mich also absolut nichts, manchmal ist die Sprache für mein Gefühl auch zu derb. Für Freunde mysteriöser Western (in sehr direkter, plastischer Sprache) ist Zebulon jedoch sicher ein sehr interessantes, spannendes Buch.

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Residenz Verlag und blogg dein Buch, dass ich an der Aktion teilnehmen durfte und freue mich bereits sehr auf das Christine Nöstlinger Buch, das ich bei der Blogger-Aktion auf der Messe ausgesucht habe! 

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten 
Verlag: Residenz Verlag; Auflage: 1. (25. September 2012) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3701715963 
ISBN-13: 978-3701715961

Sonntag, 28. Oktober 2012

Frankfurter Buchmesse 2012 - Blogreporter 2012

Ihr erinnert euch sicher, dass ich an dieser Aktion teilgenommen habe:



Am 13. Oktober 2012 war es endlich soweit: Unser besonderer Tag auf der Messe sollte stattfinden mit einem Mega-Programm. Als ich es bekommen habe, war ich erst einmal sprachlos, denn blogg dein buch hat wirklich einen ereignisreichen Tag für uns geplant.

Zum Glück hatte ich schon Monate vorher die Fahrt der Mayerschen Buchhandlung für diesen Tag gebucht, was bedeutet, dass wir uns an unserem zweiten Messetag (den Bericht vom ersten findet ihr hier) einfach in den Bus setzten und hin- und zurückfahren ließen - und das war auch gut so!

Wir kamen zum Glück pünktlich an und schafften es rechtzeitig zur Begrüßung an den blogg dein buch Stand. Ein Wunder, denn in Halle 3 war zu diesem Zeitpunkt schon die Hölle los, obwohl es gerade mal 9.45 Uhr war. Es waren zwar nicht alle Gewinner gekommen, aber die Gruppe war doch sehr groß - kein Wunder, dass wir mal eben den Gang rund um den Stand blockierten.



Hier lernten wir unsere Ansprechpartnerinnen für den Tag kennen: Ann-Catrin (auf dem Bild oben mit Kamera bewaffnet), Miriam (dahinter im roten Blazer) und Teresa (auf dem unteren Bild rechts).



Dann wurde es auch schon Zeit für den ersten Programmpunkt. Also zog die ganze Truppe los zur Halle 4. Unterwegs habe ich noch ein bekanntes Gesicht entdeckt, da musste einfach ein kurzer Stopp sein:



Da wir ein ziemlich straffes Programm hatten, kommt A-Männchen mal wieder zum Einsatz, er zeigt euch immer an, wo ich gerade bin. Und los geht es mit:



Dotbooks. Einfach lesen. So das Motto der Website dieses e-book-Verlages. Genaueres über das Team rund um die Gründerin und Verlegerin Beate Kuckertz erfahrt ihr auf der Internetseite von dotbooks. Dotbooks unterscheidet sich von den self-publishing-Verlagen dadurch, dass die Autoren durch den Verlag ausgewählt werden. Mittlerweile gibt es schon viele tolle e-books bei dotbooks, unter anderem von Sandra Henke (Jenseits aller Tabus), Stefanie Maucher (Kalte Berechnung) und Katja Piel (The Hunter). Frau Kuckertz, Frau Mirschinka, Herr Sonderhüsken und Herr Schmolk standen uns Rede und Antwort - und hatten selbst einige Fragen an die Blogger. Frau Kuckertz interessierte sich unter anderem, was wir gerne lesen. Eine gute Frage - eigentlich viel Verschiedenes - Hauptsache, es gefällt! 

Eine besondere Überraschung gab es auch noch: Ein Meet & Greet mit den Autorinnen Stefanie Maucher und Katja Piel. Schön, dass die Autorinnen von diesem Termin über meinen Blog erfahren haben (habe ich auf der Facebook-Seite von dotbooks entdeckt ;-)). Aber ich glaube, wir Blogger waren nicht so schlimm. Die beiden haben viel gelacht und uns einiges erzählt. Stefanie Maucher erzählte zum Beispiel von ihrem ersten Buch, das sie letztendlich auf dem self-publishing-Weg veröffentlicht hat, weil es nicht so ganz jugendfrei war und deshalb bei den Verlagen keinen Anklang fand (es ging wohl um einen Kannibalen und seinen Plan, die Welt zu verbessern). Leider war die Zeit zu knapp und ich konnte auch zu den angebotenen Lesungen in der Mittagspause nicht mehr zurückkommen. Schade, ich hätte mich gerne noch länger mit den beiden unterhalten.


 
Es ging weiter zum nächsten Programmpunkt:


Der Lärmpegel war hier in der Halle schon so groß, dass wir relativ wenig von dem verstehen konnten, was uns Frau Tina Pfeiffer erzählte. Sie erläuterte uns, dass Bastei Lübbe das gesamte Thema Unterhaltung abdeckt, hierzu zählen auch viele Promi-Bücher wie von Sonja Krauss und Lothar Matthäus. Ein besonderes Highlight es Programms ist aber in diesem Jahr das im Eichborn Verlag (der ebenfalls zu Bastei Lübbe gehört) erschienene Buch von Timur Vermes - Er ist wieder da. Ich habe davon eine Hörprobe mit Christoph Maria Herbst als Leser gefunden, auf die ich mich schon sehr freue. Das Gespräch kam auch auf die sehr beliebte Lesejury, da Bastei Lübbe ansonsten bevorzugt über Plattformen wie blogg dein buch Rezensionsexemplare an Blogger vergibt. 


Nach Bastei Lübbe ging es zu:


Frau Heinke Schöffmann stand uns ausführlich Rede und Antwort. Das Gespräch mit ihr war sehr interessant und wir gingen gerne in die Verlängerung. Frau Schöffmann informierte uns über die Highlights im Programm von Thienemann, was in diesem Jahr auf jeden Fall der neu colorierte und allseits beliebte Kinderbuchklassiker von Ottfried Preußler - Räuber Hotzenplotz, sowie Donna Freitas - Wie viel Leben passt in eine Tüte und Jonathan Maberry - Lost Land - Die erste Nacht sind. Aber auch weitere bekannte Geschichten haben wir Thienemann zu verdanken: Wusstet ihr zum Beispiel, dass Michael Endes Jim Knopf von vielen Verlagen abgelehnt wurde, weil das Buch zu lang war? Thienemann kam auf die einfache Idee, zwei Bücher daraus zu machen, Jim Knopf und Jim Knopf und die Wilde 13 - und der Rest ist Geschichte. Mir persönlich liegt ein weiteres Buch von Michael Ende sehr am Herzen: Die unendliche Geschichte. Natürlich habe ich nachgefragt, ob sie vielleicht auch noch mal irgendwann in frischer Aufmachung erscheinen wird. Und es gab gute Nachrichten für mich - zum 35. Geburtstag wird es hier wohl eine Überarbeitung geben. Juhu! Ich darf also auf ein neues, ansprechendes, modernes Cover hoffen - ich kaufe es dann gerne noch einmal!

 


Nach diesem interessanten Termin hatten wir erst mal Pause. Und das war auch gut so - denn so hatte ich noch eine Chance, mir zwei Bücher von Sandra Henke signieren zu lassen und ein paar Bilder mit ihr zu machen. Außerdem hat mir eine freundliche Mitarbeiterin von Mira einen ausführlichen Einblick in das neue Programm des Verlags gegeben. Oh oh, so viele tolle Bücher. Einziges Problem: Wir kamen danach fast nicht mehr runter in Halle 3.o. Die Rolltreppen waren total verstopft, wir mussten erst zur anderen Hallenseite und dort runter und haben deswegen fast komplett das Gespräch bei Moses verpasst.



Viel sagen kann ich zu Moses eigentlich nicht, weil ich ja zu spät gekommen bin. Moses macht viele schöne Dinge, die man als Büchereule sehr schätzt, unter anderem wunderschöne Buchhüllen und kleine Lampen zum Lesen im Dunkeln. Aber auch Magnete mit Sprüchen und vieles mehr. Als Erinnerung an unseren Besuch bekamen wir diese Aufkleber geschenkt, worüber ich mich sehr gefreut habe, da ich ja oft Bücher verleihe.


Auf die nächste Station habe ich mich auch schon sehr gefreut:


Nun kamen wir zu blanvalet und Penhaligon. Viele meiner Lieblingsbücher stammen aus den Random House Verlagen, insbesondere von blanvalet (ein Großteil der Andrea Schacht Bücher zum Beispiel). Herr Rothfuß erzählte uns, dass er jede Menge Blogger betreut - wenn es also mal etwas länger dauert mit einer Antwort, habt Nachsicht. blanvalet und Penhaligon stehen zu den Bloggern. Bilder von Büchern dürfen verwendet werden, am liebsten die Widgets von der Seite. Ansonsten bitte nur Fotos von den ganzen Covern veröffentlichen, keine Ausschnitte, keine Farbveränderungen etc. Bei Fragen könnt ihr euch jederzeit an den Verlag wenden, hier hilft man gerne weiter. Auch nicht ganz unwichtig:   Die Verlage haben nichts dagegen, wenn die Blogger untereinander die Rezensionsexemplare tauschen. Beim Verkaufen sieht es jedoch anders aus, hier könntet ihr Post vom Rechtsanwalt bekommen - das sollte aber eigentlich auch jedem klar sein. Wenn blanvalet, Penhaligon und die anderen Verlage der Random House Gruppe Bücher kostenlos zur Verfügung stellen, ist es wohl selbstverständlich, dass diese nicht verkauft werden dürfen.

 
Uns erwartete hier noch eine tolle Überraschung, eine prall gefüllte Tüte. Was drin war, seht ihr oben. Vielen Dank für die Einblicke und die angebotenen Erfrischungen!

So langsam wurden die Füße schwer, aber es ging weiter:


Beim Residenz Verlag empfing uns Attila Zoltan. Weil wir wieder nirgends durchkamen, waren wir erneut etwas verspätet und haben leider auch hier nicht so viel mitbekommen (unter anderem wieder keinen Sitzplatz *seufz*). Der Residenz Verlag ist den meisten von uns nicht so bekannt, es ist ein Verlag aus Österreich, der jetzt auch mit blogg dein buch zusammenarbeitet. Unter anderem läuft noch immer die "Zebulon" Aktion. Der Verlag hat ein interessantes Kinderbuchprogramm, das doch einige der Blogger ansprach. Als Andenken an den Besuch beim Residenz Verlag durfte sich jeder noch ein Buch aussuchen. Dankeschön dafür - ich freue mich schon sehr auf das Christine Nöstlinger Buch mit dem lustigen Cover!

 

Und nun ging es wieder zu einem bekannten Verlag, von dem ich auch schon viele, viele Bücher gelesen habe:


Lysann Kurpiela und eine Kollegin begrüßten uns bei Fischer und FJB. Auch Fischer setzt auf die Zusammenarbeit mit Bloggern, Frau Kurpiela betreut ebenfalls mehrere Hundert Blogger. Es wurden die üblichen Fragen zum Urheberrecht etc. gestellt. Frau Kurpiela war sehr interessiert daran, wie die Blogger die Internet-Aktion zu Julie Cross' "Sturz in die Zeit" aufgenommen hat. Sie hat sich sehr gefreut, dass das nicht ganz einfach zu lösende Rätsel bei allen sehr gut ankam. Außerdem fragte sie danach, wie wir uns über neue Bücher informieren und ob wir den Newsletter lesen. Das wurde von den meisten bejaht. Außerdem halten sich viele über die Internetseiten und Facebook auf dem Laufenden. Als Abschluss des Besuches bei Fischer hatte Frau Kurpiela das tollste Geschenk für uns: Jeder Blogger bekam Codes für drei Rezensionsexemplare nach Wahl! Da waren wir wirklich sprachlos. Da sich die Geschmäcker doch stark unterscheiden, ist das ein tolles Geschenk. Ein Bild davon gibt es verständlicherweise nicht ;-) Ich bedanke mich auf jeden Fall herzlich bei Frau Kurpiela, ihrer netten Kollegin und dem Fischer Verlag für die Zeit und das Riesen-Geschenk!


Nach Fischer stand noch ein Programmpunkt auf dem Plan:


arsEdition hat unsere Herzen gewonnen mit der VIP-Ecke, Getränken und Süßwaren. Vielen Dank für die vielen Sitzplätze! Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den Namen der netten Mitarbeiterin hier nicht mehr weiß. Die Dame erzählte uns auch noch etwas über arsEdition und auch wieder über die rechtlichen Seiten, die schon so oft angesprochen wurden. Man merkte hier leider, dass alle schon ziemlich k.o. waren - was wirklich schade war, denn irgendwie fielen uns keine interessanten Fragen mehr ein. Auch bei arsEdition möchte ich mich herzlich bedanken für den freundlichen Empfang und die Geduld mit uns.


Das war unser Rundgang - fehlte nur noch der Abschluss, der beinahe daran scheiterte, dass wird den vereinbarten Ort nicht fanden. Es war unklar, ob wir uns in Halle 3.0 oder 3.1 treffen wollten. Letztendlich kamen wir aber doch noch an - natürlich wieder mit Verspätung. Kein Wunder bei gefühlt 1 Mio. Menschen und noch mehr von diesen fiesen großen grünen Tüten (Entschuldigung, aber ich habe am Samstag eine echte Aversion gegen genau diese Taschen entwickelt...). 

Irgendwie waren alle ziemlich am Ende, aber glücklich. Es war ein unvergesslicher Tag, der mir viel Freude gemacht hat. Ich habe Autoren, Mitarbeiter von Verlagen und viele bisher nur vom Internet bekannte Blogger kennengelernt. Das war eine tolle Erfahrung und es waren die unterschiedlichsten Leute dabei, von sehr jung bis zu doch schon jenseits der 40 (wie ich...*hüstel). Eine gemischte Truppe, die doch alle ein gemeinsames Steckenpferd hat: LESEN!!! Und einige Blogger würde ich auch gerne wieder treffen - weil ich sie einfach sympathisch fand.


Ja, man sieht uns allen an, dass der Tag sehr anstrengend war. Aber wir haben alle auch viel mit nach Hause genommen (nein, ich meine nicht nur die Geschenke). Vor allem die Hoffnung, dass es im nächsten Jahr wieder ein solches Event gibt.


Wer jetzt bis hierhin durchgehalten hat, hat einen Orden verdient. Das ist definitiv und mit absoluter Sicherheit mein aller längster Blogbeitrag - und wird es vermutlich auch vorerst bleiben.

Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, mir auf dem Blogreporter-Tag auf der Messe zu folgen. Ermöglicht wurde das alles durch blogg dein buch, die Frankfurter Messe und die Verlage:


Die Frankfurter Buchmesse und die Blogreporter 2012-Aktion waren echte Sahnehäubchen in diesem Jahr!

Eure
Deborah

Ps: Bleibt nur noch zu erwähnen, dass ich im Bus wie ein Stein geschlafen habe bis kurz vor zu Hause.
Pps: Noch etwas ganz Wichtiges habe ich vergessen: Die Mitarbeiter von durchweg allen Verlagen betonten, dass ihnen die Ehrlichkeit bei den Rezensionen wichtig ist. Wenn euch also ein Buch nicht gefällt, ist es durchaus auch erwünscht, dass ihr begründet, warum es nicht euren Geschmack getroffen hat. Diese Informationen sind für die Verlage auch interessant - ebenso wie Hinweise auf Fehler in Büchern. :-)













Frankfurter Buchmesse 2012 - Mein Nachtrag...

...Teil 1 - Freitag, 12. Oktober 2012

Nun ist es schon wieder zwei Wochen her - und trotzdem denke ich noch viel an zwei aufregende Tage auf der Messe zurück.

Dank der blogreporter-Aktion von blogg dein Buch hatten wir für die ganzen fünf Tage der Messe Fachbesucher-Dauerkarten. Aus diesem Grund haben wir auch alles daran gesetzt, kurzfristig einen Tag Urlaub zu bekommen. Und letztendlich hat es auch geklappt! Ich war einfach nur glücklich!

Am Freitag haben wir uns das erste Mal aufgemacht in Richtung Frankfurter Messe. Es hat alles gut geklappt und wir waren zeitig auf dem Messegelände. An diesem Tag wollten wir uns einfach nur treiben lassen - was wir auch ausgiebig getan haben. Mein großes highlight dieses Tages war jedoch das Treffen mit Claudia Toman (Anna Koschka) von der ich die komplette Olivia-Reihe gewonnen hatte - und die drei Bücher bekam ich direkt vor Ort von ihr signiert. Ich bin schon sehr gespannt, was es mit dem Ring auf sich hat, der außerdem noch dabei war. :o) Herzlichen Dank, liebe Claudia, du bist  auch im "echten Leben" ein richtiger Sonnenschein - es war schön, dich persönlich kennenzulernen und ich freue mich schon auf ein Wiedersehen bei Herzgedankes Wohnzimmerlesung von "Naschmarkt" im Dezember!



Nach diesem Treffen und einigen Erinnerungsfotos haben wir einem Gespräch mit Anke Richter (deren  Buch "Was scheren mich die Schafe" ich in meinem Gewinnerpost erwähnt habe). Es war schön, auch mit ihr noch einmal ein paar Worte zu wechseln. Erstaunlicherweise erkannte Frau Richter sogar meinen Lebensgefährten von der Lesung in Bergisch Gladbach wieder.



Den Rest der Zeit haben wir uns umgeschaut, Leseproben, wunderschöne Taschen (die von Groh ist wieder einmal meine Lieblingstasche), Lesezeichen, Postkarten etc. eingesammelt und gekauft. Das ganz normale Messeverhalten halt - und die Taschen wurden immer schwerer. Unser pinkfarbenes Monster war hier recht hilfreich - auch wenn es zu schnell voll war.

Nur zur Erinnerung, ich meine dieses nicht gerade kleine pinkfarbene Monster:



Ein paar besonders schöne Taschen habe ich von der Firma Kerler gekauft. Tochter und Vater waren super nette Gesprächspartner, die wir auch am nächsten Tag noch einmal besuchten! Die Taschen mit den Strass-Steinchen sind ein Traum - ich hatte schon vorher zwei Stück mit dem Namen meiner Heimatstadt Offenburg darauf. Ich muss sagen, sie halten einiges aus und bisher hat sich keines der Steinchen gelöst, bin begeistert - besonders auch von der kleinen, die sich toll für Bücher eignet.



Irgendwann im Laufe des Tages haben wir uns auch die Neuseeland-Performance angeschaut. Schön gemacht, aber gehofft hatte ich doch eher auf etwas anderes. Davon mal abgesehen, schauten die meisten ziemlich verwirrt drein, was uns Neuseeland hier mitteilen wollte.

Es kam uns schon ziemlich voll vor an diesem Freitag, aber das war natürlich nichts im Vergleich zum Samstag, den wir noch vor uns hatten. Freitags war es wirklich noch überschaubar.


Gegen 17 Uhr ging es langsam Richtung Heimat - denn wir wussten ja, dass uns am nächsten Tag das Riesen-Programm von blogg dein Buch erwartet. Zu Hause angekommen waren wir todmüde und konnten uns gar nicht vorstellen, noch einen Tag durchzuhalten. Zum Glück sind wir am nächsten Tag mit dem Bus der Mayerschen Buchhandlung zur Messe gefahren, so konnten wir auf der Fahrt noch etwas dösen.

Und hier seht ihr noch einen Teil der Ausbeute des ersten Tages (da sag noch mal einer, es gab keine Taschen mehr - hab gar nicht alle aufs Bild bekommen) - da sind aber längst nicht alle Lesezeichen, Leseproben und Postkarten drauf:



Schön war's! Möchte ich gerne wieder machen!

Liebe Grüße
Debbie

Ps: Der Tag zur Blogger-Aktion bekommt natürlich einen Extra-Post! :-)

52 pics of a year - Thema 47: blühend schön

Das Bild ist jetzt eine Woche alt, aber die letzte Sonnenblume hält sich noch wacker. Sie ist erst vor zwei Wochen aufgeblüht und schenkt uns damit noch einen Hauch Sommer, eine zarte Erinnerung an warme Tage. Von mir aus könnte sie immer so weitermachen - aber das ist wohl leider ein Wunschtraum.


In diesem Sinne: Euch allen einen schönen Sonntag!

Gruß
Deborah

Freitag, 26. Oktober 2012

Moritz Matthies - Ausgefressen

Da ich im Moment etwas Aufheiterndes brauchte, habe ich mich auf "Ausgefressen" gestürzt - ich liebe Erdmännchen - und dieses Buch!



Zum Inhalt:

Ray ist ein Erdmännchen - eines unter vielen im Zoo in Berlin. Sein Leben spielt sich in den weitläufigen Gängen des Erdmännchenbaus und im restlichen Zoo ab. Ray ist gelangweilt, trotz seiner heimlichen Rundgänge im Zoo. Und dazu ist er auch noch unglücklich verliebt in Elsa, ein Chinchilla-Weibchen. Was für ein glücklicher Zufall, dass er und sein kluger Bruder Rufus eines Nachts zwei Schüsse hören. Und am nächsten Tag schaut ein Typ beim Erdmännchen-Gehege vorbei, der nach einem tiefen Schluck aus seinem Flachmann versteht, was Ray zu ihm sagt! Phil ist Privatdetektiv und macht Rays Leben (und das des ganzen Zoos) unwahrscheinlich viel interessanter. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem verschwundenen, steinreichen älteren Herrn...

Meine Bewertung:

Das Buch ist der Hit! Es hat mich die letzten Tage wieder zum Lachen gebracht. Ich habe mich beim ersten Blick in das Cover verliebt und wurde nicht enttäuscht. Vermutlich werde ich nie mehr Erdmännchen anschauen können, ohne mich zu fragen, was sie gerade aushecken - oder ob sie sich gerade über mich kaputt lachen - oder vielleicht kratzen sie sich auch nur so an gewissen Teilen ihres Körpers, wer weiß das schon.

Schade finde ich, dass man nicht weiß, welcher Autor hinter dem Synonym "Moritz Matthies" steckt. Ich wüsste gerne, ob es noch andere Bücher von ihm (ihr???) gibt. Dieser Erdmännchen-Krimi war jedenfalls klasse und ich bedanke mich vielmals bei Moritz Matthies, dass er mich aus meinem Tief geholt hat. Ich möchte mehr von ihm lesen!

Die Erdmännchen-Bande ist toll beschrieben, Ma, Pa und die 5 Würfe sind eine Riesenfamilie mit vielen Charakterköpfen. Der etwas hohle Erstgeborene Rocky (sollte er eigentlich nicht Rambo heißen???) ist der Brüller, die lautesten Lacher habe ich ihm zu verdanken. Er glänzt definitiv nicht durch seine Intelligenz sondern durch besonderen Körpereinsatz (die armen Ratten...).

Ray hat die besten Sprüche, blamiert sich auch des öfteren bis auf die Pfoten - aber letztendlich wird er doch ein richtig guter Detektiv. Respekt! Ein richtiger kleiner Held, der den Zoo-Direktor bald zur Verzweiflung und in den Ruin treibt.

Rufus, das (Super-)Hirn der ganzen Operation ist ein armer Kerl, der von allen ein bisschen rumgeschubst wird - aber eigentlich ist er der Held mit seinem ganzen Technik-Kram. Er ist offensichtlich ein Mission Impossible Fan. Rufus rockt den Bau und verwandelt das Erdmännchen-Heim in einen Technik-Palast mit Kino, Disco und allem drum und dran - mit der Hilfe von Phil, dem Privatdetektiv.

Phil zweifelt - berechtigterweise - teilweise an seinem Verstand. Wer zum Teufel würde sich schon auf einen Deal mit Nagetieren einlassen, und noch dazu, wenn er jedes Mal angetrunken mit den Tieren kommunizieren müsste? Letztendlich freundet er sich aber mit Ray und dem restlichen Clan an. Aber eine verliebte Hyäne ist ihm dann doch zuviel des Guten.

Obwohl ich kein Fan von Fortsetzungen bin, hier würde ich mir eine wünschen. Bitte!

Ich bin immer noch am Grinsen über so einige Sprüche in dem Buch. Wenn ihr etwas Lustiges braucht, seid ihr hier bestens aufgehoben! Die besten Medizin gegen den Herbst-Blues und schlechte Laune - einfach Lesen!!!

Gruß
Debbie

Ray???

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Für mich endet der goldene Oktober heute

Der Tag war an sich schon eine Qual - durch den plötzlichen (wenn auch nicht unerwarteten) Abschied von einem unserer Haustiere wurde er aber noch verschlimmert. Es war Zeit, wegen Krankheit von Balou Abschied zu nehmen. Der Süße war nicht mal ein Jahr bei uns und ist uns trotzdem schon sehr ans Herz gewachsen. Seine Partnerin Prüssi wird ihn sicher auch sehr vermissen. :-(


Der einzige Trost: Er ist friedlich eingeschlafen und wird sich jetzt zu Molly, Flummi und Sharifa gesellen.

Schlaf gut, Balou - und grüß mir die Mädels!

Deborah

baer-0045.gif von 123gif.de

Dienstag, 23. Oktober 2012

Falls ihr es noch nicht gesehen habt...

...ich habe eine neue Seite: Die Galerie. Im Moment gibt es dort weitere Herbstbilder von meinem Sonntagsspaziergang im Wald.


Ich würde mich freuen, wenn ihr mal vorbeischaut.

Gruß
Deborah

Sonntag, 21. Oktober 2012

Steffi von Wolff - Ausgelacht

Das neue, lustige Buch von Steffi von Wolff:



Meine Bewertung:

Steffi von Wolffs Bücher sind immer sehr frech, witzig und stark übertrieben. Eine Art von Humor, die man mögen kann oder auch nicht. Ich mag sie - sogar sehr. Ich habe schon bei "Fremd küssen" und "Glitzerbarbie" Tränen gelacht! Caroline Schatz war auch eine super sympathische "Heldin".

Und das ist für mich so ein bisschen der Knackpunkt bei diesem neuen Buch: Britt ist mir absolut unsympathisch. Das ganze Buch durch hatte ich gehofft, dass sie mit der Zeit doch noch irgendwie ein bisschen besser leiden könnte - aber dem war leider nicht so.

Kurz zum Inhalt: Britt ist ein verwöhntes Münchner Gör, das sein Leben lang alles bezahlt bekommen hat. Sie muss sich um nichts sorgen, als um ihr Aussehen. Andere Menschen sind ihr ziemlich schnuppe, denn sie ist ohnehin am wichtigsten. Britt ist von Beruf Tochter und weiß so gar nicht, was sie eigentlich mit ihrem Leben anfangen könnte - außer Shoppen zu gehen. Dumm nur, dass ihren Eltern der Kragen platzt und ungünstigerweise auch noch Tante Dora sich meldet und um ihre Hilfe bittet. Tante Dora möchte verreisen und bittet Britt, auf ihr Haus und ihre Tiere aufzupassen. Passt Britt natürlich gar nicht, weil in der tiefsten Provinz. Als Britt bei Tante Dora ankommt, stellen sich die paar Tiere als kleiner Privat-Zoo heraus, sogar ein Mini-Flusspferd schwimmt im Teich. Britt ist überfordert und schafft es dazu noch, innerhalb weniger Tage die ganze Stadt gegen sich aufzubringen, und sogar ihre Freunde.

Am liebsten mag ich in der Geschichte eindeutig Tante Dora. Die Szene am Flughafen ist göttlich, ich hab mich schlapp gelacht - nur soviel: Es geht um Vibratoren und Strapse...Insbesondere Ersteres ist ja ein beliebtes Thema in Zusammenhang mit Flughäfen - und würde vermutlich nicht im Gepäck einer 80 Jährigen vermutet.

Die ganze Geschichte ist wieder mal so absurd, überdreht und unglaublich, wie ich es gewohnt bin. Daher musste ich trotz Britt viel lachen, gerne auch aus Schadenfreude über das, was Britt alles passiert. Meine liebste Szene ist daher auch, als Britt eeeendlich von "der Moni" eine gescheuert bekommt. Sorry, aber sie hat es wirklich verdient - auch wenn sie gegen Schluss doch ein bisschen Menschlichkeit zeigt.

"Ausgelacht" hatte alles zu bieten, das ich erwartet habe. Von daher gibt es auch fast volle Punktzahl, aber einen Punkt würde ich definitiv für Britt abziehen. Das Cover hat mich natürlich sehr angesprochen, ich stehe ja schon auf bunte, auffällige Sachen. Das Buch hätte mich auf jeden Fall in der Buchhandlung angesprochen.

Fazit: Wenn ihr diese Schickse das ganze Buch durch ertragt, dann mögt ihr auch sicher diese Art von Humor und werdet Spaß daran haben. Solltet ihr nicht so auf abgedrehte, total überzogene Stories und Anti-Heldinnen stehen, bin ich nicht sicher, ob es euch gefallen wird. Was soll's, lest es einfach und bildet euch eure eigene Meinung. :o)

Ein dickes Dankeschön geht von mir an Lovelybooks, rororo und Steffi von Wolff für das Rezensionsexemplar des Buches und dafür, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte!

Deborah

52 pics of a year - Thema 09: Unterwegs

...in meinem Fall heute über 2 Stunden im Wald. Es war ein wunderschöner Tag und ich habe mal locker lässig über 200 Fotos gemacht - Pilze und bunte Blätter ohne Ende. Und sehr lange habe ich danach gesucht - wurde aber zuletzt doch noch fündig:



Nicht mehr ganz unversehrt, aber immer noch zwei Prachtexemplare. Fliegenpilze sind einfach ein wunderschöner Anblick.

"Ein Männlein steht im Walde, ganz still und und stumm, es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um... "

Sonntag, 14. Oktober 2012

52 pics of a year - Thema 46: schon ziemlich alt

Ups, beinahe hätte ich mein Bild für die KW 41 verpasst, aber ich habe gestern ein passendes Motiv für  das obige Thema auf der Frankfurter Buchmesse entdeckt:


Kaum zu glauben, aber wahr: Die Schlümpfe gibt es seit 1958, also schon gute 55 Jahre! Und ich finde, sie haben sich gut gehalten. :o) Ich bin etwas unschlüssig, welches Bild mir besser gefällt: Das obige mit Blitz fotografiert, oder das unten, ohne Blitz. Was meint ihr? Auf jeden Fall finde ich den Schlumpf schön - hätte ihn am liebsten mitgenommen.


Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!
Deborah