Samstag, 30. April 2016

Gastrezension: Markus Walther zur Biss-Reihe

Heute habe ich eine Premiere auf Deborahs Bücherhimmel: Eine Gastrezension, über die ich mich sehr freue - weil ich sie sehr unterhaltsam finde. Verfasst wurde sie von Markus Walther, dem Autor von "Buchland", "Beatrice", "Der Letzte beißt die Hunde", "Engelskirchen" und vielen, vielen lesenswerten Kurzgeschichten. Auf seiner Internetseite erfahrt ihr mehr über ihn und seine Geschichten. Was ich euch sehr empfehlen kann: Planas-Buchantiquariat. Auf diesem Blog interviewt Markus Walthers Romanfigur Herr Plana verschiedene Autoren. 

Auf diese Weise schafft es diese bekannte Biss-Reihe doch auch noch auf meinen Blog. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich keine Meinung dazu habe, ich bin leider nicht über die ersten 100 Seiten des ersten Teils hinaus gekommen. Als Anne Rice Fan war das einfach nichts für mich und ich habe das Buch abgebrochen. Die Bilder habe ich deshalb in einer Buchhandlung aufgenommen - mit Ausnahme meines kleinen Werwolfs (schade, meinen Vampir habe ich nicht mehr gefunden). 

Genug erzählt, nun gebe ich das Wort an Markus Walther...

Augenzwinkernde Sammelrezension zur Biss-Serie von Stephenie Meyer

(mit Spoiler-Warnung!)


Biss zum Morgengrauen

Ich bin kein Teenie. Ich bin nicht weiblichen Geschlechts. Keine guten Grundbedingungen, um sich Stephenie Meyer anzutun. Aber ich will ja unbedingt mitreden ...

Biss zum Morgengrauen hat also eine neue Vampir-Welle ausgelöst. Ich frage mich ehrlich warum. Der Plot ist nicht revolutionär, die darin verpackte Lovestory ist für mich ziemlich - nun ja. Wie gesagt: Ich bin kein Teenie. Und ich bin nicht weiblichen Geschlechts. Wenigstens eines von beidem sollte man sein. Denn das ständige Anschmachten ist auf Dauer recht penetrant. Diese Augen! Dieser muskulööööse Körper!
Seufz!
Wenn Bella mal wieder nach Eddies Hand greift, nur um dann zum wiederholten, wiederholten, wiederholten Male feststellt, dass seine Haut so kalt ist, stellt sich bei mir ein unfreiwilliges Schmunzeln ein. Die Idee mit den Glitzervampiren reihe ich beim Niveau von „Mein kleines Pony“ und „Glücksbärchies“ ein. Für mich ist der Hype um diese Buchreihe also nicht nachvollziehbar. Es ist leichte Kost für zwischendurch. Damit mache ich mich unter all den Fans vermutlich unbeliebt.
Seufz!
Von fünf möglichen Punkten spendiere ich dem ersten Teil drei. Meine Frau würde übrigens dem Buch glatte zehn geben ...

Biss zur Mittagsstunde

Biss zum Ende des zweiten Teils ... habe ich wacker durchgehalten. Ich muss sagen, da Eddie in weiten Teilen dieses (Hör-)Buches kaum vorkommt -und sich dadurch das Anschmachten in Grenzen hält- konnte mich die Story durchaus unterhalten. Vor allem, wenn man(n) verschiedene Story-Elemente mit einer gehörigen Portion ISSO einsprüht. (ISSO gibt es in Sprayflaschen. Damit behandelt man alles, was unter Umständen bei einer Story von Miesepetern hinterfragt werden könnte.)
Ein wenig ISSO brauchte ich für die Tatsache, dass Bella gegen Ende des ersten Teils ziemlich vermöbelt wurde. Ein durchgetretenes Bein hier, ein paar Biss-Spuren da, zahlreiche Prellungen, Schnittwunden. Das Übliche. In zweiten Teil geht es munter weiter: Sie stürzt mit dem Motorrad, schneidet sich mit Papier in den Finger (ganz schlimm), wird in Glasscherben geschleudert, schneidet sich großflächig den Arm auf, ertrinkt fast und wird von starker See gegen Felsen geschleudert. Wir erinnern uns an die Tatsache, dass sie (noch) nicht unsterblich ist!
Nun, eigentlich müsste sie zum Ende des zweiten Teils von oben bis unten mit Narben geschmückt sein. Uneigentlich ist sie natürlich immer noch hübsch. Etwas ISSO drüber, und gut is‘.

So ein Zufall, dass sie sich natürlich während Eddies Abwesenheit gleich mit dem nächsten übernatürlichen Wesen anfreundet: einem Werwolf. ISSO. Huch, die Dose ist leer.

Einige andere logische Fehler sind auch drin. Aber ... Genau. ISSO.

Während der Anschmachtphasen, die natürlich nicht fehlen dürfen, wird recht anmaßend der Vergleich zu „Romeo und Julia“ impliziert. Meinethalben.
Sie vergöttert ihn ja nur, weil sie seinen zu einem Lächeln verzogenen Lippen (Dauerformulierung der Autorin) verfallen ist. Meine Lippen kann ich auch verziehen. Zu einem unfreiwilligen Grinsen. ISSO.


Biss zum Abendrot

Egal wohin man sieht: Die Fortsetzungen der Twilight-Serie haben allerbeste Bewertungen. Stephenie Meyer wird anscheinend von Band zu Band besser. Es kann natürlich auch sein, dass nur Fans bis(s) zum Ende des dritten Teils ausgehalten haben.
Und das ist der Punkt: Entweder man liebt diese Bücher oder eben nicht.

Da das Hörbuch wegen meiner Frau nun mal auf meinem Rechner schlummert und mein iPod Futter braucht und weil das Schreiben der ersten beiden Biss-Rezensionen eigentlich ein diebisches Vergnügen bereitet hat und überhaupt ...

Kurz gesagt: Ich bin dahin gegangen, wo noch nie ein „Nicht-Fan-Von-Stephenie-Meyer“ zuvor gegangen ist. Überraschenderweise habe ich mich glänzend mit diesem Hörbuch unterhalten. So zum Beispiel auf der Autobahn A3, Kreuz Köln Ost. Da musste ich lauthals lachen! Ehrlich. Die Nachbarn im Stau haben mich zwar etwas entgeistert angesehen, aber es war mir echt egal.
Und das nur, weil ich mir eine Szene nicht aus Bellas Perspektive vorgestellt habe, sondern aus der Werwolfperspektive ...

Folgende Situation: Jacob, der Möchtegern-Ersatz-Lover, der immer dann einspringen muss, wenn Eddie mal wieder an Selbstzweifeln nagt, hat folgende Erkenntnis: „Bella liebt mich!“ Er hat auch noch eine zweite Erkenntnis: „Bella weiß es noch nicht.“
Deshalb beschließt er sie zu erpressen, damit sie ihn küsst. Und endlich, als sich ihre Lippen berühren, sieht sie es tatsächlich ein: „Ja, ja, ja - ich liebe ihn.“
Aaaaaah ja.

Ich bin in einer ähnlichen Situation: Ich bin ein Fan und liebe diese (Hör-)Bücher! Ich weiß es nur noch nicht. Vielleicht sollte ich meinen iPod küssen?

Biss zum Ende der Nacht

Schon in der Schule habe ich es gelernt: Eine Geschichte braucht eine Einleitung, in der alles einführend erklärt wir. Eine Geschichte braucht einen kurzweiligen Mittelteil. Und eine Geschichte braucht einen Höhepunkt, der kurz und knackig daher kommt und den Leser auf irgendeine Weise überrascht. Zum Schluss kommt noch etwas auflösendes Geplänkel.

Der Höhepunkt der „Bis(s)“-Reihe präsentiert tatsächlich eine überraschende Überraschung, die so innovativ ist, dass kein anderer Autor dies zuvor gewagt hat.

Doch bevor ich an dieser Stelle weitererzähle, gibt es von mir zunächst mal eine außerordentliche SPOILER-Warnung. Wer das Buch noch lesen möchte, sollte ab hier definitiv nicht weiterlesen.

Zurück zu dem, was wir in der Schule gelernt haben ... Frau Meyer war definitiv auf einer anderen Schule! Zuerst kommt das auflösende Geplänkel. Bella wird endlich geheiratet und dann endlich von Edward begattet. Endlich! Endlich! Endlich!
Dann kommt der Höhepunkt: Ein Schuss, ein Treffer (zumindest in der gekürzten Hörbuchfassung) und Bella ist überraschend schwanger (schon mal was von Verhütung gehört, Bella?), bekommt äußerst dramatisch ihr Kind.
Dann kommt der Mittelteil, der relativ ereignislos dahinlangweilt. Dabei werden auf Biegen und Brechen Friede und Freundschaft (zwischen Eddie und Jacob, den Werwölfen und den Vampiren, Bella und jenen Vampiren, die sie bis dato nicht leiden konnten) geschaffen.

Das große Finale überrascht mit einem Endlos-Dialog zwischen diversen Vampiren und den pöhsen, pöhsen Volturi. Sie möchten kämpfen. Es geht um Macht. Es geht um den Fortbestand der Vampire. Es geht um Gier und Sex.
Und dann... Und dann ... Tja dann...

Dann sagen die Volturi: „Schön, dass wir mal drüber gesprochen haben. Man sieht sich.“ Sie machen auf dem Absatz kehrt und tschüss.
Kein Scherz! Das dramatische Finale ist das Ausbleiben eines Entscheidungskampfes! Während Bella noch erstaunt überlegt, ob nun alles vorbei ist, wird in Villarriba schon getanzt ...

Fazit: gepflegte Langeweile, die in der Hörbuchfassung zudem inhaltlich totgekürzt wurde.

Eigentlich endet hier die Rezi. Aber noch eine Anmerkung zum Subtext. Tatsächlich hat die Twilight-Serie sowas. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es Absicht ist ...
Politisch korrekte Vampire leben uns amerikanische Werte vor. Die Botschaft: Sei Vegetarier und habe keinen Sex vor der Hochzeit! Fehlt nur noch: „In God we trust!“. Aber das war nun wirklich nicht mehr LOGISCH unterzubringen. (Obwohl Logik nicht unbedingt der Faden war, der Twilight zusammenhielt.) ISSO.


Um Shitstorms zu vermeiden: Liebe Fans der Autorin, Stephenie Meyer hat eine Genre-Serie erschaffen, die im Erfolg ihresgleichen sucht. Die Wünsche ihres Zielpublikums hat sie erfüllt. Sie hat also im Grunde alles richtig gemacht und verdient somit auch meine Achtung.



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Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spaß mit der Rezension, wie ich ihn hatte. Lämpchen vergebe ich keine, denn es ist ja nicht mein Senf zu den Büchern/Hörbüchern. ;-)

Ganz herzlichen Dank, lieber Markus Walther! Ich hoffe, diese Gastrezension inspiriert andere Leser zu weiteren Beiträgen. Schreibt mir einfach, wenn ihr Lust habt, hier eine Rezension zu veröffentlichen.

Ein schönes Wochenende!

Deborah



Und der Preis geht an...

Hallo zusammen,

ich finde es klasse, dass so viele bei meinem Gewinnspiel zum Welttag des Buches und der Aktion "Blogger schenken Lesefreude" teilgenommen haben. 28 Teilnehmer(innen) - das hatte ich schon lange nicht mehr. Aber es geht ja auch um ein tolles Buch. 



Vielen, vielen herzlichen Dank für eure schönen Kommentare. Es freut mich besonders, dass sich alle Gedanken gemacht und meine Frage teilweise sehr ausführlich beantwortet haben. Und weil das so war und mir alle Antworten sehr gut gefielen, habe ich letztendlich doch das Los entscheiden lassen. 

So, nun will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen, hier ist die Gewinnerin:



Herzlichen Glückwunsch, liebe Yvonne! Du hast mit deinem Kommentar gewonnen. Bitte schicke mir deine Adresse über mein Formular auf der Kontaktseite oder die Adresse deborahs_buecherhimmel@gmx.de zu, damit das Buch bald auf die Reise gehen kann. 



An alle anderen: Bitte nicht traurig sein. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal. Es ist mit Sicherheit nicht das letzte Gewinnspiel auf meiner Seite. Unter anderem ist im Juni ja schon wieder mein Bloggeburtstag. Da lasse ich mir sicher auch wieder etwas einfallen. Schaut einfach mal wieder vorbei. 

Liebe Grüße
Deborah

Ps: Ich werde auch immer auf meiner facebook-Seite mitteilen, wenn es ein neues Gewinnspiel gibt. Kleiner Wink mit dem Daumen. ;-)

Samstag, 23. April 2016

2 Lesungen, 1 Autorin – und viele Sternchen für euch

Dieses Jahr regnet es Sterne...

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Welttag des Buches – den Feiertag für alle Buchsüchtigen weltweit. Wie angekündigt, bin ich auch in diesem Jahr bei der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ teil. Und ich habe euch dieses Jahr einen echten Leckerbissen, von Susanna Ernst signiert:


Schön, oder? So viele glitzernde Sterne. Das Buch ist dieses Mal sogar nagelneu für euch gekauft.

Es war in der letzten Zeit wieder etwas ruhig hier – das hat nun wieder ein Ende. Wir steckten in den letzten zwei Wochen voll in den Vorbereitungsarbeiten für unsere erste Wohnzimmerlesung. Aber beginnen wir von vorne: Bei Nicoles Aktion Weihnachtsengel 2014 habe ich eine Wohnzimmerlesung mit Susanna Ernst ersteigert. Aus verschiedensten Gründen hat sich der Termin „etwas“ verzögert. Aber am 17.04.2016 war es endlich soweit und Susanna stellte uns ihr aktuelles Taschenbuch „Immer wenn es Sterne regnet“ vor.


Dass genau in dieser Woche auch Susanna Ernsts Lesung in der Buchhandlung LesArt in Lohmar stattfand, war ein schöner Zufall. Denn diese Lesung haben wir natürlich auch besucht – eine Lesung mit musikalischer Begleitung durch Gabriela Jäkel. Davon will ich euch als erstes berichten.


Darum geht es im Buch:

Als Mary auf einem Trödelmarkt einen alten Sekretär erwirbt und darin ein Bündel Briefe findet, stürzt sie Hals über Kopf in eine Geschichte, die ihr Leben für immer verändert. Es sind Liebesbriefe aus den 1920er Jahren, geschrieben von einem gewissen Adam an seine heimliche Angebetete Gracey. Die sehnsüchtigen Zeilen treffen Mary mitten ins Herz, und sie beschließt, mehr über das ungleiche Paar und ihre verbotene Liebe herauszufinden. Dabei entdeckt Mary etwas, womit sie nie gerechnet hätte; und als der Himmel plötzlich aufreißt und es mit einem Mal Sterne regnet, wird der Ausflug in die Vergangenheit zu einer Reise zu sich selbst.




Die Lesung in der LesArt fand in kleinem Kreis statt. Wir wurden bei Wein eingeladen, Susanna Ernst und Gabriela Jäkel zuzuhören und den Abend zu genießen. Und das war ein großes Vergnügen. Die Autorin stellte uns in der Lesung die Protagonisten ihres Buches vor und passend dazu den Soundtrack, der sie während des Schreibens begleitete. 




Nachdem wir also Adam, Gracey, Mary, Jeremy und den geheimnisvollen Eliah vorgestellt bekamen, lauschten wir Snow Patrols „Chasing Cars“ und Katie Meluas „Nine Million Bicycles“ und noch einem dritten Song, den ich hier aber nicht verrate (nur falls ihr auch noch eine Lesung zu diesem Buch besuchen solltet...). 





Die Deko in der LesArt war auch sehenswert und entsprach dem Motto des Abends. Frau Gaukel und ihr Team haben uns einen gelungenen Abend beschert. Wir freuen uns schon auf weitere Lesungen/Veranstaltungen dieser Art.




Die Lesung war wieder sehr schön, weil Susanna nicht nur unheimlich schöne Bücher schreibt sondern auch sehr unterhaltsam liest – gerne auch mit Akzent. Die Zeit flog nur so dahin und ziemlich schnell war der Abend auch schon wieder vorbei, nachdem einige (wenige) Fragen beantwortet und Bücher signiert wurden. 

Aber wir hatten ja noch die Vorfreude auf die Privatvorstellung bei uns zu Hause. Das Ganze in einem gemütlichen Rahmen mit lieben Freunden und leckerem Essen. Wir haben Susanna einen schönen Leseplatz eingerichtet und waren sehr gespannt, wie das Buch bei unseren Gästen ankommt.



Alle hörten gespannt zu...

...während Susanna ganz entspannt vorlas und erzählte...





Da sich (fast?) alle danach das Buch gekauft und signieren ließen, gehe ich davon aus, dass es gefallen hat. Das lag sicherlich zum einen am sympathischen Vortrag und am Inhalt des Buches, zum anderen sicher aber auch an der Autorin selbst. Wir hatten sehr viel Spaß und es wurden massig Fragen gestellt. Unter anderem erfuhren wir, wie die richtige Geschichte, zum richtigen Zeitpunkt mit einem Quäntchen Glück zum ersten Buch von Susanna wurde. Und auch, wie ein Alptraum dein Leben verändern kann - zum Positiven. 



Beim gemeinsamen Essen wurden noch viele schöne Anekdoten ausgetauscht und viel gelacht. Ein rundum gelungener Sonntag Nachmittag zu dem auch die Gäste beigetragen haben. Jeder brachte noch eine Kleinigkeit mit, sodass wir auch richtig lecker schlemmen konnten. Und beim nächsten Mal klappt dann auch meine zeitliche Organisation besser - hoffe ich....



Und so vergingen die Stunden im Flug. Bald war es Abend und alle machten sich satt und (hoffentlich) mit vielen schönen Erinnerungen auf den Heimweg. Wir möchten uns noch einmal bei jedem einzelnen bedanken für diesen unvergesslichen Nachmittag und auch die lieben Geschenke. Insbesondere natürlich auch bei Susanna Ernst, die das Ganze überhaupt erst möglich gemacht hat.  

So, nachdem ihr so lange durchgehalten habt, kommen wir zu dem für euch vermutlich interessantesten Teil: Die Verlosung des Buches.




Es ist bei mir schon zu lange her, dass ich "Immer wenn es Sterne regnet" gelesen habe, denn ich habe es direkt verschlungen, als das E-book rauskam. Deshalb möchte ich jetzt auch keine komplette Buchbeschreibung abgeben. Vielleicht nach dem nächsten Mal lesen. Was ich aber sagen kann: Ich habe mich in jedes einzelne von Susannas Büchern verliebt. Die Geschichten sind nicht nur romantisch sondern auch außergewöhnlich. Die kleine (große?) Prise Übersinnliches macht die ungewöhnlichen Liebesgeschichten lesenswert. Ich mochte das teilweise sehr dramatische Buch "Deine Seele in mir" genauso wie "Das Leben in meinem Sinn" und fand, dass "Immer wenn es Sterne regnet" sogar noch einen Hauch schöner war. Die Geschichten gewinnen von mal zu mal an Glanz und ich bin froh, dass der glückliche Zufall Susanna dazu brachte, Bücher zu schreiben und zu veröffentlichen.

Mehr über Susanna Ernst und ihre Bücher erfahrt ihr auf ihrer Internetseite oder auf ihrer Facebookseite. 


Ihr habt jetzt die Chance, dieses Buch zu gewinnen. Es lohnt sich - jede einzelne Leseminute! Was ihr dafür tun sollt? Schreibt mir einen schönen Kommentar und sagt mir, was euch glücklich macht. Es muss nicht das ganz große Glück sein - aber was sind eure kleinen Glücksmomente? 


Die Teilnahmebedingungen:


- Beantwortet bitte die Frage - denn eure Antwort entscheidet. ;-)

- Oben gezeigtes Buch werde ich an denjenigen vergeben, dessen Antwort mir am besten gefällt. Das Gewinnspiel läuft bis zum nächsten Samstag, 30.04.2016, 12 Uhr. Danach werde ich im Laufe des Tages den Gewinner bekannt geben. Ihr solltet also spätestens Sonntag vorbei schauen, falls ihr keine Kontaktmöglichkeit angegeben habt.
- Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren (oder mit Einverständnis eurer Eltern) innerhalb der EU.
- Wenn sich der Gewinner nach einer Woche nicht gemeldet hat, wird der Preis neu vergeben.
- Ich übernehme keine Haftung für den Verlust beim Versand.

Ich glaube, das wäre alles. Nun legt los, bombardiert mich mit Kommentaren!


Liebe Grüße


Deborah


Sonntag, 3. April 2016

Kerstin Klein - Lassen Sie mich durch, ich bin verliebt

Ein neues Buch von Kerstin Klein??? Musste ich lesen...


Darum geht es:

Jessie und ihre Freundin Charlie machen sich selbstständig und übernehmen die Polizeikantine. Alles wäre wunderbar, wenn nicht als einer der ersten Gäste Gabriel, Jessies unvergessene Jugendliebe und ihre größte Enttäuschung, dort auftauchen würde. Jessie hatte keine Ahnung, dass aus dem Jungen, der ihr einst das Herz brach, nun ein heißer, erwachsener Kommissar geworden ist. 

Zum Glück ist Jessie ja vernünftig und hat eine zuverlässigen Freund. Robert ist Steuerberater, Ende 40, und er würde sie nie enttäuschen (aber leider auch nicht überraschen). Dumm nur, dass bei jeder Begegnung von Jessie und Gabriel die Luft brennt. Und sie begegnen sich naturgemäß sehr häufig...


Meine Bewertung:

Ich bin zwiegespalten. Von Alice und Nick war ich ja ein großer Fan, einfach weil es so viel zu lachen gab mit Alice. Völlig abstruse Situationen und eine schusselige Alice.

Mit Jessie und Gabriel gibt es auch viel zu lachen, dennoch konnte mich "Lassen Sie mich durch, ich bin verliebt", nicht 100%ig packen. Es ist schwer zu erklären, warum. Die Geschichte wirkt auf mich etwas unentschlossen, zu viel Themen auf einmal, sogar die psychologische Schiene kommt noch rein. Das ist schade.


Vermutlich liegt es aber auch an Robert, ich mag ihn überhaupt nicht. Er ist komplett außen vor, denn eigentlich ist der Null Konkurrenz für Gabriel. Jessie ist Anfang 30, quirlig, jung, farben- und lebensfroh. Robert dagegen ist ein gesetzter Endvierziger, farblos und benimmt sich wie ein alter Ehemann von vielleicht 60+. Er liebt seine komplett braun eingerichtete Wohnung, Kochen und Essen zu Hause, vorgeplante Fernsehabende mit Dokus. Ausgehen? Ja sicher, mit den noch älteren Geschäftspartnern. 

Robert ist für mich einer von den langweiligen Beigen (ihr wisst schon, diese Leute, die sich von Kopf bis Fuß in Beige kleiden - diese Nichtfarbe...). Jessie ist sympathisch und liebt Spaß mit Freunden, Parties und sogar noch Disco. Man könnte also sagen, die beiden trennen Welten. Und keiner, nicht einmal ihre Mutter, kann verstehen, warum Jessie mit Robert zusammen ist. Dagegen sind alle, inklusive Jessies Mutter, Fans von Gabriel. Ich auch - obwohl auch er durchaus seine Macken hat. Aber was soll's, er ist wenigstens nicht langweilig. 


Schön, lustig und romantisch sind die Parts wenn Jessie und Gabriel aufeinander treffen und ordentlich die Funken sprühen. Man weiß natürlich genau, wie es enden muss, aber irgendwie passiert immer wieder irgendetwas, das das Vertrauen des einen oder anderen schwinden lässt. Deswegen fragte ich mich ab Seite 200, was nun noch kommt. Eigentlich war zu diesem Zeitpunkt alles so, wie es sein sollte, die Geschichte hätte zu Ende sein können, aber natürlich passierte dann noch etwas. Die dann folgenden Geschehnisse zogen die Geschichte etwas in die Länge und machten sie nicht unbedingt interessanter. Hätte Robert wenigstens noch etwas Kampfgeist entwickelt, wäre vielleicht noch etwas Spannung entstanden. Mir persönlich gefiel der Schluss nicht so gut - oder besser der Weg dahin.

Mein Fazit:

Für 5 Lämpchen reicht es diesmal für mich leider nicht. Ich gebe Kerstin Kleins neuem Buch aber gerne 4 Lämpchen. 


Die ersten 200 Seiten hätten von mir auch mehr bekommen, aber die letzten 150 Seiten zogen für mich die Story in die Länge und haben meine Begeisterung vom Anfang etwas relativiert. Nichtsdestotrotz mag ich "Lassen Sie mich durch, ich bin verliebt" und Kerstin Kleins Bücher. Ich freue mich immer wieder, etwas Neues von ihr zu lesen.

Weitere Infos zum Buch und der Autorin findet ihr auf der Internetseite von blanvalet. Ich bedanke mich herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar.


Ich wünsche euch viel Spaß mit Jessie, Gabriel und - okay auch mit ihm - Robert. :-)


Deborah