Freitag, 13. September 2013

Ein etwas wehmütiger Neuzugänge-Post

Ja, auch das soll es geben: Ich habe neue Bücher (sehr schöne übrigens), kann mich aber nicht so recht darüber freuen. Der Grund dafür: Es war das letzte Mal, dass ich im Club Bertelsmann Offenburg einkaufen konnte - auch diese Filiale hat geschlossen (siehe Artikel auf Baden-Online). Ich wusste vorher nichts davon und bin ganz zufällig zum Ausverkauf gekommen. Die Filiale bestand schon seit gefühlten und tatsächlichen Ewigkeiten, nämlich seit Anfang der 80er Jahre. Von Beginn an war ich dort Kunde, wenn auch zunächst nur, weil mir meine Oma ein schönes Buch kaufte. Unter anderem stammt meine Ausgabe von Michael Endes "Die unendliche Geschichte" aus der Buchhandlung. Damit verbinde ich natürlich schöne Erinnerungen. Der Club ist nun nicht mehr interessant, da es fast nur noch die Möglichkeit zur online-Bestellung gibt. Mir bleibt nun nur noch, den Damen, die lange Jahre beim Club Bertelsmann gearbeitet haben, alles Gute für die Zukunft zu wünschen! 

Mal ehrlich, macht es euch nicht auch ein bisschen Angst, dass immer mehr Buchläden aufgeben müssen? Liegt es nicht in unserer Verantwortung, sie mehr zu unterstützen? Ich kann mir meinen Wohnort ohne die Buchhandlung meines Vertrauens nicht vorstellen - und möchte es auch nicht, denn die Beratung und netten Worte würden mir fehlen! Daher werde ich neue Bücher nur noch offline kaufen, aber das praktiziere ich ohnehin schon seit längerem. Vielleicht schließt sich ja der eine oder andere an, denn so lange wir Buchpreisbindung haben, unterscheiden sich die Preise ohnehin nicht. Auch bieten einige Buchhändler mittlerweile den Kauf von ebooks vor Ort an. Fragen lohnt sich.

Und hier die Bücher:





Catharina Ingelman-Sundberg - Wir fangen gerade erst an: Roman


Marie Matisek - Mutter bei die Fische


Matt Whyman - Oink!


Cordula Stratmann - Danke für meine Aufmerksamkeit
Cordula Stratmann , Marion Grillparzer - Ist dieses Buch ansteckend?

Damit hat sich mein RUB wieder erhöht. Ich glaube, ich höre so langsam auf zu zählen. Es bringt ja doch nichts.

Deborah




Kommentare:

  1. Also bei deutschen Büchern die kaufe ich so gut wie immer auch im Buchgeschäft direkt, aber bei englischen Büchern seh ich das nicht ein. Da bestell ich dann doch lieber, und geb im Schnitt ca 3-4 Euro weniger für nen englisches Buch aus

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    1. Ja klar, bei englischen Büchern ist da ja etwas anderes, auch gebrauchte kann man manchmal zu günstigen Preisen finden im Internet. :-) Aber bei den neuen, deutschsprachigen Büchern mit Buchpreisbindung gibt es den Unterschied ja nicht.

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  2. Aww, mein Beileid.
    Ich weiß wie es ist seinen Kindheitserinnerungs-Buchladen so plötzlich und unerwartet zu verlieren.

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  3. Ja, sowas ist immer irgendwie traurig...
    Aber ich könnte gar nicht den Buchhandel vor Ort gut unterstützen, weil es keinen Buchhandel hier gibt, den ich "mal eben" besuchen könnte. Die meisten liegen ja doch sehr zentral in den Städten und da wäre mir der Aufwand einfach zu hoch. Und bei einem kleinen Buchhandel im Ort müßte ich den Großteil auch bestellen - und nochmal hinfahren um es abzuholen...
    So traurig das ist, aber da ist die online Bestellung einfacher und natürlich auch günstiger, wenn man zu gebrauchten Büchern greift.

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    1. Wie schon oben gesagt, das mit den gebrauchten Büchern ist schon klar. Doch mittlerweile bieten sogar die Buchhandlungen teilweise kostenlose Lieferung nach Hause an (unsere hier zum Beispiel leistet diesen Service auch - wobei es bei mir nicht nötig ist, ich wohne nur wenige Minuten zu Fuß entfernt). Es ist halt ein für die Einzelhändler unschöner Trend: Im Geschäft vor Ort oftmals beraten lassen und dann im Internet schauen, wo man es billig und bequem bestellen kann. Für die Geschäfte und ihre Angestellten oftmals der Genickbruch. Und dann wundert man sich wieder über den Leerstand in den Städten...

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