Montag, 3. April 2017

Liv Jansen - Oma wird erwachsen


Whistle Stop Café Feeling in Seestein. Was für eine herrliche Geschichte. Sie ist genauso lustig, wie sich der Klappentext anhört und das Cover aussieht.



Darum geht es:

Oma Edith, 76 und seit Längerem Witwe, ist für alle da, immer. Sie hilft im ganzen Ort aus, wo sie gebraucht wird. Sei es in der Bäckerei, der Gaststätte … Wenn jemand fragt, hilft Oma Edith – und das, ohne irgendeine Gegenleistung oder gar selbst Hilfe zu bekommen. Und plötzlich klappt sie zusammen. Ihr Arzt diagnostiziert Burn-out. Oma hält das für Quatsch. Glücklicherweise brauchen Isabell, von ihrer Oma liebevoll „Klößchen“ genannt, und ihr bester, homosexueller Freund Kalle, von nun an von Oma politisch völlig unkorrekt aber ebenso liebevoll „Schwuppi“ genannt, eine Auszeit von der Stadt. Isabell hat ihren verhassten Assistentinnen-Job verloren und Kalle seinen Kosmetiksalon. Sie haben also Zeit, um sich um Oma zu kümmern und ihr beizubringen, nein zu sagen.

Das und die Tatsache, dass der schmierige Immobilienheini Winkelbach Seestein heimsucht, versetzt den ganzen Ort in Aufruhr, der auch nicht besser wird durch die Tatsache, dass Isabell, Kalle und Oma eine Idee haben und Wellnesskurse anbieten möchten. Chaos ist vorprogrammiert, aber zum Glück ist Dorfpolizist Hulle zur Stelle. Und dann sind da ja noch dieser attraktive Tierarzt Stephan und sein Cousin Matthias, der Therapeut ...




Meine Bewertung:

Was habe ich gelacht. Oma Edith ist einfach großartig und absolut tiefenentspannt. So eine Oma wünscht sich sicher jeder. Sie ist körperlich und geistig voll im Saft nur etwas erschöpft von den ganzen Sonderaufgaben, die ihr die Ortsbewohner von Seestein aufhalsen. Wie gut, dass Isabell und Kalle zur Rettung eilen. Auch wenn Kalle auf dem Land eigentlich hoffnungslos verloren ist. Seestein ist ein Ort an der Ostsee voller verschrobener Dorfbewohner, dunkler Geheimnisse aus der Vergangenheit, aber ansonsten stinklangweilig. Weshalb auch so gut wie alle jungen Bewohner weggezogen sind. Schade eigentlich, es klingt nach einem liebenswerten und ursprünglichen Ort.

Zwei Situationen in dem Buch ließen mich sofort an zwei Filme denken, die ich selbst sehr gemocht habe. Zumindest einer davon wird sogar im Buch genannt: „Grüne Tomaten“. Wenn ihr es lest (und den Film kennt), werdet ihr bestimmt ebenfalls diese eine kleine Sache entdecken. Eine andere Szene erinnerte mich an „Babyboom“ mit Diane Keaton. Diese eine Szene mit dem Tierarzt …

Das Schöne an „Oma wird erwachsen“ ist, dass es zwar sehr lustig, aber nicht total überzogen ist. Also ja, manchmal schon ein bisschen, aber eben nicht so sehr, dass es total unglaubwürdig wird. Und dafür, und auch für die liebenswerten Charaktere, liebe ich dieses Buch. Vielleicht wird es euch ja ähnlich ergehen. Es ist auch ein wenig romantisch, aber eben kein richtiger Liebesroman. Und ein wenig spannend, aber kein Krimi. Ein echt gelungener Mischmasch, bei dem keine Langeweile aufkommt – dazu ist das Buch auch viel zu schnell zu Ende. Ich hätte nun glatt mal Lust, an die Ostsee zu reisen. Aber eigentlich ist die Nordsee zuerst dran.


Mein Fazit:

Einfach toll, lustig, lesenswert, perfekt. Deshalb gibt es wieder einmal 5 Lämpchen - diesmal absolut verdient an Oma Edith und ihre Leuchten beziehungsweise ihre Erleuchteten.


Wenn ihr auf der Suche nach einem lustigen Urlaubsbuch (vielleicht sogar für einen Urlaub an der Ostsee?) seid, solltet ihr euch Oma Edith einmal anschauen. Und falls ihr nicht in Urlaub fahrt: Macht nichts, Oma bringt euch die Sonne auch nach Hause.

Weitere Informationen zur Autorin und zum Buch (inklusive Leseprobe) findet ihr auf der Internetseite von HarperCollinsGermany

Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar ganz herzlich bei HarperCollinsGermany und MIRA Taschenbuch.





Ich wünsche euch einen guten, entspannten Start in die neue Woche!


Deborah









Sonntag, 2. April 2017

Kristen Proby - Für Happy Ends gibt's kein Rezept


Der Auftakt einer neuen, heißen Reihe rund um das Restaurant „Seduction“ und seine fünf Inhaberinnen und Freundinnen Addie, Cami, Mia, Kat und Riley.


Darum geht es:
Das „Seduction“ ist der Geheimtipp. Ein hippes, erotisches Restaurant mit einer verführerischen Küche. Mit diesem Restaurant haben sich fünf Freundinnen einen Traum erfüllt. Das Restaurant läuft gut, doch eine Kleinigkeit fehlt noch: Livemusik. Addie macht sich auf, einige junge Talente zu sichten. Sie ist sehr erstaunt, den berühmten Rockstar Jake Knox auf der Bühne zu entdecken. Als er kurz danach im Restaurant erscheint, um sich für den Job zu bewerben, kann sie ihr Glück kaum fassen. Addie hat allerdings einen gefährlichen Hang zu Rockmusikern und muss Jake klar machen, dass sie kein Interesse an ihm hat – zumindest keines, das sie zugeben würde....


Meine Bewertung:
Ein absolut gelungener Auftaktband der vermutlich fünfteiligen Reihe. Der nächste Teil kommt bereits in drei Monaten heraus. Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf „Eine Prise Liebe“

Das Cover im Handlettering-Style ist mir direkt ins Auge gestochen (scheint jetzt wieder ein neuer Trend zu sein, habe schon das nächste entdeckt ...), findet ihr es nicht auch toll? Die Schrift, die Farben – einfach ein Traum und für mich magischer Anziehungspunkt.

 „Für Happy Ends gibt’s kein Rezept“ hat mir genau das geboten, was ich erwartet habe. Eine ordentliche, mit mehr als einer Prise Erotik gewürzte, Liebesgeschichte mit Irrungen und Wirrungen, die mir das Wochenende versüßt hat. Die fünf Freundinnen Addie, Cami, Mia, Kat und Riley sind alle sehr unterschiedlich, haben aber zumindest einen gemeinsamen Traum: das „Seduction“. Wobei jede von ihnen Single ist – was vermutlich nach Band 5 nicht mehr der Fall sein wird …



In diesem ersten Band geht es jetzt aber erst einmal um die toughe aber doch gleichzeitig sehr verletzliche Addie, die Restaurantmanagerin, und Jake Knox, der ebenfalls seine Wunden aus der Vergangenheit leckt. Alle beiden haben ein Vertrauensproblem und ziehen sich doch gegenseitig an (und stoßen sich ab), wie zwei Pole. Aber wehe sie treffen aufeinander, dann knistert die Luft und die Spannung ist greifbar. Es wird heiß!

Mir hat dieser Auftakt sehr gut gefallen, ich möchte unbedingt wissen, wie die anderen vier Frauen quasi „an den Mann gebracht werden“. Fünf wunderschöne Freundinnen, die gemeinsam ein Restaurant führen, kommen mir zwar etwas unrealistisch vor (wegen Zickenalarm …), aber wen interessiert das schon? Hauptsache die Story ist sexy und macht Spaß.

Mein Fazit:
Für den Serienstart gibt es von mir ganze 5 Lämpchen, weil ich bestens unterhalten wurde und viel Spaß hatte. Macht eindeutig Lust auf mehr!


Weitere Informationen zum Buch und der Autorin findet ihr auf der Internetseite von HarperCollinsGermany. Schaut doch mal vorbei, eine Leseprobe gibt es dort ebenfalls zu finden.

Ich bedanke mich auch für dieses Buch bei HarperCollinsGermany und MIRA Taschenbuch (MTB).

Viele Grüße
 
Deborah