Montag, 27. Juli 2015

Mir fehlen noch zwei Gewinner...

Hallo Diana (Buch Bria) und Erich!

Ihr hattet an meinem Gewinnspiel teilgenommen und gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

 Gewinnspiel-Gewinner

Bittet sendet mir noch eure Adressen zu, damit ich eure Bücher auf den Weg bringen kann.

Allen anderen, die leider nicht dabei waren: Vielleicht treffe ich ja nächstes Mal eher euren Geschmack. Ich möchte so gerne mal wieder gaaanz viele Teilnehmer haben. :-)

Liebe Grüße
Deborah

Samstag, 18. Juli 2015

Hey du...pssst...ja du...

...schon gesehen? Es gibt ein paar schöne Bücher zu gewinnen! 

Gelesen und gemocht habe ich sie fast alle (bis auf "Die Rache trägt Prada" - das habe ich noch einmal ungelesen in meinem RUB). Aber zwei davon spendiere ich euch noch original verpackt (Deborah McKinley und Colleen McCullough).

 Zum Gewinnspiel

Hier noch einmal die Bücher im Einzelnen:

- Deborah McKinley - Die unverhofften Zutaten des Glücks: Ein sehr schönes, ruhiges Buch über eine wachsende Brieffreundschaft.
- Alexandra Fröhlich - Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen: Ich hatte so viel Spaß mit diesem Buch. Ehrlich, da möchte man sofort auch russische Verwandte haben.
- Bresser/Springenberg - Den Letzten beißt das Schwein: Ein Münsterland-Krimi. 
- Rachel Gibson - Küssen gut, alles gut: Was soll ich sagen, Rachel Gibson halt, sexy Liebesgeschichte.
- Sarah Harvey - Kannst du mir verzeihen? Ein sehr schönes Buch von Sarah Harvey. Mann unternimmt verdammt viel, um seine große Liebe zurück zu erobern.
- Lauren Weisberger - Die Rache trägt Prada: Dazu kann ich jetzt noch nichts sagen. :-)
- Ella Kingsley - Dancing Queen: Süßes Buch für 80er Jahre Fans. Kann mir bitte jemand sagen, wer Ella Kingsley ist? Sophie Kinsella (so rein namenstechnisch käme es hin..)
- Colleen McCullough - Dornenvögel: Dieses Buch habe ich schon einige Male gelesen, meine Ausgabe hat schon ganz schön gelitten. Ich habe die Geschichte der Clearys auf Drogheda ein ums andere Mal verschlungen und natürlich die Liebesgeschichte zwischen Meggie und Pater Ralph de Bricassart (gerne auch als Film :-)).

So, und wenn ich euch jetzt neugierig gemacht habe auf die Bücher, klickt einfach oben auf das Bild und ihr kommt direkt zum Gewinnspiel. 

Schönes Wochenende!

Deborah

Samstag, 11. Juli 2015

Noch 97 Klicks, dann ist es wieder soweit... Gewinnspiel!

Update: Verlängert bis 20 Uhr! 




Update: Nun sind es schon 100.0047 Seitenzugriffe. Schade, leider hatte offensichtlich keiner einen Screen-Shot von der 99.999 gemacht. Hätte mich riesig gefreut. :-)

Ich muss eine kleine Änderung bei den Gewinnen vornehmen - da bisher noch niemand teilgenommen hat, dürfte das aber auch kein Problem sein - außerdem gibt es nun noch ein Buch mehr, insgesamt also 8 Bücher. Das Bild ist schon aktualisiert. 


Die letzte Schnapszahl vor der 100.000 ist fast erreicht und ich freue mich riesig. Was für eine große, wunderbare Zahl! Und auch die 100.000 ist eine tolle Zahl. Ich danke euch Leute!

So viel Treue muss belohnt werden! Als Dankeschön an meine Leser (die mich auch in mageren Zeiten nicht verlassen haben...) und weil ich letzten Monat gar nicht meinem 6. Bloggeburtstag gefeiert habe, starte ich heute ein Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es diesmal 8 Bücher (2 OVP, der Rest wurde schon einmal gelesen)! Eines davon ist ein Buch, das ich in meiner Jugend sehr geliebt habe - einer der Liebesromane schlechthin. :-)



Gewinnen ist ganz einfach:

1. Ich möchte von euch wissen, für welches Buch ihr teilnehmt und warum ihr ausgerechnet dieses Buch gewinnen wollt. Was immer es ist, ich bin neugierig! Ich werde die Bücher nicht verlosen, sondern mir die Antworten durchlesen und mir die originellste, ungewöhnlichste, ehrlichste, was auch immer, aussuchen. Außer natürlich, ich bekomme 100e von Antworten. :-) Bitte antwortet nur als Kommentar auf diesen Post. 

Ganz ohne geht es leider nicht...Hier zusammengefasst die Regeln:

1. Teilnehmen kann jeder meiner Leser innerhalb Europas. Heißt, auch solche, die nur ab und zu vorbei schauen - heißt nicht, dass ihr mich unbedingt abonnieren müsst. Ich werde das nicht prüfen ;-).

2. Wenn ihr unter 18 Jahren alt seid, sollte eine Einverständniserklärung eurer Eltern vorliegen.

3.  E-Mails mit Adressen brauche ich erstmal nicht. Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, 19.07.2015, 20 Uhr. Wenn ihr eure E-Mail-Adresse angebt, werde ich euch natürlich benachrichtigen - wenn nicht, solltet ihr unbedingt ab Montag, 20.07.2015 oder den Tagen danach auf meinem Blog vorbeischauen und mir eine E-Mail an dieMaus71@gmx.net schicken. Wenn der Gewinner sich bis Mittwoch nicht gemeldet hat, werde ich den Gewinn neu vergeben. Adressen werden selbstverständlich nicht an Dritte weitergegeben und nur für den Versand des Gewinns verwendet.

4. Der Versand erfolgt unversichert als Brief. Für einen Verlust hafte ich nicht, ein Ersatz ist leider auch nicht möglich.

5. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 




Ich drücke euch die Daumen!

Liebe Grüße

Deborah

Donnerstag, 9. Juli 2015

Cristina Caboni – Die Rosenfrauen

Heute erwartet euch mal wieder eine etwas längere Buchbeschreibung - einfach weil mir die Geschichte so gut gefallen hat.

Das Cover, welches sich sehr gut neben einem anderen Buch aus meiner Favoritenliste macht, hat mich direkt angesprochen. Bild, Farben, Struktur des Einbands – für mich perfekt. Als ich dann noch den Klappentext gelesen hatte, war es um mich geschehen. „Die Rosenfrauen“ ist genau für mich, ich musste es einfach lesen, da ging kein Weg dran vorbei.



Worum es geht:

Elena Rossini stammt aus einer Familie, mit einer mehr hundertjährigen Tradition: Die Frauen der Familie waren stets erfolgreiche Parfümeurinnen. Eine von ihnen hat in der Vergangenheit großen Wohlstand in die Familie gebracht, Elenas Vorfahrin Beatrice hat in ihrer Zeit das perfekte Parfüm kreiert.

Elena ist eine „Nase“ und hat die Gabe, jede einzelne Duftnote erkennen zu können, und mit ihr den Charakter und die Gefühle der Menschen, die die Düfte tragen. Ihre Großmutter Lucia hatte einst große Hoffnung in sie, sie sollte das Erbe der Rossinis übernehmen und selbst Parfümeurin werden. Zu ihrer großen Enttäuschung verdrängt Elena ihr Talent und geht einen komplett anderen Weg. Als sie jedoch ihren Verlobten Matteo mit einer anderen Frau in flagranti erwischt, bricht ihr bisheriger Lebensplan zusammen, denn sie verliert neben dem Mann auch ihre Arbeit.

In diesem Moment und wieder im Haus ihrer Vorfahren in Florenz, beginnt die Welt der Düfte, sie wieder in ihren Bann zu ziehen. Das bedeutet jedoch, dass sie sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Elena benötigt dringend einen Neuanfang. Da kommt das Angebot ihrer Freundin Monique zum besten Zeitpunkt: Sie bietet ihr eine Wohnung im Marais in Paris an und empfiehlt sie für eine Stelle bei ihrem früheren Partner Jacques Montier und seiner Parfümerie Narcissus.

Elena nimmt das Angebot an und zieht nach Paris. Dort lässt sie auch nach und nach ihre Schutzschilde fallen und lässt ihre Gefühle zu. Wie ihre Vorfahrinnen begibt sie sich auf die Suche nach dem perfekten Parfüm von Beatrice. Ganz nebenbei lernt sie in Paris wunderbare Menschen und einen ganz besonderen Mann kennen...


Meine Bewertung:

Ich bin richtig glücklich, dieses Buch gelesen zu haben. Mein Gefühl in Bezug darauf hatte mich nicht getäuscht. Ich weiß, ich bin eine hoffnungslose Romantikerin. Insofern war es für mich einfach ein Traum. Manch anderer würde die eine oder andere Beschreibung vielleicht als kitschig empfinden, ich hingegen sehe es als reine Poesie.

"Ein Parfüm ist wie eine Geschichte, eine Art der Kommunikation, nur sensibler und essenzieller." (Zitat Seite 251)

Cristina Caboni beschreibt mit soviel Gefühl und Sinn für das Schöne all die Gerüche und Gefühle, die Elena tagtäglich erlebt. Man merkt, dass sie sich intensiv mit der Materie beschäftigt hat. Außerdem hat sie als Imkerin auch einen Bezug zu Blüten und Düften.

"Ich sollte den Duft im Kopf suchen, aber mit dem Herzen finden. Das Parfüm sei der Weg zu einem tieferen Bewusstsein, der Pfad zur Seele.“ (Zitat Seite 247)

Die Romanfigur Elena Rossini ist eine schöne, sympathische Frau, die dank ihrer Kindheitserinnerungen stets an sich selbst zweifelt. Sie hat ihrer Mutter Susanna nie verziehen, dass diese sie bei ihrer Großmutter Lucia ließ, weil ihr Mann Maurice das Kind eines anderen nicht bei sich haben wollte und ihr das auch offen zeigte. Lucia liebte Elena offensichtlich, zeigte ihrer Enkelin aber ihre Gefühle nie offen. 

Daraus resultiert, dass Elena an ihrer eigenen Liebenswürdigkeit zweifelt, obwohl sie die Menschen um sich herum reihenweise bezaubert. Elena fällt tief, auch in Paris, aber sie hat ein Netz aus Freunden und lieben Menschen, das sie weich auffängt. So schafft sie es, trotz aller Enttäuschungen und unerwarteter Überraschungen in ihrem Leben, immer wieder auf die Beine zu kommen.


Es scheint Schicksal zu sein, dass sie ausgerechnet auf einen Rosenzüchter trifft, der ebenfalls tiefe Narben vom Leben trägt und wie Elena Düfte liebt – die Düfte seiner selbst gezüchteten Rosen. Und Elena wird von Cails Duft auf Anhieb angezogen:

Sie riechen nach Regen und Kälte, aber auch nach Sonne. Nach wohlüberlegten Worten, nach langem Schweigen und tiefgründigen Gedanken. Nach Erde und Rosen...Außerdem tragen Sie etwas im Herzen, das Sie traurig macht.“ (Zitat von Seite 101)

Die zart auf blühende Knospe der Beziehung der beiden bekommt einen empfindlichen Dämpfer, als Elena auf unerwartete Weise von der Vergangenheit eingeholt wird. Dennoch bleibt Cail ein sehr guter Freund mit der Hoffnung auf mehr. Die Anziehung ist beiderseitig, doch zunächst halten beide aus gutem Grund Abstand. Cail und Monique helfen Elena jedoch, ihren Träumen näher zu kommen...


Ich könnte euch noch eine Menge Zitate aus dem Buch nennen, aber am besten lest ihr es einfach selbst. Aber eines hat mir noch besonders gut gefallen. Ich musste bei diesen Worten direkt an Joffrey de Peyrac denken. Wem geht es noch so?

"Als Kind war ich unsterblich in einen Romanhelden verliebt, einen groß gewachsenen Grafen mit finsterem Gesicht. Er hatte eine lange Narbe auf der Wange, die ihn aber nicht entstellte, sondern interessant machte." (Zitat von Seite 262)

Mir gefielen die Rückblenden in Elenas Kindheit. Dadurch wird ihr Zwiespalt sehr gut verständlich. Es ist klar, warum sie sich so lange gegen ihre Gabe sträubt. Und es ist schön zu lesen, wie sie sich mit der Zeit öffnet und verändert – wie eine Rose.


In „Die Rosenfrauen“ wird auch an große Werke wie Patrick Süskinds „Das Parfum“ und Victor Hugos „Glöckner von Notre Dame“ erinnert. Beide tragen zu der Handlung bei.

Mein Fazit:

Alles in allem ist „Die Rosenfrauen“ für mich das romantischste Buch seit langem. Es ist wunderschön und poetisch, ein Rausch der Sinne. Cristina Caboni beschreibt so gut, dass man sich die Gerüche tatsächlich vorstellen kann. Und das Ganze spielt auch noch an traumhaften Orten: Florenz, Paris, Grasse und die Provence... Einfach perfekt für den Sommer! Auch wenn die Handlung sich durchaus auch teilweise im Winter befindet.

Bisher haben mich Macarons noch nie so richtig interessiert, aber nach der Beschreibung in dem Buch muss ich diese kleinen Kostbarkeiten doch das nächste Mal probieren, wenn und falls ich mal wieder nach Paris komme. Und dann werde ich bestimmt an Elena denken.

Ich wünsche euch viel Freude und auch Spannung beim Lesen – immerhin wird ja auch ein Jahrhunderte altes Rätsel gelöst... Am Ende des Buches findet ihr übrigens ein ausführliches Lexikon der Düfte, das sehr lesenswert ist. Vielleicht findet ihr auf diese Weise heraus, welches Parfüm besonders gut zu euch passt?

Eine Leseprobe und weitere Informationen zum Buch und der Autorin findet ihr auf der Seite von blanvalet.


Herzlichen Dank an blanvalet für das Leseexemplar!

Deborah



















Sonntag, 5. Juli 2015

Lori Nelson Spielman - Morgen kommt ein neuer Himmel

Nun habe ich dieses beliebte und in höchsten Tönen gelobte Buch auch endlich gelesen. Und ich kann eines mal vorweg sagen: Es gehört eindeutig auf meine Favoritenliste!



Darum geht es:

Elizabeth verliert ihren Kampf gegen den Krebs. Sie ist eine vermögende Frau und kümmert sich vor ihrem Ableben um ihr Testament. Ihre Kinder liegen ihr am Herzen, am meisten ihre 34 jährige Tochter Brett, von der sie weiß, dass sie nicht glücklich ist mit ihrem Beruf und ihrem Leben im allgemeinen. Auch wenn sie lange Jahre Seite an Seite mit ihrer Mutter in ihrem Kosmetikunternehmen gearbeitet hat.

Brett ist zunächst schockiert vom Testament ihrer Mutter, denn sie bekommt als einzige zunächst nichts, außer einer großen Aufgabe: Sie soll ihr Leben komplett ändern und ihre Wunschliste, die sie mit 14 Jahren erstellt hat, Punkt für Punkt in Angriff nehmen. Für jeden erfüllten Wunsch bekommt sie einen Brief ihrer Mutter. Und wenn sie alle offenen Punkte bis in einem Jahr abhaken kann, wird auch Brett ihr Erbe erhalten. Brett ist zunächst wütend, denn ihre Brüder wurden alle mit einem ansehnlichen Erbe versehen und ihre Schwägerin bekommt die Stelle, von der sie dachte, sie würde sie einnehmen.

Doch ihre Mutter lässt sie nicht im Stich und stellt ihr den jungen, engagierten Anwalt Brad zur Seite. Er hilft Brett, ihren Weg zu gehen und die Liste abzuarbeiten. Obwohl sich einige Punkte relativ schwierig gestalten, denn wie soll Brett innerhalb eines Jahres ihren Traummann finden, ein Haus kaufen, ein Kind bekommen, als Lehrerin arbeiten und noch vieles mehr? Der erste Brief ihrer Mutter gibt ihr jedoch Zuversicht und zeigt ihr, wie sehr ihre Mutter sie geliebt hat.


Meine Bewertung:

„Morgen kommt ein neuer Himmel“ ist eine unglaublich berührende Geschichte. Es ist einfach toll, wie sehr sich Elizabeth sogar noch aus dem Jenseits um ihre Tochter Brett kümmert, wie sie ihre Tochter liebt und versteht. Mehr als Brett zunächst ahnt. Ihre Trauer und Wut über die Entscheidung ihrer Mutter kann ich nachvollziehen, sorgt sie sogar dafür, dass Brett die Firma verlässt und quasi erst einmal mittellos dasteht. Es ist daher verständlich, dass Brett zunächst mit etwas (viel) Angst in die Zukunft sieht, zumal ihr Freund Andrew alles andere als begeistert ist von eben dieser Liste.

Einige der Ziele sind für eine Mittdreißigerin sicherlich nicht mehr sonderlich interessant – wie zum Beispiel der Punkt, ein Pferd zu kaufen. Bei einigen anderen Zielen erfährt Brett viel mehr über sich und ihre Familie, als sie je geahnt hätte. Und dank ihrer klugen Mutter bekommt sie auch ihre allerbeste Freundin zurück – obwohl sie diese vor einigen Jahren kläglich im Stich gelassen hat. Brett schafft es tatsächlich, ihren Träumen näher zu kommen – obwohl sie sich dafür wirklich weit aus ihrer Komfortzone heraus bewegen und einiges beziehungsweise einige Personen hinter sich lassen muss. Mit jedem Brief ihrer Mutter wächst ihre Stärke und ihr Selbstvertrauen.


Die Geschichte ist so wundervoll geschrieben, dass ich einfach nicht aufhören wollte, zu lesen. Da ich jetzt schon einige Bücher mit Wunschlisten fürs Leben gelesen habe, bedauere ich, mir selbst als Jugendliche keine gemacht zu haben. Vielleicht hätte ich dann einen Leitfaden fürs Leben gehabt und würde weniger rumeiern in dem selbigen.

Ich habe die ganze Zeit mit Brett mitgefiebert, dass sie die Wünsche noch erfüllt bekommt, obwohl ihr die Liste ab einem gewissen Punkt komplett egal ist. Brett wird auch so zufrieden mit ihrem Leben, dass sie eigentlich das Erbe ihrer Mutter überhaupt nicht mehr braucht. Sie gewinnt ihre Freude am Leben zurück und ist weit weniger verbissen. Das fröhliche Mädchen, das ihre Mutter so sehr liebte, kehrt zurück. Und der Traummann ist auch gar nicht so weit weg...



Mein Fazit:

Ich liebe dieses Buch und kann es uneingeschränkt weiter empfehlen. Auch der Schluss gefiel mir unheimlich gut – habe schließlich lange genug drauf gewartet, dass Mantel und Stimme zusammen kommen. Was das bedeutet? Lest es selbst, dann werdet ihr es verstehen. Ich wusste es ziemlich früh, ihr auch?

Also, wenn ihr gefühlvolle, romantische Geschichten liebt, lest dieses Buch. Es wird euch sicher gefallen. Informationen darüber findet ihr auf der Internetseite von Krüger

Einen schönen Abend!


Deborah

Und was ich sonst so gelesen habe im April, Mai und Juni...

Da ich in letzter Zeit so geizig bin mit richtigen Rezensionen, gibt es hier schon mal wenigstens einen Kurzüberblick, über alles, was ich in den letzten drei Monaten so verschlungen habe. Wenig war es nicht... 
April 2015
6 Bücher gelesen - davon 4 neue


Die Bücher:

- Nicolas Barreau - Eines Abends in Paris: Ähnlich wie die anderen, aber trotzdem sehr schön. Insbesondere die Verbindung altes Kino und Paris hat mir sehr gut gefallen. Ansonsten geht es wieder um eine verschwundene Schöne - diesmal im roten Mantel.
- Alexandra Fröhlich - Reisen mit Russen: Sehr lustig, hat mich aber nicht ganz so überzeugt wie der erste Teil, "Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen"
- Kristin Harmel - Über uns der Himmel: Ich habe mich so lange und so sehr auf dieses Buch gefreut. Es ist wunderschön, auch wenn es mich nicht so mitgerissen hat wie "Solange am Himmel Sterne stehen".
- Ella Kingsley - Dancing Queen: Hier frage ich mich nach wie vor, ob die Autorin nun eigentlich ein Fan der 80er war oder sie tatsächlich überhaupt nicht leiden konnte. Wer ist überhaupt die Autorin? Sophie Kinsella? Sollte die Autorin tatsächlich Ende 20 sein, hat sie die 80er ja gar nicht miterlebt. :-) Das Buch an sich ist nett, aber lange nicht so toll, wie erwartet. 
- Paige Toon - Diesmal für immer: Das war nun wirklich eine heiß ersehnte Fortsetzung von "Du bist mein Stern". Ich wusste, es kann nicht das Ende sein. Das jetzige gefällt mir auch viel besser. 
- Fritzi Sommer - Zum wilden Eck: Hierzu gibt es schon eine Rezi. Ein tolles Buch, mit dem ich viel Spaß hatte. 

Mai 2015 
8 Bücher gelesen - davon 2 neue
2 Hörbücher gehört


Die Hörbücher:

- James Bowen - Bob, der Streuner/Bob und wie er die Welt sieht: Diese zwei Hörbücher haben mich mal richtig überzeugt! Die Geschichten an sich sind sehr schön und die Stimme des Erzählers ist ein Traum: Carlos Lobos. Bitte mehr von ihm! 
- Alan Bennett - Schweinkram - Zwei unziemliche Geschichten: Trotz Christoph Maria Herbst als Leser nicht mein Fall.

Die Bücher:

- Deborah McKinlay - Die unverhofften Zutaten des Glücks: Ein schönes, sehr ruhiges Buch. Ich hatte ein bisschen mehr davon erwartet.
- Christopher Morley - Das Haus der vergessenen Bücher: Das Buch spielt nicht nur in den 1920ern, sondern wurde auch in dieser Zeit geschrieben. Es ist auf seine Art schön und gibt einen Einblick in das Leben kurz nach dem ersten Weltkrieg. Zu 100% begeistern konnte es mich jedoch nicht. 
- Marie-Sabine Roger - Heute beginnt der Rest des Lebens: Hier gibt es eine Rezi, ein sehr schönes Buch! 
- Tessa Hennig - Alles außer Austern: Ich freue mich jedes Jahr auf ein neues Tessa Hennig Buch und wurde noch nie enttäuscht - so auch dieses Mal nicht. Genaueres in der Rezi.
- Sarah Harvey - Kannst du mir verzeihen: Süß und schön für zwischendurch.
- Sarah Harvey - Bitte nicht füttern: dito
- Sarah Harvey - Noch einmal mit Gefühl: Wie die anderen Sarah Harvey Bücher, ich lese sie einfach gerne.
- Sarah Harvey - Küssen verboten: Das hätte ich eigentlich vor "Noch einmal mit Gefühl" lesen sollen. Hab ich aber leider zu spät festgestellt. Egal, trotzdem schön.

Juni 2015
8 Bücher - davon 4 neue


Die Bücher:

- Ellen Berg - Das bisschen Kuchen: Von Ellen Berg muss ich unbedingt mehr Bücher lesen. Ich hatte so viel Spaß mit dem Buch.
- Franziska Weidinger - Keine Sau hat mich lieb: Teilweise ein bisschen zäh, aber die meiste Zeit auch sehr viel Spaß.
- David Safier - Jesus liebt mich: Geniales Buch! Ich weiß nicht, warum es so lange bei mir ungelesen rumstand.
- Mary Kay Andrews - Ein Ja im Sommer: Einfach schön, ein typisches Mary Kay Andrews Buch, das man aber auch zu jeder anderen Jahreszeit lesen kann.
- Andrea Schacht - Die keltische Schwester: Am Anfang etwas trocken, hat es mich im Lauf der Geschichte gepackt und mitgerissen. Ein tolles Buch!
- Adena Halpern - Die zehn besten Tage meines Lebens: Sehr lustig, unbedingt lesen.
- Lori Nelson Spielman - Morgen kommt ein neuer Himmel: Was soll ich sagen? Ich habe gelacht, ich habe geweint, ein traumhaft schönes Buch!
- Lisa Jewell - Der Flügelschlag des Glücks: Rezi ist online. Eine Familiengeschichte mit Höhen und Tiefen und manchmal auch ein paar kleinen Längen. Insgesamt aber sehr schön.

So, nun bin ich wenigstens mit den Monatsrückblicken wieder auf dem Laufenden. :-)

Ist euch schon was aufgefallen? Es gibt bald die letzte Schnapszahl vor der 100.000. Ich freue mich auf die 99.999 Seitenzugriffe und natürlich auch auf die 100.000. Ein Grund zum Feiern, oder? 

Deborah


Lisa Jewell – Der Flügelschlag des Glücks

Dieses wunderschöne Buch hat mich aufgrund seines Covers und des Klappentextes sehr angesprochen. Eine Familiengeschichte und ein Cottage in den Cotswolds? Definitiv meins.




Darum geht es:

Einst waren sie die große, glückliche Bird-Familie: Lorelei, Colin und ihre Kinder Megan, Bethan, Rory und Rhys. Sie lebten zusammen in einem gemütlichen Cottage in den Cotswolds. Eine große Tradition waren die Osterfeste der Familie, die Ostereiersuche für Lorelei und die Kinder das jährliche Highlight, das sie mit Familie und Freunden feierten. Doch an einem dieser Osterfeste zerbricht das Familienidyll, das schon vorher ins Wanken kam. Ein furchtbares Ereignis wirft die Familie komplett aus der Bahn und im Lauf der Jahre entfremdet sie sich.

Erst Jahre später, als die Nachricht von Loreleis Tod sie erreicht, kommen Vater und Kinder wieder zusammen in dem Haus, das einst ihr Heim war. Der Schock über den Zustand des Cottages ist groß. Lorelei hat hier die letzten Jahre ihres Lebens alleine verbracht und das Haus komplett zugemüllt. Colin und seine Kinder finden nach und nach heraus, was tatsächlich geschah, an dem schrecklichen Osterfest, das der Auslöser für all die Entwicklungen danach war. Die Familie kommt sich langsam wieder näher. Ob es eine Chance gibt, sich selbst und den anderen zu vergeben? Es zeigt sich, das noch nicht alle Hoffnung vergebens ist und die Familie Bird durchaus eine zweite Chance hat.

Meine Bewertung:

Dieses Buch hat mich überrascht, meine Erwartungen komplett über den Haufen geworfen und mich bis zur letzten Seite gefesselt. Ich hatte zwar eine Familiengeschichte mit Höhen und Tiefen erwartet, aber keine solchen Tragödien.

Die Geschichte der Birds wird auf verschiedenen Erzählebenen aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und zieht sich über 30 Jahre. Zum einen gibt es den Briefwechsel von Lorelei und Jim, ihrer Onlineliebe, die sie kurz vor ihrem Tod noch findet, die Gegenwartsebene, in der die Familie nach und nach zusammenkommt, um das Haus auszuräumen, und die Vergangenheit, die von 1981 bis 2011 nach und nach erzählt wird. Zumeist aus der Sicht von Megan, teilweise aber auch von Bethan und Rory. Trotz der Wechsel fällt es nicht schwer, der Geschichte zu folgen, da die Briefe und die Teile der Vergangenheit immer wunderbar zusammenpassen und chronologisch aufgebaut sind. Das finde ich persönlich sehr sympathisch, denn wildes Zeitgehüpfe ist zumeist eher anstrengend und unterbricht den Lesefluss.

Die Familie Bird wirkt am Anfang noch sehr glücklich, obwohl Lorelei schon da beginnt, einen Sammeltick zu entwickeln, der zumindest ihrer ältesten Tochter Megan und ihrem Mann Colin suspekt ist. Nach dem alles ändernden Osterfest verliert Lorelei jeglichen Halt, sodass sich Colin auch mehr und mehr von ihr distanziert. Die gegenseitigen Beschuldigungen und die eigenen Schuldgefühle drängen die Familie mehr und mehr auseinander. Weitere, tiefschürfende Ereignisse führen zu einem – so es scheint – endgültigen Bruch in der Familie. Es geschehen Dinge, die für einige Familienmitglieder sehr verletzend und eigentlich unverzeihlich sind.

Umso überraschender ist es, dass ausgerechnet Loreleis Tod und ihre „Brieffreundschaft“ zu Jim Licht ins Dunkel bringen, und die vergangenen Jahre aufgearbeitet werden können. Es ist so schön zu lesen, dass sich Vater und Geschwister nach langer Zeit endlich wieder in die Augen schauen und verzeihen können. Sie lernen tatsächlich aus ihrer Vergangenheit und kommen ihrem persönlichen Happy End näher – auch wenn nicht mehr alle Familienmitglieder am Leben sind.

Anfangs hatte ich das Gefühl, dass mich die Geschichte ziemlich runter zieht, denn es passieren einfach so viele furchtbare Dinge. Doch so nach und nach kommen auch immer wieder positive Erlebnisse und man hat immer mehr das Gefühl, es gibt ein positives Ende. Liebe, Trauer, Wut, Neid - all diese Gefühle finden sich wohl in jeder Familie, mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt. Aber wie viele Familien sind schon durch ein einziges Ereignis in die Brüche gegangen. Offenbar liegt es in der menschlichen Natur, dass unsere Beziehungen immer etwas kompliziert sind, und das auf allen Ebenen: Familiär, partnerschaftlich, freundschaftlich...

Bei der Familiengeschichte der Familie Bird kann man sich den Verlauf richtig schön bildlich vorstellen als Netz oder Geflecht: Aus verschiedenen Knoten und Fäden besteht erst ein dichtes Netz, dass dann weitmaschiger wird, die Fäden verknüpfen sich neu und laufen am Ende wieder zusammen. Okay, das Bild habe ich aus einem anderen Buch...aber davon erzähle ich euch ein anderes Mal.

Ich möchte euch natürlich nicht zu viel verraten. Nur eines noch: Zum Ende hin war ich so gespannt, endlich zu erfahren, was an dem Tag vor dem tragischen Osterfest passiert ist. Ich war so neugierig und musste immer weiter lesen. Die Auflösung kommt tatsächlich erst ganz kurz vor Schluss. Gemein, aber gut.

Fazit:

Lasst euch nicht täuschen: Auch wenn am Anfang alles ziemlich negativ und deprimierend ist, es wird im Lauf des Buches besser, denn nach und nach versteht man die Zusammenhänge. Insgesamt ist das Buch dann doch ein ganz dickes „Ja“ zur Familie. Und die Familie Bird verbindet eine wirklich außergewöhnliche Historie. „Der Flügelschlag des Glücks“ macht auch ziemlich nachdenklich, zeigt das Buch doch, wie zerbrechlich das Verhältnis zwischen Familienmitgliedern ist.

Außerdem habe ich nach Lesen des Buches direkt wieder angefangen, ein paar Dinge zu entsorgen. Kann ja nicht schaden – ich möchte mich nicht irgendwann durch ein Labyrinth von Dingen zu meinem Lesesessel kämpfen müssen.

Wenn ihr dramatische Familiengeschichten mögt, seid ihr bei Lisa Jewells Buch auf der sicheren Seite. Hier findet ihr 442 Seiten voller Liebe, Dramatik, Trauer, Verrat, Schuldzuweisungen, Missverständnissen, Neuanfängen... Das volle Programm! Ich wünsche euch gute Unterhaltung und würde mich freuen, von euch zu hören, wie es euch gefallen hat.

Weitere Informationen zu Autorin und Buch und eine Leseprobe findet ihr auf der Internetseite von Limes. Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!

Euch allen noch einen schönen (nicht so heißen) Sonntag!


Deborah