Sonntag, 1. Dezember 2013

Zoë Marriott - Frostblüte

Dieses Buch war für mich eine echte Überraschung! 



Zum Inhalt:

Frost lässt keinen an sich heran – aus gutem Grund: Sie trägt einen Wolfsdämon in sich, der immer dann hervorbricht und sie wahllos töten lässt, wenn sie verletzt oder von Gefühlen überwältigt wird. Als sie sich notgedrungen einer Schar Krieger anschließt, die das Königreich vor Aufständischen schützen, weckt sie schnell das Interesse von Luca, dem Anführer, und das Misstrauen von Arian, seinem besten Freund. Beide Männer spüren, dass sie etwas verbirgt. Und Frost ahnt bald, dass einer von ihnen das Feuer ihrer Gefühle entfachen wird. Doch zu welchem Preis?

Meine Bewertung:

Drei Fantasy-Bücher hintereinander ist für mich schon außergewöhnlich. Und ich musste mich ehrlich gesagt etwas motivieren, „Frostblüte“ zu lesen. Das hat sich aber recht schnell erledigt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Was für ein spannendes Buch! Ich habe bis zum Schluss mit Frost und Luca mitgefiebert und es in zwei Tagen inhaliert.

Frost ist zeitlebens auf der Flucht vor dem Wolfsdämon in ihr. Er tritt immer zu Tage, wenn Frost bedroht wird und keinen Ausweg mehr sieht. Sobald sie angegriffen und verletzt wird, verwandelt sich in eine Bestie im Blutrausch. Ihr Vater wurde von einem riesigen Wolf getötet. Der Fluch trifft sie das erste Mal, als sie gerade erst acht Jahre alt ist. Das Dorf, in dem sie mit ihrer Mutter lebt, will sie darauf hin verbrennen. Es gelingt ihnen jedoch, zu fliehen. Das Schicksal holt sie immer wieder ein, sie muss ständig auf der Hut sein. Sie ist noch sehr jung, als auch ihre Mutter stirbt. Mit gerade mal 17 Jahren macht sie sich auf die Suche nach der Feuergöttin, die sie befreien soll. Dabei trifft sie in einem ihr fremden Land auf eine Berggarde, die gegen grausame Aufständische kämpft. Der Anführer Luca nimmt sich ihrer an, sein Leutnant, Arian, traut ihr aber nicht über den Weg. Von nun an kämpft Frost gegen ihren Fluchtreflex und den Wolf in ihr. Luca bietet ihr die Chance auf ein richtiges Zuhause – und auf die Nähe, nach der sie sich schon so lange sehnt. Er will ihr helfen, sich selbst zu finden. Doch wird sie den Wolf besiegen oder ist sie eine ständige Gefahr für die Menschen, die sie umgeben?

Ich bin kein großer Fan von ständigen Zeitsprüngen, doch Zoë Marriott schafft es, die Rückblenden so geschickt einzubauen, dass sie nicht störend sind, sondern jedes Mal ein neues Detail von Frosts Geschichte zum richtigen Zeitpunkt einstreuen. Frost ist eine große Kämpferin und gleichzeitig ein verletzliches, junges Mädchen. Genau das macht sie so sympathisch. Jedes Mal, wenn sie die Kontrolle über sich verliert, empfindet sie große Scham und Schmerz – sie hat Angst, unschuldige Menschen zu töten. Vielleicht sogar Menschen, die sie liebt. Umso schlimmer wird es für sie, als ihre Gefühle für Luca stärker werden. Auch der selbstsichere Luca wirkt in Liebesdingen eher zurückhaltend. Der größte Teil der Geschichte ist sehr spannend – aber die Liebe spielt dennoch eine Rolle. Insofern ist es natürlich eher ein Fantasy-Buch für Mädchen/Frauen – obwohl es auch heftige Kampfszenen gibt.

Von den drei Büchern, die ich jetzt nacheinander weg gelesen habe, ist eindeutig „Frostblüte“ mein Favorit! Die Ich-Form der Erzählung gefällt mir sehr gut, es wirkt persönlicher. Und was ich ganz toll finde: Es scheint tatsächlich so, als wäre Frosts Geschichte in diesem einen Buch erzählt. Juhu, es geht doch! Ich möchte wahnsinnig gerne mehr von Zoë Marriott lesen – aber bitte keine Fortsetzung von „Frostblüte“. Das Ende ist gut, so soll es bleiben.

Eine kleine Anmerkung zu den Äußerlichkeiten: Die Aufmachung des Buches finde ich schön, das Cover passt sehr gut zum Titel – wobei ich mir Frost anders vorstelle. Einen Kritikpunkt habe ich jedoch: Ich bin wirklich eine sehr vorsichtige Leserin. Dennoch war es mir nicht möglich, das Buch ohne Leserillen und einen runden Rücken zu hinterlassen. Das finde ich immer schade und sollte bei der Preislage eigentlich nicht der Fall sein. Ich habe schon ein Buch mit fast 1.000 Seiten gelesen, das im Anschluss in einem besseren Zustand war.

Weitere Infos zum Buch und eine Leseprobe gibt es direkt auf der Seite von Carlsen.

Ich bedanke mich herzlich bei Carlsen für das Rezensionsexemplar!

So, und nun sage ich gute Nacht!


Deborah

1 Kommentar:

  1. Das ist auch etwas was mich stört. Habe gerade "Gesetz der Rache" gelesen und obwohl ich es mit Samthandschuhen angefasst habe, ist eine Leserille entstanden. Ich kriege da immer Wut, weil ich es so nicht im Schrank stehen haben möchte und es auch niemand ertauschen will. Bei Frostblüte kann ich mich nicht mehr erinnern, aber das Buch hat mich auch nicht überzeugt, daran wird es wohl liegen.
    Wünsche dir einen entspannten Sonntag
    GLG,
    Mel

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