Dienstag, 18. Dezember 2012

Ella Griffin - An und für dich

Was lange währt, wird endlich gut. Das heiß ersehnte Buch hat mich dank blogg dein buch und Kiepenheuer und Witsch doch noch erreicht. Und das Warten hat sich gelohnt!





Inhalt:


Wenn Liebe die Antwort ist, wie war verdammt noch mal die Frage?

Saffy ist angestellt in einer erfolgreichen Werbeagentur und vielbeneidete Langzeitfreundin des Seriendarstellers Greg, der als leicht bekleideter Feuerwehrmann im Fernsehen für hohe Einschaltquoten sorgt. Am Valentinstag, so hofft Saffy, wird er um ihre Hand anhalten. Doch der Abend verläuft ganz anders als erwartet…

Saffy könnte sich in den Hintern beißen, vielleicht hätte sie am Valentinstagsabend doch nicht so viel trinken sollen. Aber Greg hätte sie endlich fragen müssen, schließlich sind sie schon seit Jahren zusammen. Hat ihre Liebe unter diesen Umständen überhaupt eine Zukunft?
Ganz und gar glücklich dagegen sind ihre Freunde Connor und Jess, trotz der zu kleinen Wohnung und der ständigen Geldsorgen. Bis Connor eine positive Antwort von einer Agentin bekommt, die sein Buch unter Vertrag nehmen will, und er nichts anderes mehr im Kopf hat als Schreiben.

Geheimnisse, Ausflüchte und heimliche Träume – das kann nicht gut gehen und das tut es auch nicht. So jagen alle dem Glück hinterher. Ella Griffin hat einen hinreißenden Roman geschrieben, der beste Frauenunterhaltung garantiert und begeisterte Fans hat. Wer beim Lesen einmal den Alltag ausschalten will, liegt hier genau richtig.


Meine Bewertung:


Achtung Spoiler!

Ella Griffin hat eine wunderbare Geschichte geschrieben, deren Ende man zwar erhofft, aber bis zum Schluss nicht sicher ist. 

Sehr schön finde ich, dass es nicht nur um ein Paar, sondern um zwei Paare geht. Zwei Paare, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Saffy, die mit Frauenschwarm und Serienliebling Greg eine langjährige Beziehung führt, die weder Fisch noch Fleisch ist und Gregs bester Freund Connor und dessen Freundin Jess, die bis in die Haarspitzen verliebt sind. Saffy und ihr Freund leben im Luxus, wohingegen Connor, Jess und ihre zwei Kinder um jeden Penny kämpfen müssen.

Dass es in Saffys Beziehung nicht zum Besten steht, merkt man gleich zu Beginn, bei dem verhunzten Valentinstagstreffen, das letztendlich zu einer zeitweiligen Trennung führt. Saffy scheint gar nicht offen für eine Beziehung, ihre Kindheit hat sie hier zu sehr geprägt. Zugleich hat sie in ihrem Job zu kämpfen, da ihre Chefin ein richtiger Drache ist. Keine leichte Zeit für Saffy. Aber auch Greg weiß nicht so richtig etwas mit sich anzufangen. Nach der Trennung läuft für ihn ebenfalls alles aus dem Ruder, so dass ihm viel daran liegt, Saffy doch zu heiraten - was er ja ursprünglich auf keinen Fall wollte. Doch ob das für beide das Richtige ist?

Bei Connor und Jess hat man das Gefühl, ein absolut glückliches und bis auf die Geldsorgen glückliches Paar kennen zu lernen. Aber auch hier bröckelt die Fassade und zwischen den beiden kommt es zu Missverständnissen. Jess ist enttäuscht, dass Connor seine ganze freie Zeit nur noch in sein Buch steckt, das sie nicht mal lesen darf. Sie ist der Meinung, dass er seine und ihre Zeit damit vergeudet, zumal er auf Grund eines Zwischenfalls auch noch seinen verhassten Job an der Schule verliert. So kommt es auch hier zur Trennung, die aber definitiv nicht richtig sein kann. Beide sind unglücklich ohne den anderen.

Als Saffys Mutter sehr krank wird und sie die Wahrheit über ihren Vater herausfindet, muss sie sich entscheiden, ob sie dennoch zu ihrer Mutter steht, oder ob sie auch diese Brücke abbricht. Eine Menge schwerer Entscheidungen und dazu gibt es da noch einen anderen Mann und dessen Sohn. Zuviele Variable in der Gleichung, aber Saffy findet natürlich die Lösung und ihren Frieden.

Der Held in der Nebenrolle ist Brendan, der Hamster von Connors und Jess' Kindern. Dank ihm hat Connors Buch überhaupt eine Chance. Und irgendwie schafft es Brendan, durch einen unglücklichen Zufall in Saffys und Gregs Wohnung zu gelangen, wo er sich über Wochen fast unbemerkt durchschlägt (er wird für eine Ratte gehalten, der Arme). Natürlich gibt es auch für ihn ein Happy End! 

Ich hab zwar am Anfang ein bisschen gebraucht, bis mich die Geschichte gepackt hat, aber dann hat sie mir sehr gut gefallen und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. "An und für dich" bietet eine gute Mischung aus Liebesroman, Drama, Chicklit... schmachten, lachen, weinen, hoffen, wird alles geboten.

Noch kurz etwas zum Äußeren. Das Cover gefällt mir sehr gut, das etwas angedatschte, ungleichmäßige Herz passt perfekt zu dem Buchinhalt. Liebe ist selten perfekt und problemlos, insofern sollte eigentlich jedes Herz so aussehen. Nicht perfekt aber trotzdem schön!

Meines Erachtens ein schönes Weihnachtsgeschenk für die buchverschlingende Liebste oder eine gute Freundin...

Mein herzlicher Dank gilt blogg dein buch (hier besonders Miriam für ihre Mühe!) und Kiepenheuer und Witsch

Viel Spaß beim Lesen!

Deborah

weitere Infos zum Buch:

Verlag: Kiepenheuer und Witsch
hier erhältlich: Bestellung
ISBN: 978-3-462-04416-4
Erscheinungsdatum: 16. August 2012
gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Titel der Originalausgabe: Postcards From the Heart
Aus dem Englischen von Jenny Merling und Isabel Bogdan






Kommentare:

  1. Huhu, also ich hab das Buch damals bei einer Leserunde von Lovelybooks gewonnen und mich voll darauf gefreut. Aber leider hat es meinen Erwartungen und Hoffnungen überhaupt nicht entsprochen und so war ich davon eher total enttäuscht. Ich fand Saffy und Greg einfach total unsympathisch und später hat sich Conor auch noch in diese Richtung entwickelt. So wär es für mich kein schönes Weihnachtsgeschenk für eine gute Freundin^^
    Aber da sieht man mal wieder, die Geschmäcker sind ja (Gott sei dank) verschieden.

    lg, Steffi (von Steffis-und-Heikes-Lesezauber)

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    1. Stimmt, du hast Recht. Habe ich ganz vergessen zu erwähnen. Anfangs fand ich Saffy auch nicht sehr sympathisch, aber irgendwann hat sie sich dann doch geändert. Greg fand ich einfach nur lustig und irgendwie ein bisschen - um es mal nett auszudrücken - unterbelichtet. Unsympathisch fand ich ihn nicht. Connor und Jess mochte ich sehr gerne, da lagen ja wirklich nur Missverständnisse vor, die sie ja zum Glück geklärt haben.

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