Sonntag, 20. September 2015

Robin Gold - Mein Stück vom Himmel

Nachdem mir Robin Golds "Die Liste der vergessenen Wünsche" so gut gefallen hat (ja ich weiß, ich habe keine Rezi dazu geschrieben, fand es aber trotzdem toll), wollte ich ihr neues Buch auch unbedingt lesen. Und es hat sich gelohnt...



Zum Inhalt:

Clover Gray scheint vom Glück verlassen und ist sehr verzweifelt. Sie steht kurz davor, das Haus ihrer geliebten Großmutter durch Zwangsvollstreckung zu verlieren. Außerdem läuft gegen sie auch noch ein Gerichtsverfahren, in dem es um einen sehr hohen Geldbetrag geht. Seit sie ihre Bäckerei verloren hat, steht sie vor dem wirtschaftlichen Ruin und kann sich und ihren Hund Bob kaum noch durchbringen. Als die Firma Truman zu einem Eis-Contest aufruft, bewirbt sich Clover. Tatsächlich schafft sie es in die Top 5 und hat damit die Chance auf 2 Millionen Dollar - ein Betrag, der sie von allen Sorgen befreien würde. 

Unter ihren Kontrahenten befindet sich Calvin Pepper, ein Maisfarmer, der das Geld noch dringender braucht, als Clover. Er benötigt den Gewinn für seine kleine Tochter Rosie, die sehr krank ist. Als Clover und Cal sich näher kommen, gerät Clover in einen Konflikt, denn trotz aller ihrer Sorgen ist Cals Lage im Vergleich noch viel hoffnungsloser.

Meine Bewertung:

Nach DSDS, TVOG nun ein Buch über TSDSE - Truman sucht das Super Eis! Trumans Suche nach der ultimativen Eissorte und einem würdigen Gewinner gestaltet sich durchaus spannend und witzig. Mir hat "Mein Stück vom Himmel" von Anfang bis Ende gut gefallen. Es ist eine zuckersüße Liebesgeschichte mit ganz viel leckerem Eis. Clover und Cal sind ein tolles Paar und auch ein super Team - und das, obwohl sie eigentlich Gegner im Wettkampf sind. 

Clover ist überhaupt eine durch und durch sympathische Person, weswegen sie bei ihren Gegner, dem Team von TSDSE und auch bei den Zuschauern sehr beliebt ist. Es ist ihr zwar unangenehm, dass ganz Amerika (oder zumindest der Teil, der die Show verfolgt) über ihre Finanzsituation informiert ist, aber dennoch gibt sie nicht auf. Sehr hilfreich ist dabei ihr bester Freund Sam, der ein Auge auf die gutmütige Clover hat (im Sinne von er passt auf sie auf). Das erweist sich zu einem späteren Zeitpunkt durchaus als nützlich.

Die Show hat man das ganze Buch über bildlich vor Augen - kennt man doch nun schon genug Fernsehformate dieser Art mit Challenges, dramatischen Abschieden und und und... Darüber einmal ein Buch zu lesen, ist mal etwas anderes - zumal man auch ständig die Verzweiflung der Produktionsassistenten mitbekommt, wenn der große Chef Trilby Truman wieder einmal das komplette Konzept über den Haufen wirft und sich überhaupt nicht an seine Texte hält. Truman ist überhaupt klasse - trotz Reichtum und Ruhm sehr bodenständig. Außerdem ist natürlich die Beziehung der Gegner untereinander sehr interessant, denn einer fällt aus der Reihe und ist durchaus mit Vorsicht zu genießen. 

Da es permanent um leckere Eissorten geht, hatte ich dauernd den Wunsch, sofort einen leckeren Eisbecher zu vernaschen. Schlimm genug, wenn dann so gar kein Eis in der Nähe ist...*seufz* Das Cover zum Buch ist sehr gelungen, es passt optisch natürlich hervorragend zu "Die Liste der vergessenen Wünsche". Obwohl natürlich auch irgendwie ein großer Eisbecher gepasst hätte, oder vielleicht der Bus in Form eines Eisbechers, oder Trumans Maskottchen...




Einzige Kritik meinerseits: Ich mag diese großformatigen Paperback-Bücher wirklich gerne, aber in einem Punkt sind sie durchaus verbesserungsfähig. Als sehr vorsichtiger Leser finde ich es immer ärgerlich, wenn der Rücken total rund wird und Knicke aufweist. Das ließ sich auch bei diesem Buch leider nicht vermeiden. Nennt mich kleinlich, aber ich mag es einfach, wenn die Bücher auch nach dem Lesen noch schön aussehen und sich gut hinstellen lassen.

Das ändert natürlich nichts daran, dass ich von der Geschichte mehr als überzeugt bin, sie ist luftig, leicht und wunderschön. Robin Golds neuer Roman "Mein Stück vom Himmel" ist für Fans von Liebesgeschichten und Fernsehshows aller Art - und natürlich Speiseeis-Suchtis wie mich - die perfekte Geschichte für gemütliche Stunden auf der Couch. Und mit einem Teppich (für alle nicht Baden-Württemberger: Ich meine nicht die Auslegware sondern eine Kuscheldecke...) geht Eis und Buch auch im Herbst und Winter. Eis geht eigentlich immer, ehrlich! ;-)

Eine Leseprobe, weitere Informationen zum Buch und der Autorin gibt es auf der Seite von blanvalet. Ich bedanke mich herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar.

Sollte ich euch jetzt auch Lust auf etwas zu Naschen gemacht haben, tut es mir leid, aber mir geht es ja auch nicht besser. Geteiltes Leid ist halbes Leid, ne?

Deborah







Dienstag, 15. September 2015

Sophie Kinsella - Schau mir in die Augen, Audrey

Ein gelungenes Jugenbuch-Debüt einer meiner Lieblingsautorinnen... Und ich hatte das Glück bei der Lovelybooks-Leserunde teilnehmen zu dürfen. 





Der Inhalt:

Audrey könnte ein normaler Teenager mit normalen Teenagersorgen sein. Doch leider ist das nicht der Fall, sie versteckt sich seit Monaten hinter einer Sonnenbrille und kämpft gegen Angstattacken, die es ihr unmöglich machen, wieder zur Schule zu gehen. Ihre Therapie macht Fortschritte, doch sie ist noch nicht soweit, sich wieder hinaus ins Leben zu wagen.

In Audreys Familie herrscht der normale Familienwahnsinn: Der große Bruder Frank ist ein Computernerd und nach Ansicht der gesundheitsfanatischen Mutter spielsüchtig, der kleine Bruder Felix ist einfach lieb und knuddelig und der Vater teilweise verpeilt.

Die Therapeutin bittet Audrey, eine Video-Doku über ihren Alltag zu drehen. Die Familie ist mit mehr oder weniger Begeisterung dabei. Viel interessierter an Audrey und ihren Fortschritten ist dagegen Franks guter Freund Linus...


Meine Bewertung:


Ich bin ein Fan von Sophie Kinsellas Büchern und war gespannt auf ihr erstes Jugendbuch. Meine Erwartungen wurden übererfüllt. Ich hatte von Sophie Kinsella eine schöne Geschichtet erwartet und eine Familiengeschichte mit ernstem Hintergrund locker präsentiert bekommen.

Die Geschichte liest sich toll, Audreys Krankheit wird wirklich gut beschrieben. Es geht allerdings alles nicht so sehr in die Tiefe. Zunächst beschäftigte mich unheimlich die Frage nach dem Auslöser von Audreys Panikattacken.

Ihre Familie ist irgendwie völlig abgedreht aber auch irgendwie sehr liebenswert. Besonders der kleine Felix hatte es mir angetan. Audreys Mutter ist schon ein ziemlich verrücktes Huhn. Wie sie versucht, ihren Sohn Frank von seiner angeblichen Spielsucht loszubekommen, hat bei mir für viele Lacher gesorgt - auch wenn sie doch manchmal sehr extrem ist. Frank scheint mir ein ganz normaler Jugendlicher zu sein. Er spielt zwar viel, hat aber durchaus auch andere Dinge im Kopf. Sein Freund Linus wirkt auf mich von Anfang an sympathisch. Seine Annäherungsversuche an Audrey zeigen bald keine Erfolge und er holt sie so langsam aus ihrem Schneckenhaus.

Dass es sich um ein Jugendbuch handelt, ist deutlich zu merken, aber das ist für mich kein Fehler. Audreys Genesung innerhalb kurzer Zeit nach einer solch heftigen Angststörung scheint wenig realistisch, aber ich denke, Sophie Kinsella hatte auch nie den Anspruch, ein ernstes Buch zu diesem Thema zu schreiben. Die Gründe für Audreys Angststörung lassen sich gut erahnen.
Neben Audreys Schwierigkeiten und der Familiengeschichte geht es natürlich auch um Audreys erste Liebe. Linus zeigt sehr viel Verständnis für Audrey und gesteht ihr auf zuckersüße Art seine Gefühle. Zunächst kommunizieren die beiden nur per Zettel, die der kleine Amor Felix zwischen beiden hin und her transportiert. Hier eine seiner schönen Zettelnachrichten:

"Das bleibt nicht für immer so. Es dauert so lange, wie es braucht, und dann kommst du wieder aus dem Dunkeln heraus." (Seite 110)

Auch der erste Kuss erfolgt per Zettel. Aber bald schon kommt man sich näher per Schuh-Kontakt. Das Ganze verwirrt Audrey natürlich ordentlich. Aber sie hat ja eine wunderbare Therapeutin an ihrer Seite. So jemand wie Dr. Sarah könnten wohl viele Jugendliche an ihrer Seite brauchen...

"Hör zu Audrey," sagt sie schließlich. "Ich sage das zwar nur ungern, aber sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was ein Junge denkt, nachdem er einen geküsst hat, ist leider nicht heilbar. Zumindest nicht vollständig". (Seite 219)

Als Audrey mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, wird es spannend. Es ist nicht klar, wie sie das verkraften wird, denn auch Dr. Sarah macht sich Sorgen über ihre schnellen Fortschritte. Sie befürchtet, dass Audrey zuviel Gas gibt...

Ich würde dieses Buch jederzeit weiter empfehlen, ich hatte damit viele schöne Lesestunden. "Schau mir in die Augen, Audrey" ist sehr humor- und gefühlvoll geschrieben, ich hatte häufig Lachtränen in den Augen. Insbesondere die Aktionen von "Mum" (Anne) führten bei mir zu spontanen Heiterkeitsausbrüchen. Das ist aber auch wirklich ein Original.

Mein Fazit: Lest das Buch, wenn ihr eine lustige, unterhaltsame Teenager-Lovestory und -Familiengeschichte mit einem bisschen Drama sucht. Es ist definitiv ein Buch, das für gute Laune sorgt.

Weitere Infos zum Buch und zur Autorin und eine Leseprobe findet ihr auf der Internetseite von cbj. Ich bedanke mich beim Verlag für das Leserunden-Exemplar!

Viele Grüße
Deborah

Montag, 14. September 2015

Hermien Stellmacher - Cottage mit Kater

Endlich konnte ich auf Smugglers Spuren durch Cadgwith wandern... ein wunderbarer Kurzurlaub in Cornwall (na ja, zumindest gedanklich).


Zum Inhalt:

Nora erhält von einem guten Freund ein Angebot, dem sie nicht widerstehen kann: Paul bietet ihr an, einige Zeit sein Cottage in Cornwall zu bewohnen, da er nach Kanada fährt. Nora hat schwere Zeiten hinter sich, ihre Mutter ist gestorben und ihr Lebensgefährte hat sie sitzen gelassen. In all diesem Aufruhr gelingt es ihr nicht, ihr Romanprojekt abzuschließen. Daher kommt die Ruhe in Cornwall ihr wie gerufen.

Mit der Ruhe ist es jedoch bald vorbei. Nachdem Nora einen anhänglichen, kleinen Kater gerettet hat, weicht dieser ihr nicht mehr von der Seite. Er ist zugleich Segen und Fluch, denn er macht ihr das Arbeiten nicht gerade leichter, obwohl er auch eine Inspirationsquelle darstellt. Aber er spendet ihr auch Trost, wenn sie in Erinnerungen versinkt.

Und dann ist da noch Phil. Nora weiß zunächst auch nicht so recht, was sie von ihrem gut aussehenden Nachbarn halten soll. Doch Phil ist gerne für Nora da.

Als Smuggler spurlos verschwindet, merkt Nora erst, wie sehr ihr der kleine Katers ans Herz gewachsen ist.

Meine Bewertung:

Ich habe mich schon Monate vorher auf dieses Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Es ist ein ganz anderes Buch, als die vorher von Hermien Stellmacher unter dem Namen Fanny Wagner erschienenen Bücher (Rezensionen findet ihr über meine Bücherseite), die sehr lustig waren - was jedoch nicht heißt, dass es nicht auch in "Cottage mit Kater" lustige Passagen gibt.

Es ist Hermien Stellmacher ganz wunderbar gelungen, eine Geschichte aus der Vergangenheit und Gegenwart der Autorin Nora zu verknüpfen. "Cottage mit Kater" vereint mehrere Elemente: Einerseits gibt es die Handlung in der Gegenwart, in der Nora versucht, zur Ruhe zu kommen und ihren neuen Krimi zu beenden. Dabei wird sie jedoch erfolgreich unterbrochen, von Smuggler, dem kleinen schwarz weißen Teufel, der gerne ihre komplette Arbeit durcheinander wirbelt oder Nora mit entwischten Mäusen beschäftigt. Die andere Ablenkung erfolgt durch den ansehnlichen Nachbar Phil, den Nora zunächst komplett falsch einschätzt.

Andererseits kämpft trägt Nora eine schwere Last auf ihren Schultern, da sie ständig das Gefühl hat, nicht genug für ihre schwer Demenz kranke Mutter getan zu haben vor ihrem Tod. Gleichzeitig wird sie von Albträumen und Versagensängsten verfolgt. 



Was mir an diesem Buch sehr gut gefallen hat, sind die tiefen Einblicke in das Leben eines Buchautors. Man erfährt auch so einiges über die Entstehung von Geschichten, von der Idee über die Recherche bis hin zu einer stimmigen Story ohne Lücken oder Fehler. Ich habe es schon immer geahnt, doch nun weiß ich es auch, dass eine tolle Grundidee noch lange keine spannende Geschichte macht und sehr, sehr viel Arbeit dahinter steckt. Und dafür bewundere ich jeden einzelnen Schriftsteller, der uns verzaubert und uns an anderen Leben in anderen Ländern oder gar Welten teilhaben lässt. Außerdem habe ich eine Gemeinsamkeit mit Nora (der Autorin?) entdeckt: Das Korrekturlesen von Speisekarten. Oh ja...die sorgen das eine oder andere Mal für Erheiterung. :-)

Rein vom Cover würde man vielleicht eine Lovestory mit Cat Content erwarten - aber lasst euch nicht in die Irre führen. Ja, die Liebe kommt auch nicht zu kurz, aber das ist längst nicht alles. Meines Erachtens gehört "Cottage mit Kater" auch nicht in die Kategorie "Liebesromane". Neben der oben beschriebenen Geschichte ist auch noch ganz viel Cornwall drin und man merkt, dass die Autorin die Umgebung zu Fuß erkundet hat. Das Buch ist also quasi ein all-inclusive Urlaub in Cornwall mit ganz viel Erlebnis. Nebenbei bemerkt: Ich finde das Cover wunderschön und die Farben sind genau meins. Für mich auch optisch ein Leckerbissen.

Kurz und bündig: Ich habe "Cottage mit Kater" verschlungen - um ehrlich zu sein, sogar schon zweimal. Daher kann ich es euch wirklich empfehlen. Lest es einfach selbst, ihr werdet es bestimmt auch mögen. Zieht euch einfach an euer Lieblingsplätzchen zurück und genießt einige schöne Stunden mit diesem Wohlfühlbuch. Ich denke, es ist auch ein prima Geschenk für alle Cornwall und Katzenfans.




Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin findet ihr auf der Verlagsseite von Suhrkamp/Insel Verlag. Viel Spaß beim Lesen! :-)


Das hat jetzt nur noch indirekt etwas mit dem Buch zu tun...

Nun noch ein paar Worte in eigener Sache, denn ein Zitat von Hermien Stellmachers neuem Buch passt dazu wunderbar:


Zitat von Seite 148:

Janet lächelte. "Manche Leute finden hier ein altes, längst vergriffenes Buch. Andere brauchen einfach jemanden, der ihnen zuhört."

Genauso ist es - und nicht nur in einer Buchhandlung mit alten Büchern. Dieses Zitat möchte ich verwenden, um mich bei jemandem zu bedanken. Verabschieden kann ich mich hoffentlich noch irgendwann persönlich. 

Die Buchhändlerin meines Vertrauens, Frau Ute Trapp, hat die von ihr gegründete Lohmarer LesArt vertrauensvoll in neue Hände gegeben. In den letzten Jahren wurde ich immer sehr gut beraten und hatte viele schöne, offene Gespräche mit ihr. Einmal durfte ich bei ihr sogar als einziger Gast (nebst ihr, einem Verlagsmenschen, ihrem Mann und dem Autor selbst) eine Lesung genießen - quasi ganz exklusiv.

Liebe Frau Trapp, ich weiß nicht, ob sie das hier je lesen werden, aber ich bedanke mich für die unvergesslichen Stunden in der Lohmarer LesArt, die für mich eine echte Bereicherung dieser kleinen Stadt ist. Und natürlich bedanke ich mich auch noch einmal herzlich für Ihre Unterstützung meines Blogs. Natürlich werde ich auch Ihrer Nachfolgerin die Treue halten und nicht nach Amazonien auswandern - versprochen! Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft.

Herzliche Grüße

Deborah Herm



Samstag, 12. September 2015

Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki - Ich fühl mich heut rosé

Ein neues Buch der beiden wunderbaren Autorinnen...

Copyright Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki
Darum geht es:

Beatrix Gräfin von Schlomberg, genannt Trixi, wird von ihrem betrügerischen Ehemann geschieden, der sie um eine Menge Geld gebracht hat. Sie ist enttäuscht und wütend, insbesondere auch auf das Gericht. Zu dumm nur, dass sich ausgerechnet ein Richter in sie verliebt. Lars Ranstedt hat schlechte Karten... Ihr Bruder Richard macht sich derweil Vorwürfe, Beatrix ihren Exmann vorgestellt zu haben, der nun Beatrix' Geld und auch ihren Namen besitzt. Doch schon bald haben die Geschwister, die gemeinsam mit ihrem Vater Graf Bernhard ein Barockschloss bewohnen, ganz andere Sorgen. Der Erhalt des Schlosses ist in Gefahr, da die Gewinne der gräflichen Apfelplantage die Renovierungs- und Unterhaltungskosten in Zukunft nicht mehr tragen werden. Es wird Zeit für ein neues Konzept. Hier kommt Event-Managerin Veronika Meinel ins Spiel, die schon bald eine gute Freundin für Beatrix wird und sich ständig mit Richard in die Wolle kriegt...Ein weiterer persönlicher Schicksalsschlag macht es notwendig, dass Familie und Freunde enger zusammenrücken und gemeinsam anpacken. 

Meine Bewertung:

Mir gefällt das Buch sehr gut - zumal es perfekt in den Spätsommer passt. Ich mochte alle Charaktere mit Ausnahme des Ex von Beatrix, aber auf ihn wartet ja noch eine Überraschung. Die Apfelplantage und das Barockschloss konnte ich mir gut vorstellen, sogar den Apfelgeruch hatte ich in der Nase. Die Geschichte der von Schlombergs liest sich einfach so weg, dementsprechend schnell war ich auch durch die etwas über 200 Seiten durch. Einziger Wermutstropfen ist für mich, dass ich nun auf die Fortsetzung "Rosige Zeiten" warten muss...

Die Geschichte enthält alles, was für mich ein unterhaltsames Buch ausmacht: Natürlich ist es auf eine Art eine Liebesgeschichte, aber irgendwie kommen auch noch etwas Schicksal, Familiengeschichte und Unterhaltung dazu. Es wird nie langweilig, allein schon Ricks (Richard) Sticheleien mit Veronika sind bisweilen sehr lustig - insbesondere, wenn sie ihm, dem verwöhnten Schnösel, so richtig schön kontra gibt. Das irgendwann auch noch Eifersucht ins Spiel kommt, versteht sich von selbst - da manch einer ja etwas begriffsstutzig ist und erst dann, als es fast zu spät ist, erkennt, was er für den anderen empfindet. 

Dass Trixi nach ihren Erlebnissen Schwierigkeiten hat, Männern zu vertrauen, ist verständlich. Ihre besondere Wut auf alle Richter dieser Welt macht die Sache für Lars Ranstedt sicher auch nicht leichter. Sie gibt den Richtern die Schuld daran, dass sich ihr Ex mit ihrem Namen und ihrem Geld aus dem Staub machen kann. Lars gibt jedoch nicht auf und steht Trixi als guter Freund zur Seite, als sie dringend einen braucht. Und eigentlich ist der Richter natürlich auch attraktiv und liebenswert...ob Trixi da widerstehen kann? 

"Ich fühl mich heut rosé" ist für mich ein gute-Laune-Buch, also ein solches, das auch nach einem langen, miesen Tag ein Lächeln in mein Gesicht zaubert. Insofern für mich perfekt. Ich möchte unbedingt wissen, wie es mit Trixi, Lars, Rick, Veronika und all den anderen weiter geht.

Nun noch zu den Äußerlichkeiten: Das Cover des Buches und der Titel passen wie immer sehr gut zum Inhalt, das Motiv erscheint auch in der Geschichte. Zu welchem Zeitpunkt und in welchem Zusammenhang wird natürlich nicht verraten. Insgesamt fällt mir auch auf, dass die Cover immer ansprechender werden. Mein großes Lob an die Autorinnen! 

Wenn ihr Infos zu den bisherigen Büchern und den Autorinnen sucht, werdet ihr auf der Internetseite der "Schreibkatzen" fündig. Mein Tipp: Wenn euch ein Buch interessiert, bestellt es direkt bei den Autorinnen - sie signieren die Bücher immer wunderschön und es gibt passende Lesezeichen dazu. :-)


Sigrid Konopatzki & Sylvia Filz bei einer Lesung in der Mayerschen Troisdorf
So, nun warte ich und harre der Dinge. Ich bin gespannt, wann es weiter geht... Rezensionen zu weiteren Büchern von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki findet ihr über meine Bücher-Seite

Euch allen ein schönes Wochenende!

Deborah