Sonntag, 20. August 2017

Stephan Orth - Couchsurfing in Russland

Nachdem die Buchhändlerin unseres Vertrauens dieses Buch wärmstens empfohlen hat, ist "Couchsurfing in Russland" von Stephan Orth an Ostern bei uns eingezogen. Ein kalorienarmer aber dennoch gehaltvoller Osterhase...


Der Klappentext/Inhalt:

Das erste Russland-Buch ohne Bären und Balalaikas!

Was ist Propaganda, was ist echt? Über keinen Teil der Erde ist die Informationslage verwirrender als über Russland. Da hilft nur: hinfahren und sich sein eigenes Bild machen. Zehn Wochen lang sucht Bestsellerautor Stephan Orth zwischen Moskau und Wladiwostok nach kleinen und großen Wahrheiten. Und entdeckt auf seiner Reise von Couch zu Couch ein Land, in dem sich hinter einer schroffen Fassade unendliche Herzlichkeit verbirgt. (Quelle: Piper)


Der Autor:

Stephan Orth, Jahrgang 1979, studierte Anglistik, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie und Journalismus. Von 2008 bis 2016 arbeitete er als Redakteur im Reiseressort von SPIEGEL ONLINE, bevor er sich als Autor selbstständig machte. Für seine Reportagen wurde Orth mehrfach mit dem Columbus-Preis ausgezeichnet. Er ist Autor des Nr.1-Bestsellers »Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt«. Bei Malik erschienen seine Bücher »Opas Eisberg« und »Couchsurfing im Iran: Meine Reise hinter verschlossene Türen«, das Platz 4 der SPIEGEL-Bestsellerliste erreichte und dort mehr als 70 Wochen lang vertreten war. Seit März 2017 ist der Nachfolger »Couchsurfing in Russland« erhältlich. (Quelle: Piper)




Meine Meinung:

Ich hab dieses Buch verschlungen. Der Autor nimmt einen mit auf eine abenteuerliche Reise durch ein uns unbekanntes Russland und zeichnet ein Bild von Land und Leuten, das so ganz anders ist als wir es durch die Medien kennen zu glauben.

Russland ist so unglaublich groß, dass jede Region eine kleine Welt in einer größeren Welt darstellt, in der es möglich ist - ohne das Land zu verlassen - quasi eine kleine Weltreise zu machen. Durch die Karten zu Beginn jedes Kapitels und in den Buchklappen vorne und hinten ist die Reiseroute nachzuvollziehen, ohne die Orientierung zu verlieren.

Wie sehr unser Bild von Russland und beispielsweise dem Kaukasus von den Medien geprägt ist, zeigt das Kapitel über Grosny. Irgendwie hat man im Hinterkopf, dass in Tschetschenien noch alles in Trümmern liegt. Inzwischen ist die Stadt wieder aufgebaut, mit einer imposanten Hochhaus-Skyline, die einen eher an die Arabischen Emirate erinnern als an Russland.

Der Autor beschreibt in seinem Buch auch seine Gastgeber, die unterschiedlicher nicht ausfallen könnten, und gibt erste Einblicke in Kultur, Sprache und Gepflogenheiten der Menschen in den jeweiligen Regionen. Viele Farb- und Schwarz-Weiß-Fotos sorgen für die visuellen Einblicke in dieses weite und schöne Land.


Persönlich haben mir die Kapitel am besten gefallen, die die Reise durch Sibirien beschreiben. Das Altai-Gebirge, die Weltuntergangssekte und natürlich Mirny, die Stadt, in der das gigantische Tagebauloch der Diamantenmine als „Arschloch der Welt“ betitelt wird. Es ist die Touristenattraktion von Mirny, ansonsten gibt es noch ein paar ausgemusterte Tupolews am Flughafen der Stadt zu sehen.

Abschließend kann ich sagen, dass auch bei mir, wie in anderen Rezensionen zu diesem Buch oft erwähnt, die Lust aufgekommen ist, in den Flieger zu steigen, um einige der besuchten Regionen selbst zu erleben. Bis es irgendwann mal soweit ist, tröste ich mich mit Pelmeni, Wareniki und anderen russischen Leckereien über das Fernweh hinweg.

Und ja, natürlich gibt es von mir von 5 von 5 Lämpchen.


Ich freue mich schon auf das kommende Buch und auch auf "Couchsurfing im Iran" - was nun definitiv auf meiner Wunschliste steht.

Einen schönen Sonntag!

Dirk

Ps: Über Empfehlungen für leckere, russische Rezepte oder Kochbücher würde ich mich freuen. Wenn ihr welche habt: Immer her damit. 😄






Donnerstag, 17. August 2017

Mal etwas anderes: Eine Kalenderrezension

Das ist wieder einmal eine Premiere. Ich habe noch nie eine Rezension zu einem Kalender geschrieben. Warum nicht? Vielleicht hilft mir das ja über meine derzeitige Rezensionsschreibblockade hinweg? Hier also mein Eindruck zum Taschenkalender "Mein Einhorn" 2018 (EAN 42 508096 3073 1) aus dem Dumont Kalderverlag.

Angefangen hat alles am 10.06.2017 auf der zweiten Litblog-Convention bei Bastei Lübbe in Köln. Es war wieder ein grandioser Tag mit vielen sympathischen Buchmenschen. Wir hatten sehr viel Spaß.

Unter anderem hat sich uns der Dumont Kalenderverlag vorgestellt mit seinem umfangreichen Kalenderprogramm für 2018. Ein Highlight davon durften wir direkt mitnehmen: Einen großen Wandkalender mit Torsten Woywods eindrucksvollen Bildern aus Buchläden rund um die Welt, nachdem er uns von seiner Reise erzählt hat. Aber darüber berichte ich euch dann ein anderes Mal (wenn ich auch das passende Buch dazu habe).

Ich habe mich spontan in diesen pinkfarbenen Taschenkalender verliebt. Farbe, Struktur, die Größe, die Aufteilung, 2 Lesebändchen und noch ein frecher Spruch, der zum nervigen Alltag passt:


Nein, es ist kein Einhorn abgebildet - weder auf dem Einband noch innen drinnen. Aber das muss auch gar nicht sein. In dem sehr umfangreichen Katalog fand ich noch viele schöne Kalender, die ich gerne haben würde - richtige Kunstwerke. Doch leider habe ich gar nicht so viel Platz an den Wänden (ihr ahnt es sicher: Bücherregale...).

Ich kann es noch gar nicht fassen, dass ich bereits im Juni alle Kalender für das kommende Jahr 2018 parat habe, noch bevor die ersten Weihnachtssüßigkeiten in den Supermärkten angekommen sind und das Jahr gerade mal zur Hälfte um ist. Wahnsinn!


Zu den ersten, äußeren Eindrücken:

Mich spricht der Kalender sowohl von der Optik als auch von der Haptik her an. Die Größe (ca. 16,5 x 12,5 cm) ist optimal für meine Handtasche und auch für den Rucksack. Super finde ich die helle Farbe. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich bin immer fluchend auf der Suche nach sämtlichen dunklen Kleinteilen in meiner kleinen-Wohnung-to-go. Ja, auch ich gehöre zu den Frauen, die vom Pflaster über Deo bis hin zu Kaugummis quasi den kompletten Hausstand mit sich herumschleppt.

Der Kalender fühlt sich wie ein kleines Hardcover-Buch an. Wenn ich ihn nicht sehe, kann ich ihn wenigstens gut ertasten in meiner Tasche.

Nun aber zu den inneren Werten:

Wenn du den Kalender öffnest, siehst du als erstes diese Seite:


Nein, ich habe noch nichts ausgefüllt. Das mache ich erst Ende des Jahres.

Nach dieser und der Seite für die Adresse folgt eine Jahresübersicht für 2018 und im Anschluss das Kalendarium, das genügend Platz lässt für die täglichen Eintragungen, aber auch nicht übermäßig groß ist. So sieht das Ganze aus


Da ich nicht sonderlich viele Termine habe, ist diese Größe für mich persönlich optimal.

Im Anschluss an das Kalendarium gibt es eine weitere Gimmicks: Eine Jahresübersicht für 2019, eine Übersicht internationaler Maßeinheiten und Größen, Übersichten für internationale Vorwahlen und Schulferien, Listen für die Urlaubsplanung und das Kofferpacken, ein Geburtstagskalender, Listen für Geschenkideen und ausgeliehene Dinge, To Do Listen, Platz für Skizzen und Adressen. Und zu guter Letzt Platz, um seine Gedanken für/über 2018 festzuhalten.


Mein Fazit:

Ich mag meinen neuen Einhornkalender und freue mich auf ein rosa Jahr 2018. Eine klitzekleine Kleinigkeit habe ich vermisst: Irgendwie hatte ich erwartet, dass innen noch mehr Sprüche sind - vielleicht zur Aufteilung zwischen den einzelnen Monaten (so kenne ich es von anderen Kalendern). Der Kalender ist dadurch aber nicht weniger schön. Es ist eher ein "hätte ich gerne gehabt", für das ich keinen Punktabzug machen möchte. Von mir gibt's 5 Lämpchen.


Weitere Informationen zu diesem Schmuckstück findet ihr auf der Seite des Dumont Kalenderverlages.


Ich bedanke mich herzlich beim Dumont Kalenderverlag für dieses schöne Testexemplar und das nette Gespräch auf der Litblog!

In diesem Sinne: Komm Einhorn, wir gehen ins Bett. Ist höchste Zeit zum Schlafen. Noch ist ja nicht Wochenende. 😉

Einen schönen Abend. Und nicht vergessen: Morgen ist Freitag!

Deborah