Sonntag, 26. Oktober 2014

Die Blogreporter-Tour auf der Buchmesse

Hier kommt nun noch der versprochene Bericht zu unserem zweiten Tag Buchmesse. Der Freitag stand jedoch (fast) komplett im Zeichen der Blogreporter-Tour von Blogg dein Buch. Ihr erinnert euch vielleicht an meinen Post im September - quasi meine Bewerbung für das Event. Was soll ich sagen: Es war meine Glückswoche! Bei 42 Teilnehmern war ich eine der glücklichen 20, die mit durften. Was habe ich mich gefreut! 



Nach einem ausgiebigen Frühstück im B&B Hotel Frankfurt-West haben wir uns wieder aufgemacht zur Messe. Nach dem Reinschnuppern in den Messe-“Stress“ am Donnerstag ging es am Freitag dann Schlag auf Schlag. Im Rahmen der BloggDeinBuch-Tour stand ein gut getakteter Terminplan bei vielen interessanten Verlagen auf der Agenda. Um 10.30 Uhr ging es los in Halle 4.1. Zunächst haben wir uns noch ein Schließfach organisiert, dann wurde es auch fast schon Zeit fürs Treffen. Schon bald trudelte die gesamte Truppe ein. Erstmal gab es ein Gruppenfoto (nö, wir sind nicht drauf - haben uns versteckt...). Wie man sieht, wieder einmal eine mächtig große Truppe.

Bild von Blogg dein Buch/Yasmin Neese
Nur was tun, wenn zwei höggschd inderessande Termine zum selben Zeitpunkt sind? Dann teilen wir uns halt auf. Ein Teil von uns entschwindet mit gefühlt 80% der anderen BdB-Tourer zu Blanvalet, der Rest genießt eine kurze Führung durch das Pressezentrum und lernt sich bei Getränken und Knabbereien näher kennen. Wie das so ist, wenn man sich gut unterhält, verfliegt die Zeit und man(n) hat das Wichtigste vergessen: Fotos zu machen … Wenn ihr also wissen wollt, wie es im Pressezentrum der Buchmesse aussieht, befragt die Suchmaschine eurer Wahl :-).  

Im Anschluss trafen sich alle wieder bei dotbooks und skoobe.


dotbooks kennen wir ja schon länger, aber skoobe kannten wir bisher nur vom Hörensagen. Deshalb wurde uns auch skoobe näher vorgestellt. Sicher fragt ihr euch, was dahinter steckt. Nun, zunächst einmal könnt ihr die Buchstaben des Namens umdrehen, dann wird aus skoobe - ebooks. Und genau darum geht es hier: Um ebooks - und zwar um Leih-ebooks von verschiedenen Verlagen. Das Angebot wird wöchentlich ergänzt und umfasst schon jetzt viele 10.000 Titel, darunter auch aktuelle Bestseller. Wie es funktioniert? Ganz einfach, man kann eine Art Flatrate abschließen und sich so viele ebooks ausleihen wie man möchte, immer 3-4 auf einmal. Das Ganze ist monatlich kündbar. Nach allem, was uns die nette Saskia von skoobe erzählt hat, haben wir das Angebot zum 4-wöchigen kostenlosen Test gerne angenommen. Dazu gibt es in einigen Wochen einen gesonderten Bericht.



Sarah Mirschinka und ihre Kolleginnen erzählten auch noch ein bisschen zu dotbooks. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell der reine ebook-Verlag gewachsen ist. Wurden im ersten Jahr noch knapp 40 ebooks angeboten, liegt das Angebot heute schon bei etwa 800. dotbooks hat sich gemausert, das Angebot ist sehr breit gefächert und durchaus interessant. Absoluter Pluspunkt von dotbooks: Die ebooks sind DRM-frei und somit muss man nicht auf das 1a Spionage-Toole Adobe Digital Editions zurückgreifen. Ein echter Vorteil, wie wir finden. Vermisst haben wir allerdings Timothy Sonderhüsken und Beate Kuckertz. 



Nächste Station der Blogreporter-Tour war in Halle 3.0 bei cbj. Hier erwartete uns Sebastian Menacher und erzählte uns einiges über den Einkauf von Rechten an Manuskripten aus dem Ausland. In diesem Zusammenhang stellte er uns ein neues Buch vor, das im Dezember erscheinen wird: Blackbird von Anna Carey. Er zeigte uns das vorläufige deutsche Cover und auch das bisherige amerikanische - was ein riesengroßer Unterschied ist. Er fragte die anwesenden Blogger nach ihrer Meinung, diese waren durchaus gemischt. Auf jeden Fall freuten sich vermutlich alle, dass sie das brandneue Buch als erste mit nach Hause nehmen durften.



Herr Menacher ging auch auf die Frage nach Sperrfristen für Rezensionen ein. Er erklärte uns, warum es sinnvoll ist, die Sperrfristen einzuhalten und bat auch darum, im Zweifelsfall mit ihm oder seinen Kollegen Kontakt aufzunehmen vor Veröffentlichung einer frühen Rezension. Hintergrund ist einfach, dass es natürlich ungeschickt ist, wenn jemand die Bewertung liest und dann das Buch noch länger nicht kaufen oder bestellen kann. Was für den einen oder anderen sicher interessant ist: Die Zusammenarbeit mit Bloggern ist bei cbj/cbt mehr als erwünscht und man freut sich auch auf konstruktive Vorschläge für Blogtouren und andere Aktionen. Tatsächlich ist die Zusammenarbeit für den Verlag sogar sehr wichtig.



Das cbt-Blümchen schrie einfach danach, mit unserer süßen Messehummel fotografiert werden, oder etwa nicht? 

Zum nächsten Programmpunkt mussten wir quasi nur um die Ecke schleichen und waren schon bei blanvalet und Herrn Sebastian Rothfuss. Genau richtig kam der Empfang mit Getränken. Einige Sitzplätze gab es zum Glück auch wieder. Viel Neues erfuhren wir bei blanvalet leider nicht, Herr Rothfuss ging hauptsächlich auf Fragen der Blogger ein. Eine Frage war zum Beispiel der Anteil print- zu ebooks. Er konnte uns keine genauen Zahlen nennen, doch aktuell werden noch mehr printbooks verkauft. Es gibt auch noch nicht jedes Buch als ebook, der Verlag arbeitet aber daran, bei allen Autoren die Rechte ebenfalls für ebooks zu erwerben. Es gibt jedoch auch Autoren, die dies nicht möchten. 



Auch Herr Rothfuss betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit Bloggern. Er erläuterte, dass aus Kostengründen nicht für jeden Buchtitel große Marketingmaßnahmen greifen könnten. Hier kommt die Presseabteilung ins Spiel und insbesondere auch die Verbindungen zu den Bloggern, da auch über Blogbeiträge und Rezensionen große Reichweite erzielt werden kann. Er betonte in diesem Zusammenhang auch noch einmal die Wichtigkeit der Rückmeldung an den Verlag - nur so kann man feststellen, ob die versprochene Rezension auch tatsächlich verfasst wurde. Was das Thema mit dem großen, bösen A betrifft, ist man gespalten. Einerseits will man natürlich eher den örtlichen Buchhandel unterstützen, andererseits ist der Verlag jedoch auch auf diese Plattform angewiesen und kann nicht darauf verzichten. 

Insgesamt war es eine sehr informative Zeit bei blanvalet. Dank der vielen Rückfragen konnte man doch einiges erfahren.



Im Anschluss ging es in Halle 3.1 zu Droemer Knaur/neobooks. Von dem, was uns Eliane Wurzer erzählte, bekamen wir leider nicht sehr viel mit, denn es war unglaublich voll im Bereich von Droemer Knaur. 



Frau Wurzer erzählte uns von den Möglichkeiten, bei neobooks sein eigenes Buch zu veröffentlichen. Man hat hier auch die Möglichkeit, einen Haken für einen Wettbewerb zu setzen. Wenn das Buch beim Verlag ankommt, gibt es die Chance, einen Vertrag zu bekommen. Bei neobooks sieht man sich ab und an auch die Bücher an, bei denen keine Teilnahme gewünscht ist. Auch hier konnte schon der eine oder andere Schatz entdeckt werden. 


Die uns bekanntesten Autorinnen, die den Sprung von der selfpublisherin zur Verlagsautorin geschafft haben, sind wohl Susanna Ernst und Nancy Salchow, deren Bücher nun als Taschenbücher bei Knaur erschienen sind. Das neue Buch von Nancy Salchow - Kirschblütentage - durfte dann auch direkt mitkommen. :-)



Zurück in Halle 3.0. Ein absolutes Highlight der Tour: Mira. Ein Lieblingsverlag. Bei Mira wurden wir von Julius Arens empfangen. Es war mit Sicherheit der unterhaltsamste Teil der Tour.



Herr Arens war richtig neugierig auf die Blogger und stellte mehr Fragen, als sein Publikum. Er interessierte sich unter anderem dafür, ob Blogger auch ebooks als Rezensionsexemplare annehmen würden. Dieses wurde von vielen bejaht. Er könnte es aber auch verstehen, wenn manche ebooks ablehnen und lieber ein Buch in der Hand hätten. 

Worüber er sich sehr wundert, ist manche Rezension, in der er liest, dass jemand ein Buch total schlecht fand. Wenn der Leser oder die Leserin zum Beispiel überhaupt keine Ahnung hatte, dass es sich um einen Erotik-Roman handelt. Obwohl das sowohl am Cover als auch im Klappentext schon erkennbar war. Besonders erstaunlich wird es bei Reihen, wenn jemand den ersten Teil nicht mochte, den zweiten auch nicht und sich dann aber auch noch den dritten antut. Zurecht fragt sich Herr Arens, warum jemand Bücher liest, die ihm keinen Spaß machen. Es geht beim Lesen schließlich um eine Freizeitbeschäftigung.

Zum Abschluss ließ es sich Herr Arens nicht nehmen, ein Selfie zu schießen - mit den Blogreportern im Hintergrund. Hier das Bild:


copyright Mira/Julius Arens
Und hier das Foto zur Entstehung des Selfies:


Die Zeit bei Mira ging viel zu schnell vorbei. Zur großen Freude (fast) aller, gab es ein Sylvia Day Buch als Geschenk. 

Als letzter Programmpunkt stand Beltz & Gelberg auf der Tagesordnung. Hier stellte uns eine freundliche Mitarbeiterin Franziska Hoffmann Herrn Christoph Wortberg vor. Herr Wortberg, ein früherer Lindenstraßen-Schauspieler, der mittlerweile Drehbücher und Jugendbücher schreibt, erzählte uns etwas zu seinem neuen Buch "Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß". Ein sehr interessantes Buch. Herr Wortberg ist der Meinung, dass die Unterscheidung Jugendbuch zu Buch für Erwachsenen nicht mehr zeitgemäß ist. Auch Jugendliche lesen Erwachsenenbücher und umgekehrt. Man sollte Vertrauen in die Jugendlichen haben und eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte.




Sehr schön fanden wir folgendes Zitat: Ein Buch ist ein Angebot und es bleibt jedem überlassen, es anzunehmen oder abzulehnen. Herr Wortberg hat bereits sein siebtes Buch veröffentlicht und tut sich am schwersten mit Sexszenen. Warum auch immer.  Wie man sieht, gab es einiges zu Lachen.



Als krönenden Abschluss gab es eine Mini-Grüffelo-Geburtstagsfeier bei Saft und Keksen. Frau Hoffmann erzählte noch einiges über andere, interessante Neuerscheinungen. 


Nach all diesen Erlebnissen trafen wir uns erneut in Halle 4.1 und saßen in kleiner Runde noch länger zusammen. Hier wurden die Tour und weitere Pläne von Blogg dein Buch besprochen. Insgesamt fanden wir die Tour wieder einmal anstrengend aber auch sehr schön. Wobei wir uns tatsächlich gewünscht hätten, dass die Verlagsmitarbeiter von sich aus etwas mehr Programm angeboten hätten.

Vielen herzlichen Dank an Blogg dein Buch und alle teilnehmenden Verlage, für die Zeit und die tollen Goodies!

Deborah & Dirk

1 Kommentar:

  1. Hey =)

    Sehr schöner Bericht! Soooooo schade, dass ich nicht ausgewählt wurde ^^.
    Schön zu sehen, dass Herr Arens live genauso cool ist wie in seinen Mails ^^

    LG
    Anja

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