Sonntag, 26. Mai 2013

Mia Morgowski - Die Nächste, bitte

Das erste Buch, das ich von Mia Morgowski gelesen hatte ("Kein Sex, ist auch keine Lösung"), fand ich persönlich nicht so toll. Daher wollte ich ursprünglich auch kein weiteres lesen - doch zum Glück habe ich eine Ausnahme gemacht und mir "Die Nächste, bitte" ertauscht.

Ich habe es nicht bereut, denn diese Geschichte ist wirklich lustig...


Zum Inhalt:

Nella führt zusammen mit ihren Freundinnen Elisa und Mashavna in Hamburg einen Secondhandladen mit angeschlossenem Café. Ihr Freund Leo wurde in die Schweiz versetzt, er arbeitet nun in Genf. Nella reist nun alle paar Wochen zwischen Hamburg und Genf hin und her. Um dieses Mal mehr Zeit mit Leo verbringen zu können, hat sie sich entschieden, nach Genf zu fliegen - großer Fehler für jemanden, der unter einer ausgeprägten Flugangst leidet. Sie möchte daher noch kurzerhand ein Medikament von ihrem Hausarzt Dr. Rosen organisieren. Anstatt den alten Herrn zu konsultieren, erwischt sie jedoch den jungen Dr. Paul Rosen - den arroganten Schnösel. Er gibt ihr ein paar Tropfen zur Beruhigung mit, die leider nicht wirklich helfen. Im Flugzeug wird Nella panisch - was für ein "glücklicher" Zufall, dass Dr. Paul Rosen den gleichen Flug gebucht hat, um sich bei seinem potentiellen neuen Arbeitgeber oder Partner Dr. Schümli in Genf vorzustellen. Dr. Rosen hat große Pläne als Schönheitschirurg, die er vor seinem Vater und seiner aufdringlichen Arzthelferin verbirgt. Dumm nur, dass Dr. Schümli erwartet, dass Dr. Rosen mit Frau anreist. Wie praktisch, dass er Nella begegnet, die gerade von Leo versetzt wurde...

Meine Bewertung:

Toll geschrieben, total überzogen und dabei so lustig (Bauchschmerzen vor Lachen, ehrlich). Sehr gut gefallen hat mir, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Paul und Nella beschrieben wird. Wobei Nellas Abschnitte Tagebucheinträge oder ähnliches sind. 

Es ist herrlich, wie Paul Nella überredet, ihm zum heiß ersehnten Job zu verhelfen - den er nun mal nur bekommen kann, wenn er verheiratet ist. Nella spielt von jetzt auf gleich seine Ehefrau, da ihr Leo ja ohnehin erstmal abgesagt hat für den einen Abend. Dumm nur, dass sie ausgerechnet ihn auch noch im Laufe des abends mit einer anderen ertappt. So hat sie noch mehr Zeit, Frau Dr. Rosenkohl, Rosenstrauch oder wie auch immer zu spielen - findet zumindest Paul, der dem Streit der beiden noch etwas nachhilft. Paul und Nella verstricken sich immer weiter in ihre phantastischen Lügengeschichten, die sie dem Ehepaar Schümli (übrigens netter Name - von Schümli Kaffee abgeleitet?) auftischen.

Als auch noch der Ehemann der durchgeknallten Arzthelferin auftaucht, um Paul zu erpressen, stürzt das ganze Lügengebilde in sich zusammen und es entsteht ein großes Chaos. Wobei das ohnehin nicht ausbleiben kann, denn Nella ist nun einmal richtig chaotisch, tollpatschig und liebenswert.

"Ja, ja, die Liebe in der Schweiz...hat ihren ganz besonderen Reiz..." ach nein, das war ein Lied aus der Verfilmung eines ganz anderen, ganz alten Buches (falls noch jemand die "Zürcher Verlobung" von Barbara Noack kennt). Irgendwie hat mich "Die Nächste, bitte" gerade daran erinnert - aber nur ganz entfernt.

Nachdem mich das Mia Morgowski Buch nun doch begeistert hat, werde ich wohl auch irgendwann noch "Dicke Hose" lesen. 

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
Deborah

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