Dienstag, 13. Juni 2017

Lorraine Fouchet - Ein geschenkter Anfang


Die Besprechung dieses Buches muss ich einfach mit einem Zitat aus dem Buch beginnen ...


„Qui voit Groix, voit sa joie, wer Groix erblickt, erblickt seine ganze Freude ...“ (Zitat Seite 76)

Meine ganz persönliche Freude: Als ich ein Überraschungspaket mit Lorraine Fouchets „Ein geschenkter Anfang“ in den Händen hielt – mein ganz persönliches Ticket für einen Kurzaufenthalt auf der Insel.


Nach einigen Jahres des Wartens und bangen Hoffens durfte ich endlich wieder ein neues Buch von Lorraine Fouchet lesen, deren bisher in Deutsch erschienene Bücher ich alle verschlungen habe. Dank des Atlantik Verlages, der mir schon mehrfach mit wunderschönen Büchern französischer Schriftsteller Freude gemacht hat, durfte ich nun wieder mit einer meiner Lieblingsautorinnen eine Reise auf die Île de Groix in der Bretagne unternehmen. Wenn ich sie nicht schon gekannt hätte, hätte mich alleine das Wort „Bretagne“ verführt. So sind es aber auch Beschreibungen wie diese, die mich glücklich und sehnsüchtig machen:

„So ist Groix – keine Sentimentalitäten, sondern Gefühl, kein Geschwätz, sondern Taten, keine Einsamkeit, sondern Gemeinsamkeit. Man wird geboren, man stirbt, und dazwischen navigiert man dahin, man liebt, man angelt, man kämpft, entre ciel et l'eau – zwischen Himmel und Wasser.“ (Zitat Seite 74)


Darum geht es:

Die Familie trifft sich zu einem traurigen Anlass auf Groix. Lou ist gestorben nachdem sie früh an Alzheimer erkrankt ist. Lou war Jos Seelenverwandte, die Liebe seines Lebens und die Mutter seiner Kinder Cyrian und Sarah. Jo leidet sehr unter dem Verlust von Lou, insbesondere auch, weil das Verhältnis zu seinen Kindern eher distanziert ist. Lou hat Jo ein schwieriges Erbe hinterlassen: Sie möchte, dass er sich seinen Kindern und Enkelkindern wieder annähert und eine Möglichkeit findet, die Familie wieder zu vereinen.

Cyrian lebt in einer kriselnden Ehe mit seiner Frau Albane, die ihre gemeinsame Tochter Charlotte überbehütet. Jos Sohn hat Affären mit anderen Frauen und setzt seine Ehe aufs Spiel. Er kann Jo so vieles nicht verzeihen.

Aber auch Tochter Sarah gab Lou Grund zur Sorge. Nachdem ihr Verlobter sie wegen ihrer Krankheit sitzen ließ, war sie nie mehr richtig glücklich.

„Ein Kind zu lieben bedeutet, von dem Kind Abschied zu nehmen, das man sich erträumt, in seiner Phantasie ausgemalt hat, es bedeutet, das Kind so zu akzeptieren, wie es ist, nicht wie wir es uns wünschen.“
(Zitat S. 39)


Ziemlich harte Brocken für den gutmütigen aber auch ahnungslosen Jo. Er steht vor einer schier unlösbaren Aufgabe, da er sich nie richtig mit seinen Kindern beschäftigt hat. Nicht, dass er sie nicht liebt, doch es fehlt die Nähe und Verbindung. Am nähsten ist ihm seine quirlige Enkelin Pomme, Cyrians erste Tochter, die mit ihrer Mutter ebenfalls auf Groix lebt und ihren Großvater sehr liebt. Ihre Großmutter Lou vermisst sie sehr und hat ein schlechtes Gewissen wegen des gemeinsamen Geheimnisses, das sie hüteten …

Meine Bewertung:


Die Jahre des Wartens wurden mehr als belohnt – Lorraine Fouchet zaubert noch immer mit Worten. Aus ihren Beschreibungen kann man die Liebe zur Île de Groix buchstäblich herauslesen. Schon einmal handelte einer ihrer Romane in Paris und auf Groix. Ich bin mir nicht ganz sicher (ist ja schon etwas her, dass ich „An einem Abend in Paris“ gelesen habe), aber ich glaube, im aktuellen Buch ein paar Insulanern wieder begegnet zu sein.

Ich habe die Geschichte bereits im März gelesen und sie war definitiv ein Monatshighlight und wird auch ein Jahresfavorit. Irgendwie finde ich, dass „Ein geschenkter Anfang“ nicht nur eine wunderbare Familiengeschichte ist, sondern auch eine sehr schöne Sommerlektüre – obwohl die Handlung von Herbst bis Winter spielt. Allein das Cover erinnert an einen Sommer an der Atlantikküste, den Urlaubsort meiner Träume.

Ich liebe Fouchets Erzählstil, den ich schon in den vorherigen Büchern sehr genossen habe. Die Geschichte wird aus der Sicht aller Protagonisten erzählt. Jedes Kapitel aus der Sicht einen anderen Familienmitglieds (oder von anderen Personen), teilweise in der Jetztzeit aber auch in den Jahren zuvor. Auch Lou kommt immer wieder zu Wort – sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart „von dort, wohin wir alle einmal gehen“. Sie kann zwar nicht mehr eingreifen, beobachtet aber das Geschehen und wie es ihren Lieben ergeht.

Diese Art der Erzählung macht die Geschichte sehr lebendig und liebenswert, da man von den Erlebnissen, Ängsten, Träumen und Erwartungen jedes einzelnen etwas erfährt und sogar die Beweggründe der wenig einnehmenden Schwiegertochter Albane nach und nach begreift. Letztlich sind mir alle Familienmitglieder im Lauf der Erzählung (mehr oder weniger) ans Herz gewachsen. Meine große Heldin und Lieblingsfigur ist auf jeden Fall die lebhafte Pomme, die das Herz am rechten Fleck hat.





Mein Fazit:

Neben Antoine Laurain und Marie-Sabine Roger gehört Lorraine Fouchet zu meinen Lieblingsautoren aus Frankreich. Wie schön, dass sie nun auch zur Atlantik-Familie gehört. Ich hoffe, dass es zukünftig noch viele weitere Bücher von ihr geben wird. Auch gegen Neuauflagen der alten Bücher in schönerer Aufmachung hätte ich absolut nichts einzuwenden. ;-)

Für „Ein geschenkter Anfang“ vergebe ich 5 Leselämpchen (am liebsten noch mehr...). Das Buch ist eines der Bücher, das auf Dauer ein Plätzchen in meinem Regal reserviert hat. Irgendwann werde ich alle Bücher der Autorin erneut lesen, am liebsten während eines Urlaubs in der Bretagne. Euch kann ich es zu 100% empfehlen, wenn ihr die Bücher der oben genannten Autoren auch mögt.


Weitere Informationen zum Buch und der Autorin findet ihr auf der Verlagsseite von Hoffmann und Campe.

Mein herzlicher Dank für die unverhoffte und absolut gelungene Überraschung geht an den Atlantik Verlag, der sich wieder einmal sehr viel Mühe gemacht hat für uns.



Euch wünsche ich einen schönen Abend und übermorgen einen sonnigen Feiertag.


Viele Grüße
Deborah


Ps: Heute ist mein 8. Bloggeburtstag. Das wird natürlich noch groß gefeiert in den kommenden Tagen ... seid gespannt.

Montag, 3. April 2017

Liv Jansen - Oma wird erwachsen


Whistle Stop Café Feeling in Seestein. Was für eine herrliche Geschichte. Sie ist genauso lustig, wie sich der Klappentext anhört und das Cover aussieht.



Darum geht es:

Oma Edith, 76 und seit Längerem Witwe, ist für alle da, immer. Sie hilft im ganzen Ort aus, wo sie gebraucht wird. Sei es in der Bäckerei, der Gaststätte … Wenn jemand fragt, hilft Oma Edith – und das, ohne irgendeine Gegenleistung oder gar selbst Hilfe zu bekommen. Und plötzlich klappt sie zusammen. Ihr Arzt diagnostiziert Burn-out. Oma hält das für Quatsch. Glücklicherweise brauchen Isabell, von ihrer Oma liebevoll „Klößchen“ genannt, und ihr bester, homosexueller Freund Kalle, von nun an von Oma politisch völlig unkorrekt aber ebenso liebevoll „Schwuppi“ genannt, eine Auszeit von der Stadt. Isabell hat ihren verhassten Assistentinnen-Job verloren und Kalle seinen Kosmetiksalon. Sie haben also Zeit, um sich um Oma zu kümmern und ihr beizubringen, nein zu sagen.

Das und die Tatsache, dass der schmierige Immobilienheini Winkelbach Seestein heimsucht, versetzt den ganzen Ort in Aufruhr, der auch nicht besser wird durch die Tatsache, dass Isabell, Kalle und Oma eine Idee haben und Wellnesskurse anbieten möchten. Chaos ist vorprogrammiert, aber zum Glück ist Dorfpolizist Hulle zur Stelle. Und dann sind da ja noch dieser attraktive Tierarzt Stephan und sein Cousin Matthias, der Therapeut ...




Meine Bewertung:

Was habe ich gelacht. Oma Edith ist einfach großartig und absolut tiefenentspannt. So eine Oma wünscht sich sicher jeder. Sie ist körperlich und geistig voll im Saft nur etwas erschöpft von den ganzen Sonderaufgaben, die ihr die Ortsbewohner von Seestein aufhalsen. Wie gut, dass Isabell und Kalle zur Rettung eilen. Auch wenn Kalle auf dem Land eigentlich hoffnungslos verloren ist. Seestein ist ein Ort an der Ostsee voller verschrobener Dorfbewohner, dunkler Geheimnisse aus der Vergangenheit, aber ansonsten stinklangweilig. Weshalb auch so gut wie alle jungen Bewohner weggezogen sind. Schade eigentlich, es klingt nach einem liebenswerten und ursprünglichen Ort.

Zwei Situationen in dem Buch ließen mich sofort an zwei Filme denken, die ich selbst sehr gemocht habe. Zumindest einer davon wird sogar im Buch genannt: „Grüne Tomaten“. Wenn ihr es lest (und den Film kennt), werdet ihr bestimmt ebenfalls diese eine kleine Sache entdecken. Eine andere Szene erinnerte mich an „Babyboom“ mit Diane Keaton. Diese eine Szene mit dem Tierarzt …

Das Schöne an „Oma wird erwachsen“ ist, dass es zwar sehr lustig, aber nicht total überzogen ist. Also ja, manchmal schon ein bisschen, aber eben nicht so sehr, dass es total unglaubwürdig wird. Und dafür, und auch für die liebenswerten Charaktere, liebe ich dieses Buch. Vielleicht wird es euch ja ähnlich ergehen. Es ist auch ein wenig romantisch, aber eben kein richtiger Liebesroman. Und ein wenig spannend, aber kein Krimi. Ein echt gelungener Mischmasch, bei dem keine Langeweile aufkommt – dazu ist das Buch auch viel zu schnell zu Ende. Ich hätte nun glatt mal Lust, an die Ostsee zu reisen. Aber eigentlich ist die Nordsee zuerst dran.


Mein Fazit:

Einfach toll, lustig, lesenswert, perfekt. Deshalb gibt es wieder einmal 5 Lämpchen - diesmal absolut verdient an Oma Edith und ihre Leuchten beziehungsweise ihre Erleuchteten.


Wenn ihr auf der Suche nach einem lustigen Urlaubsbuch (vielleicht sogar für einen Urlaub an der Ostsee?) seid, solltet ihr euch Oma Edith einmal anschauen. Und falls ihr nicht in Urlaub fahrt: Macht nichts, Oma bringt euch die Sonne auch nach Hause.

Weitere Informationen zur Autorin und zum Buch (inklusive Leseprobe) findet ihr auf der Internetseite von HarperCollinsGermany

Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar ganz herzlich bei HarperCollinsGermany und MIRA Taschenbuch.





Ich wünsche euch einen guten, entspannten Start in die neue Woche!


Deborah









Sonntag, 2. April 2017

Kristen Proby - Für Happy Ends gibt's kein Rezept


Der Auftakt einer neuen, heißen Reihe rund um das Restaurant „Seduction“ und seine fünf Inhaberinnen und Freundinnen Addie, Cami, Mia, Kat und Riley.


Darum geht es:
Das „Seduction“ ist der Geheimtipp. Ein hippes, erotisches Restaurant mit einer verführerischen Küche. Mit diesem Restaurant haben sich fünf Freundinnen einen Traum erfüllt. Das Restaurant läuft gut, doch eine Kleinigkeit fehlt noch: Livemusik. Addie macht sich auf, einige junge Talente zu sichten. Sie ist sehr erstaunt, den berühmten Rockstar Jake Knox auf der Bühne zu entdecken. Als er kurz danach im Restaurant erscheint, um sich für den Job zu bewerben, kann sie ihr Glück kaum fassen. Addie hat allerdings einen gefährlichen Hang zu Rockmusikern und muss Jake klar machen, dass sie kein Interesse an ihm hat – zumindest keines, das sie zugeben würde....


Meine Bewertung:
Ein absolut gelungener Auftaktband der vermutlich fünfteiligen Reihe. Der nächste Teil kommt bereits in drei Monaten heraus. Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf „Eine Prise Liebe“

Das Cover im Handlettering-Style ist mir direkt ins Auge gestochen (scheint jetzt wieder ein neuer Trend zu sein, habe schon das nächste entdeckt ...), findet ihr es nicht auch toll? Die Schrift, die Farben – einfach ein Traum und für mich magischer Anziehungspunkt.

 „Für Happy Ends gibt’s kein Rezept“ hat mir genau das geboten, was ich erwartet habe. Eine ordentliche, mit mehr als einer Prise Erotik gewürzte, Liebesgeschichte mit Irrungen und Wirrungen, die mir das Wochenende versüßt hat. Die fünf Freundinnen Addie, Cami, Mia, Kat und Riley sind alle sehr unterschiedlich, haben aber zumindest einen gemeinsamen Traum: das „Seduction“. Wobei jede von ihnen Single ist – was vermutlich nach Band 5 nicht mehr der Fall sein wird …



In diesem ersten Band geht es jetzt aber erst einmal um die toughe aber doch gleichzeitig sehr verletzliche Addie, die Restaurantmanagerin, und Jake Knox, der ebenfalls seine Wunden aus der Vergangenheit leckt. Alle beiden haben ein Vertrauensproblem und ziehen sich doch gegenseitig an (und stoßen sich ab), wie zwei Pole. Aber wehe sie treffen aufeinander, dann knistert die Luft und die Spannung ist greifbar. Es wird heiß!

Mir hat dieser Auftakt sehr gut gefallen, ich möchte unbedingt wissen, wie die anderen vier Frauen quasi „an den Mann gebracht werden“. Fünf wunderschöne Freundinnen, die gemeinsam ein Restaurant führen, kommen mir zwar etwas unrealistisch vor (wegen Zickenalarm …), aber wen interessiert das schon? Hauptsache die Story ist sexy und macht Spaß.

Mein Fazit:
Für den Serienstart gibt es von mir ganze 5 Lämpchen, weil ich bestens unterhalten wurde und viel Spaß hatte. Macht eindeutig Lust auf mehr!


Weitere Informationen zum Buch und der Autorin findet ihr auf der Internetseite von HarperCollinsGermany. Schaut doch mal vorbei, eine Leseprobe gibt es dort ebenfalls zu finden.

Ich bedanke mich auch für dieses Buch bei HarperCollinsGermany und MIRA Taschenbuch (MTB).

Viele Grüße
 
Deborah

Michelle Andreani, Mindi Scott - Für immer ein Teil von mir

Bei diesem Buch hat wieder einmal die Cover-Liebe zuerst zugeschlagen. Aber auch der Klappentext blieb nicht wirkungslos.



Darum geht es:

Cloudy und Kyle haben eine große Gemeinsamkeit: Beide vermissen Ashlyn, die ihr Leben nach einem Fahrradunfall verlor. Cloudy kommt ohne ihre beste Freundin nicht zurecht. Sie fehlt ihr und darüber hinaus quält sie ihr schlechtes Gewissen, weil sie ein Geheimnis vor Ashlyn hatte. Auch Ashlyns Freund Kyle fühlt sich verloren und findet keinen rechten Weg zurück ins Leben nach Ashlyn. Als Cloudy durch Zufall erfährt, dass Ashlyns Mutter mit den Empfängern von Ashlyns Spenderorganen in Kontakt steht, beschließt sie spontan, diese mit Kyle zu besuchen. Ihn zu überreden ist gar nicht so einfach, denn Kyle denkt, Cloudy hasst ihn. Dass das Gegenteil der Fall ist, ahnt er nicht einmal. Dennoch lässt er sich darauf ein und macht sich zusammen mit Cloudy und seinem Findelkätzchen Arm auf den Weg in seine Heimat und nach Las Vegas. Kein leichtes Unterfangen für zwei Teenager.



Meine Bewertung:

Ich muss gestehen, es ist jetzt schon ein bisschen länger her, dass ich das Buch gelesen habe, aber es gefiel mir sehr gut und deshalb hallt es auch noch immer nach. Das Cover könnte auch für einen Liebesroman stehen. Ganz so einfach ist es aber nicht: Zum einen geht es zwar um ganz normale Teenagerprobleme und die erste Liebe, zum anderen aber um den viel zu frühen Tod eines jungen Menschen und Organspende – ziemlich schwerer Stoff für ein Jugendbuch. Man kann sogar sagen, ein Thema, bei dem auch Erwachsene ihre Probleme haben. Wer setzt sich schon gerne damit auseinander, dass Teile eines geliebten Menschen in einem Fremden weiterleben? Krankheit und Tod – oder besser das Feiern des Lebens – werden in letzter Zeit gefühlt ziemlich häufig in Romanen für Jugendliche und Erwachsene aufgegriffen. Manchmal frage ich mich schon, warum das so ist. Hängt es mit derzeitigen vermehrten Ängsten zusammen oder liegt es einfach daran, dass die Verlage erkannt haben, dass solche Geschichten gerne gelesen werden?

Wie auch immer, in „Für immer ein Teil von mir“ wird ein heikles Grundthema aufgegriffen. Dieses wurde jedoch mit einer Leichtigkeit umgesetzt, die verhindert, dass die Geschichte irgendwann zu schwermütig und deprimierend wird. Im Gegenteil: Die beiden Jugendlichen suchen einen Weg, mit ihrer Trauer klarzukommen und diese auch zuzulassen. Sie merken dabei, dass sie ihre Freundin Ashlyn gar nicht vergessen müssen, um weiterzuleben. Auf ihrer Reise zu sich selbst entdecken sie noch weit mehr Wahrheiten und haben dabei sogar wieder Spaß. Und zu guter Letzt wissen sie auch, dass Ashlyn in ihnen allen weiterlebt – nicht nur in den Organempfängern.

„Für immer ein Teil von mir“ ist ein wunderbar einfühlsamer Roman über Liebe, Freundschaft und den Tod. Ein Roadtrip der anderen Art, den ich sehr empfehlen kann. Mehr will ich euch jetzt gar nicht verraten. ;-)

Mein Fazit:


Wieder einmal ein Young Adult Buch, dass auch mir sehr gut gefallen hat. Es lässt nicht an Tiefe vermissen, verliert sich aber auch nicht in tiefer Trauer. Eine gelungene Geschichte mit einer sehr positiven Sichtweise und einer gesunden Portion Humor. Deshalb gibt es von mir sehr helle 4 Lämpchen.



Weitere Informationen zum Buch und den Autorinnen + Leseprobe findet ihr auf der Internetseite von HarperCollinsGermany.

Ich danke HarperCollinsGermany für diesen wunderbaren Roman.

Euch allen einen schönen Sonntag. Genießt ihn draußen für mich mit. 😍

Deborah

Sonntag, 19. März 2017

Ross Dobson - Beer + Food - Das Beste zum Bier


Bier und leckeres Essen? Geht (fast) immer, oder?

Nachdem es ja in letzter Zeit eher orientalische Küche bei uns gab, wurde es mal wieder Zeit für etwas anderes. Und da bei uns ja auch gerne mal ein Bier auf den Tisch kommt, hat uns dieses Buch doch sehr neugierig gemacht. 



Was euch erwartet:


240 Seiten Bier und Rezepte.


Erst einmal erfahrt ihr ein klein wenig über die Geschichte des Bieres und seine Bedeutung. Und dann geht es auch schon los mit den Rezepten und zusätzlichen Infos zu verschiedenen Biersorten.


Hier die einzelnen Kapitel:
Anstoß
Kleine Tiere
Große Tiere
Frische Fische (ich kann es noch nicht mal tippen, ohne mich zu verschreiben... ;-))
Bier in bester Gesellschaft


Interessante Aufteilung, nicht? Was direkt auffällt: Eine Rubrik Grünzeug gibt es nicht. Beer + Food ist definitiv ein Buch für Nicht-Vegetarier.


Und so hat es uns gefallen oder besser geschmeckt:

Die Auswahl der Gerichte fiel etwas schwerer als sonst, denn entgegen der bereits erwähnten Annahme, gibt es doch viele Rezepte, die asiatisch/orientalisch anmuten. Eines davon habe ich auch direkt ausgewählt, da es mein indisches Lieblingsgericht ist: Chicken Tikka Masala. Insgesamt getestet haben wir drei Gerichte aus zwei Rubriken: „Kleine Tiere“ und „Große Tiere“. Es handelt sich dabei um drei völlig unterschiedliche Fleischgerichte in verschiedensten Richtungen. Jetzt gerade, während ich schon schreibe, köchelt das letzte Testessen vor sich hin ... Hmm, und es riecht schon wieder sehr gut.
Fangen wir aber erst einmal mit dem Kapitel „Kleine Tiere“ an. Gemeint sind damit Hähnchen und Kaninchen.


1. Kleine Tiere – Chicken Tikka Masala


Zuerst bin ich vor der Zutatenliste zurückgeschreckt. Aber dank meiner vorherigen Tests von „Persiana“ und „Scirorro“ bin ich doch recht gut ausgestattet mit Gewürzen aller Art und musste nur noch Garam Masala kaufen. Alles andere hatte ich bereits. Und frischen Koriander lasse ich wieder einmal weg. Ich mag ihn einfach nicht.


Die Beschreibung der Zubereitung ist sehr übersichtlich und hörte sich auch überhaupt nicht kompliziert an. Wenn da nicht eine kleine Bemerkung gewesen wäre: Hähnchenschenkel entbeint.

Bilder von der Vorbereitung des Hähnchenfleisches erspare ich euch lieber, denn ich habe noch nie zuvor Hähnchenschenkel entbeint. Was macht man, wenn man nicht genau weiß, wie etwas funktioniert? Richtig, einfach googeln und bei YouTube Tutorials gucken. Hilft aber alles nichts, wenn kein wirklich gut geschärftes Messer vorhanden ist. Um es kurz zu machen: Das wurde bei mir ein ziemliches Massaker und dauerte ewig. Für 6 Hähnchenschenkel habe ich sage und schreibe 1 ½ Stunden gebraucht. Daher mein Tipp für euch, wenn ihr damit auch keine Erfahrung habt: Fragt am besten bei eurem Metzger, ob er die Hähnchenschenkel für euch entbeinen kann.


Das Richten der Marinade geht dagegen recht flott. Hätte ich das Rezept vorher richtig gelesen, hätte ich vielleicht auch gesehen, dass die Hähnchenteile über Nacht in der darin bleiben sollen. Nun ja, hätte ich, habe ich aber nicht. Die vielen Zutaten haben mich davon abgelenkt. 😉 Nichtsdestotrotz schmeckte es sehr, sehr lecker. Das Fleisch der Hähnchenschenkel war sehr zart und hatte durch die Marinade eine feine Würze (viel Knoblauch, Ingwer ...).


Der Buchtitel lautet ja „Beer + Food“. Für die Bierauswahl war meine bessere Hälfte zuständig. Zum Chicken Tikka Masala reichte er ein Störtebecker Pils. Es passte wirklich wunderbar zu dem würzigen Hähnchen mit Basmatireis. Um den Abend abzurunden, haben wir uns im Anschluss einen Bollywoodfilm eingeschmissen und waren rundum satt und zufrieden.



Mein Fazit für das Chicken Tikka Masala: Sehr empfehlenswert. Aber ich werde beim nächsten Mal auf jeden Fall einmal den Metzger meines Vertrauens zurate ziehen oder einfach Hähnchenbrustfilets verwenden. Dann wird das Fleisch vielleicht nicht ganz so zart (obwohl ich mir da nicht einmal sicher bin wegen der Marinade), aber bestimmt genauso lecker. Und da wir ja nur zu zweit sind, hatten wir wieder Essen für drei Tage. 



Dann kommen wir jetzt zum Kapitel „Große Tiere“ - also Rind, Schwein, Lamm.


2. „Große Tiere“ - Cordon bleu vom Kalb


Hier hat uns das Cordon bleu vom Kalb angelacht. Im Vergleich zu dem indischen Hähnchen geht das Cordon bleu mega flott. Einfach die Kalbsschnitzelhälften würzen und mit Käse und Schinken füllen und anschließend panieren. Und schon können sie in die Pfanne. Es lohnt sich in diesem Fall wirklich, zum Metzger zu gehen und dort das Kalbfleisch zu kaufen. Spätestens in der Pfanne ist der Unterschied zu merken, wenn das Cordon bleu nicht zusammenschrumpft und zäh wird.


Hiervon kann ich euch auch ein paar Zubereitungsfotos zumuten ...





Dazu gab es einen badischen Kartoffelsalat: Gute Salatkartoffeln kochen, schälen und in Scheiben schneiden. Die Soße besteht aus Essig, Öl, etwas Maggi, warmer Fleisch- oder Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und Schnittlauch. Mehr kommt bei mir nicht an den Kartoffelsalat. Am liebsten mag ich ihn noch warm und schön saftig. Aber das kann man ja ganz einfach variieren.



 
Unsere Cordon bleu waren butterzart und trotzdem knusprig, gut gewürzt und so gut. Dazu gab es bei mir ein helles Bier aus der Brauerei Boltens, Dirk hat sich für eine dunkle Variante entschieden. Das empfohlene Stout hatten wir leider nicht da. Hat aber auch so ganz hervorragend geschmeckt. Da es sich wirklich schnell richten lässt, sind die Cordon bleu auch optimal für ein Abendessen mit Freunden oder Familie. Ein rustikales Abendessen, für das man nicht den ganzen Abend in der Küche steht.

 
Nun zum letzten Rezept...


3. „Große Tiere“ - Rindfleischeintopf mit Guinness


Welches Bier es zu diesem Fleischeintopf gibt, dürfte klar sein. Ein ganzes Guinness ist ja schon in der würzigen Soße untergebracht. Wie gesagt, während ich die Rezension schreibe, köchelt es gerade noch vor sich hin. Ich habe es aber schon probiert ... 😉 Das Rezept ist sehr einfach, nur sollte man frühzeitig damit anfangen, da das Rindfleisch langsam vor sich hin köcheln muss. Mit der angegebenen Flüssigkeit kam ich aber nicht zurande. Ich musste doch noch einiges an Wasser nachkippen, denn die Soße ist in den 1 ½ Stunden gut verkocht (ja, ich hatte den Deckel auf dem Topf). Und ich hatte an sich schon mehr Flüssigkeit dazu gegeben. 





Anstatt des empfohlenen Kartoffelpürees habe ich mich dazu entschlossen, mal wieder Spätzle zu machen. Wozu habe ich denn das „Das Kochbuch aus Schwaben“ aus dem Hölker Verlag? Der Teig ist fertig, jetzt wäre es schön, wenn das Wasser auch gleich blubbert. Dann kann es losgehen mit dem Spätzleschaben. Spätzlebrett und Schaber sind schon bereit. Ich auch. Ich bin dann gleich mal weg ... to be continued ...




So, da bin ich wieder. Die Spätzle (in meinem Fall eher Spatzen, aber wir mögen sie so) sind gelungen, der Rindfleischeintopf war sehr kräftig. Nachwürzen absolut nicht notwendig, eher verdünnen. Zusammen mit dem Guinness gab das ein super Essen für kühlere Zeiten. Zum Glück ist ja im Moment wieder eher schlechtes Wetter. Und nun sind wir pappsatt. Morgen Abend gibt es dann nach Nachschlag. Ist ja noch einiges übrig.




Jetzt wird erst mal das restliche Guinness verköstigt und der Sonntagabend genossen.
 
Meine Bewertung + Fazit:


Wenn du gerne mal ein Bier trinkst und dich fragst, welches Essen dazu gut passt (außer Currywurst, Pommes), bist du bei „Beer + Food“ natürlich gut aufgehoben. Es sind jedoch hauptsächlich kräftige, gehaltvolle und sehr fleischlastige Speisen, sodass sich das Buch für Vegetarier und Gemüseliebhaber nun überhaupt nicht eignet. Wer auf zünftige Kost steht und auch vor Gebratenem nicht zurückschreckt, wird aber sehr viel Freude mit dem Kochbuch haben. Es gibt sowohl Rezepte für Anfänger als auch für fortgeschrittenere Köche. Und in jedem Rezept wird das passende Bier erwähnt. So könnt ihr bei Essenseinladungen richtig punkten, weil ihr sogar wisst, welches Bier passt.


Ich gebe Ross Dobsons „Beer + Food“ 4 Lämpchen, denn ein bisschen Grünfutter zwischendurch hätte auch ich mir gewünscht. Ich bin auch ziemlich sicher, dass es da auch etwas Passendes gibt. Ansonsten ist das Buch toll aufgebaut, die Rezepte leicht verständlich und nachkochbar und alles optisch toll aufgearbeitet. 



Meinen herzlichen Dank an den Hölker Verlag für dieses Rezensionsexemplar, das uns wieder viel Freude gemacht hat. Hölker Kochbücher sind einfach toll, meine Sammlung wird mit Sicherheit weiter wachsen und gedeihen.

Weitere Informationen zu „Beer + Food“ findet ihr auf der Internetseite des Hölker Verlages.
 
Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern und einen guten Start in die Woche.

Deborah


Samstag, 25. Februar 2017

Sarah Morgan - Schlaflos in Manhattan

Da mich die letzten beiden Reihen von Sarah Morgan begeistert haben, wollte ich natürlich auch den Auftakt zur neuen Reihe, die in Manhattan spielt, nicht verpassen...



Darum geht es:

Drei Mädels von Puffin-Island hat es nach New York verschlagen. Paige, Eva und Frankie leben und arbeiten zusammen. Letzteres erledigt sich allerdings schlagartig, als alle drei von der Werbeagentur gekündigt werden, für die sie gearbeitet haben. Und dabei dachte Paige, dass sie an diesem Tag befördert würde. Falsch gedacht. Sie fällt zunächst einmal in ein tiefes Loch, weil ihr Traum zu zerbrechen droht.

Paige wird von ihren Eltern und ihrem älteren Bruder Matt und dessen besten Freund Jake übervorsorglich behandelt, weil sie an einem Herzfehler litt. Sie wünscht sich - fast - nichts mehr, als auf eigenen Beinen zu stehen und nicht mehr behandelt zu werden wie ein rohes Ei, doch dieser Wunsch rückt nun in weite Ferne. Oder vielleicht doch nicht? Jake, ihre heimliche Jugendliebe, hat eine Idee, die ihr aller Leben verändert...



Meine Bewertung:

Der Auftakt der neuen Reihe ist wieder einmal gelungen. Liebe im Big Apple. Schön finde ich den Bogen, der zu den Puffin Island Geschichten gespannt ist. So verliert man die Insel auch in Manhattan nicht gänzlich aus den Augen und sie bleibt in Erinnerung. Und ich war so gerne auf der Insel...aber ich bin auch gerne in New York zu Besuch.

Die drei neuen Freundinnen sind wohl etwas jünger als das letzte Trio, aber wieder alle auf ihre Art sehr sympathisch. Da ist die Paige, die nicht mehr als verletztlich und kränklich angesehen werden will und einen großen Ehrgeiz entwickelt, als Eventplanerin voranzukommen. Sie ist dabei sehr besonnen und hat großes Talent für Organisation. Eva ist die Heldin der Küche und auf Catering spezialisiert. Außerdem wirkt sie etwas tollpatschig und schusselig, was sie mit ihrer liebenswerten Art mehr als wett macht (irgendwie habe ich bei ihr immer Lisa Kudrow als Phoebe in "Friends" vor Augen...). Eva glaubt an die große Liebe. Frankie dagegen ist eher realistisch und burschikos und hat sich Pflanzen und Gartengestaltung verschrieben. Außerdem ist sie hervorragend im Bereich technischer Ausstattung von Events. Und irgendwie ist wohl ein bisschen in Paiges Bruder Matt verschossen (Teil 2 :-))...

Sicher, der Aufbau solcher Reihen ist nichts mehr Neues und nichts mehr Unbekanntes. Aber trotzdem lese ich sie liebend gerne - vorausgesetzt, sie sind nicht endlos lange. Drei bis fünf Bücher finde ich super, wenn es um Freundinnen/Freunde oder Geschwister geht. Darüber hinausgehend wird es meistens etwas langweilig und wiederholend. Die Gefahr dürfte dann hier ja nicht bestehen, da es sich nur um drei Freundinnen handelt - auch wenn die Entwicklung natürlich absehbar ist. 

Dass zwischen Paige und Jake die Funken nur so sprühen, bemerkt auch ein Blinder - mal abgesehen von Paiges Bruder. Und das ist wohl auch gut so. Die zwei ziehen sich an und stoßen sich ab wie zwei Magnete. So gibt es neben der Geschichte der Freundinnen natürlich auch eine prickelnde Lovestory.

Ich hatte mich schon so sehr auf das Buch gefreut, dass ich es natürlich ratz fatz durchgelesen hatte - und nun heißt es warten auf die Fortsetzung, die voraussichtlich am 12. Juni erscheint: "Ein Sommergarten in Manhattan" (Frankie). Danach geht es weiter mit "Lichterzauber in Manhattan" am 9. Oktober. Ist ja gar nicht mehr sooo lange. 

So, mehr schreib ich jetzt nicht mehr, sonst verrate ich womöglich Dinge, die ihr nicht wissen wollt. Wenn ihr Sarah Morgan Bücher mögt, lest es selbst. 



Mein Fazit:

Volle 5 Lämpchen für dieses Manhattan-Liebesmärchen, das meine Erwartungen an ein Sarah Morgan Buch zu 100% erfüllt hat. Ich freue mich auf die Folgebände. 



Weitere Informationen zum Buch und der Autorin findet ihr auf der Internetseite von HarperCollinsGermany

Vielen herzlichen Dank an Mira Taschenbuch/HarperCollinsGermany für das Rezensionsexemplar. 

Schönes Wochenende auch von mir!

Deborah

Freitag, 24. Februar 2017

Frank P. Meyer - Hammelzauber


Heute schreibt mal wieder der Mann...

Vorwort:



Auf der letztjährigen Frankfurter Buchmesse bin ich durch das Cover auf den Stand vom Conte Verlag aufmerksam geworden. Der Verleger und gleichzeitig Lektor des „Hammelzauber“, Herr Stefan Wirtz, legte mir in einem sehr persönlichen Gespräch auf dem Messestand dieses Buch ans Herz. Und ich gebe ihm Recht: ich wurde nicht enttäuscht. ☺ 



Inhalt:

»In der Nacht vom 14. auf den 15. September wurden in Primstal zwölf Straftaten begangen:- eine Erpressung
- ein Diebstahl
- eine Sachbeschädigung
- eine versuchte Vergewaltigung
- eine schwere Körperverletzung
- ein ungeklärter Todesfall mit Leichenschändung
- eine Entführung
- ein Einbruch
- eine Verleumdung
- eine Brandstiftung
- und ein Fischfrevel
… sowie ein weiteres Verbrechen, von dem die Ö
ffentlichkeit nichts erfuhr.


Wie selbst ein kriminologischer Laie erkennt, handelte es
 sich bei den einzelnen Fällen um Straftaten verschiedener Schwere. Die Polizei hatte keine Ahnung, wie diese Taten zusammenhingen. Sie wussten nicht einmal, ob sie überhaupt zusammenhingen. Für Primstal, einen Ort, in dem normal nichts passiert, war es überraschend, dass in einer einzigen Nacht Straftaten im Stundentakt begangen wurden, auch wenn es sich dabei um die erste Nacht der Dorfkirmes handelte.«



Quelle: Conte Verlag




Meine Bewertung:


Die Geschichte spielt im Saarland in nicht allzu ferner Zukunft, im Jahr 2040. Im benachbarten Atomkraftwerk Cattenom in Lothringen hat es 2024 eine Kernschmelze gegeben und weite Teile des Saarlandes verstrahlt und unbewohnbar gemacht. Es wurde natürlich evakuiert. Die Bewohner eines kleinen Dorfes namens Primstal blieben allerdings stur und in der Region wohnen.

Zur alljährlichen Kirmes in Primstal, dem Dorf, in dem normal nichts passiert, werden in der ersten Kirmesnacht 12 absonderliche Straftaten begangen. Die Saarbrücker Polizei sendet eine junge Kommissarin nach Primstal, um die Straftaten schnellstmöglich aufzuklären. Ihr zur Seite steht der alte Jus, der Dorfchronist.

Die traditionelle Dorfkirmes mit all ihren festen Ritualen, dem Mobilatorrennen durchs Dorf, dem Hammeltanz und nicht zu vergessen dem „Hammelzauber“, bilden das Korsett der Geschichte.

Diese wird wechselweise aus der Sicht eines externen Erzählers und aus der Perspektive von Jus erzählt. Vor allem letztere Perspektive zeigt uns den Alltag im Dorf mit vorbildlicher Gesundheitsversorgung, Vitalüberwachung per Armband (das nebenbei noch den aktuellen Standort des Trägers übermittelt), Überwachungsbildschirme in jedem Haus, selbstfahrenden Autos und Lieferdrohnen sowie die zwischenmenschliche Dramen, Liebes- und Streitfälle unter-, mit- und gegeneinander im Dorf.

Wie ihr euch vorstellen könnt, ist die Kirmeszeit in einem kleinen Dorf nicht unbedingt der allerbeste Zeitpunkt, um ungestört ermitteln und recherchieren zu können. Vor allem nicht in Primstal, dem Dorf am Rande der atomaren Sperrzone. Bevölkert von meist älteren, reichlich verschrobenen Einwohnern, die allesamt irgendwie „Dreck am Stecken“ zu haben scheinen und somit als Täter in Frage kommen.

Auch die junge Kommissarin kann sich dem skurrilen Charme der Dorfbevölkerung nicht entziehen und die Ermittlungen laufen anders, als von ihr anfangs geplant. Auch der reichliche Genuss des Hammelzauber (Rezept am Ende des Buches) ist nicht so ganz unschuldig daran.

Wie sie sich zusammen mit dem alten Jus durch das bunte Dorftreiben ermittelt, lest ihr am besten selber und habt Spaß dabei. Alles, was ich jetzt weiter dazu schreiben würde, wären Spoiler, die euren Lesespaß dämpfen würden.

Mein Fazit:

Der Autor vermengt SciFi, Krimi und Dorfleben zu einer aberwitzigen, dystopischen Geschichte, die sich so jederzeit in näherer Zukunft auch in den anderen deutschen Grenzgebieten abspielen könnte. Die Atommeilerwracks in Tihange und Doel (Belgien), Cattenom und Fessenheim (Frankreich), Temelin (Tschechien) und vielen weiteren in der Schweiz, Frankreich und anderen europäischen Staaten sind ja nicht wirklich weit entfernt.

Mir persönlich hätte es besser gefallen, die Geschichte etwas kürzer und knackiger auf den Punkt zu bringen. Ich freue mich aber dennoch auf weitere Romane von Frank P. Meyer.

Weitere Infos zum Buch und zum Verlag findet Ihr auf der Internetseite des Conte Verlages. .

Leselämpchenwertung:

4 von 5 Leselämpchen für diese „strahlende“ Geschichte. Ich bedanke mich beim Conte Verlag für das Rezensionsexemplar.



Nun euch allen einen schönen Start ins Wochenende.

Dirk

Co-Autor & Mitbruzzler
 

Sonntag, 19. Februar 2017

Claus Vaske - Gustaf. Alter Schwede

Oder: Wie werde ich den Haken wieder los?


Bei dem Klappentext des Buches konnte ich einfach nicht widerstehen. Das klang nach sehr viel Spaß. Und meine Erwartungen....(siehe unten bei "Meine Bewertung"...)

Darum geht es:

Familie Baumann ist seit längerem auf der Suche nach einem Haus und findet ein unfassbar günstiges Angebot: Es handelt sich um ein altes Anwesen mit viel Grundstück. Bei dem Kaufpreis vermuten sie einen Fehler der stark angetrunkenen Immobilienmaklerin. Oder es müsste sonst irgendeinen Haken geben. Okay, es müsste einiges gemacht werden im Haus, vielleicht liegt es daran? Egal, die Baumanns schlagen zu.

Mit dem Haken, der sie tatsächlich erwartet, hätten sie allerdings nicht gerechnet. Sie haben einen Mitbewohner, den mittlerweile 411 Jahre alten (mittlerweile auch ziemlich toten) rechtmäßigen Besitzer des Anwesens: Gustaf Birger Gunnarsson, Freiherr zu Rotthoven. Gustaf schätzt Alkohol in Form von Bier und Wein, ein gutes Fernsehprogramm und Amazon. Von nun an hält er die Familie auf Trab mit seinem abendlichen Unterhaltungsprogramm und diversen Online-Bestellungen, die die Familie fast in den Ruin treiben. Er mischt das Familienleben so richtig auf.


Saskia Baumann hatte gehofft, ihr Liebesleben mit Achim wieder zu beleben. Aber hej, abendliche Fernsehsessions mit Gustaf sind doch auch etwas. Wenn nur der dicke Kopf am Tag danach nicht wäre...


Meine Bewertung:

...wurden erfüllt (siehe oben). Ich hatte so viel Spaß mit Gustaf und der Familie Baumann. Deshalb habe ich das Buch an einem Tag in einem Rutsch durchgelesen und dabei so viel und so laut gelacht, dass mein Couchnachbar mich manchmal amüsiert angrinste. Ich war dann so nett und habe ihm den entsprechenden Textabschnitt vorgelesen, damit er meinen Lachanfall nachvollziehen konnte. Hat gewirkt. ;-)

"Gustaf. Alter Schwede" ist eine Geschichte, die ich mir so richtig gut als Film vorstellen kann. Der Geist, der redet wie der Typ in der Ikea-Werbung (nur vielleicht mit etwas tieferer Stimme - fände ich passend), den Kühlschrank leert, ständig auf der Couch sitzt und säuft wie ein Loch, die genervte Mutter, der resignierende und mit feiernde Vater, der begeisterte Sohn und die zickige Teenietochter. Alles zusammen genommen beste Unterhaltung. Da merkt man durchaus, dass der Autor mit seinen Drehbüchern für einige Lacher im deutschen Fernsehen verantwortlich war.

Claus Vaske hat eine sehr lebendige Art zu schreiben, sodass ich gleich das Gefühl hatte, mittendrin statt nur dabei zu sein. Sehr amüsiert habe ich mich unter anderem über die Lexikon-mäßigen (Wikipedia?) Worterklärungen und Gustafs ständige Versuche, das Liebesleben von Saskia und Achim in Schwung zu bringen und es doch gleichzeitig dadurch zu verhindern, dass er Achim zu Zwei-Mann-und-viel-Alkhohol-Parties verführt. Saskias Frust ist verständlich. Da kann man (frau) schon mal auf dumme Gedanken kommen.

Ich möchte jetzt nicht allzu viel dazu schreiben, denn ich möchte euch ja nicht den Lesespaß verderben.

Mein Fazit:


Wenn ihr etwas richtig, richtig Lustiges lesen wollt: Gustaf bringt euch bestimmt zum Lachen, wenn ihr etwas derben Humor bis hin zu Slapstick mögt.

Leider wird es zum Ende des Buches dann doch etwas zu abstrus und komplett überzogen, weswegen ich einen kleinen Abzug mache. Das mindert den Gesamteindruck aber nicht bedeutend. Ich würde jederzeit wieder zu einem Buch von Claus Vaske greifen.


Ich bedanke mich herzlich bei HarperCollins für das Rezensionsexemplar. Weitere Informationen zum Buch und auch eine Leseprobe findet ihr auf der Verlagsseite


Viel Spaß beim Lesen und einen schönen Sonntag!

Deborah

Sonntag, 15. Januar 2017

Antoine Laurain - 3 Bücher und viel Begeisterung

Ich bin ja immer noch am Aufarbeiten meiner Rezensionen. Deshalb gibt es heute gleich eine Vorstellung von drei ganz besonderen Büchern, drei absoluten Highlights meines Lesejahres 2016 – die drei total unterschiedlichen Bücher von Antoine Laurain...



Ich fange mit der Beschreibung des in Frankreich zuerst erschienen Romans an. Hier in Deutschland erschienen die Bücher in umgekehrter Reihenfolge. 



Das Bild aus meinem Traum




Ich wurde vom Atlantik Verlag mit diesem Buch überrascht und war sehr glücklich darüber. Einige Zeit zuvor hatte ich „Der Hut des Präsidenten“ gelesen und jedem davon vorgeschwärmt, der mir zuhörte.

Darum geht es:

Pierre-François Chaumont ist Anwalt, sammelt mit großer Leidenschaft alte Dinge, die die Seele ihrer früheren Besitzer bewahrt haben, und ist ein Stammgast auf diversen Auktionen. Seine Frau Charlotte teilt seine Begeisterung nicht und fühlt sich durch den vielen Kram in ihrer Wohnung gestört. Eines Tages entdeckt er ein Gemälde aus dem 18. Jahrhundert, ein Porträt, das ihn selbst zeigt. Kein anderer außer ihm erkennt die Ähnlichkeit und trotzdem beharrt er darauf und beginnt nach dem der Herkunft des Bildes zu forschen. Er stößt auf das Weingut des Grafen de Rivaille. Die Geschichte lässt ihm keine Ruhe und er fährt in das Dorf im Burgund Was er nicht weiß: Der Graf ist seit langer Zeit verschwunden und wird von seiner Frau Mélaine vermisst. 




Meine Bewertung:

Die Geschichte um Pierre-François Chaumont ist bezaubernd und erzählt von den Chancen im Leben und dem freien Willen, der völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Monsieur Chaumonts Leben ist festgefahren und relativ freudlos – wenn man einmal von seinen Besuchen im Auktionshaus absieht. Er findet mehr Leben in den Dingen, die er um sich hortet, als in der erkalteten Beziehung zu seiner Frau Charlotte, die sich auch noch über ihn und seine Leidenschaft lustig macht.

„Eine Sammlung beginnt mit zweien, wenn man auf der Suche nach dem Dritten ist.“ Um diesen Satz würde mein Leben zukünftig kreisen. (Zitat Seite 22)

Monsieur Chaumont hat bereits als Junge die Sammelleidenschaft seines homosexuellen Onkels Edgar übernommen, der Zeit seines Lebens nie offen sein Leben leben durfte. Es ist verständlich, dass er darüber nachdenkt, aus diesem Leben auszubrechen, in dem seine Sammlung ebenfalls zu seiner Obsession wird. Er hat genug alte Erinnerungen gesammelt, es wird Zeit neue zu schaffen.

„Wenn du ein echter Sammler werden willst, musst du eines verstehen: Die Dinge, die echten Dinge“, hatte er mit gehobenem Zeigefinger betont, „bewahren die Erinnerung derjenigen, die sie besessen haben.“
(Zitat Seite 27)

Was mir besonders gut gefallen hat an der Geschichte, ist die Tatsache, dass eigentlich bis zuletzt nicht ganz klar ist, ob das alles tatsächlich passiert oder ob es sich um einen Traum handelt und was aus dem Grafen geworden ist. Außerdem gefällt mir die Entscheidung und der Mut von Monsieur Chaument ausnehmend gut.

Antoine Laurains Schreibstil hat es mir ohnehin sehr angetan. Ich habe das Gefühl, meine französische Lieblingsautorinnen und -autoren schreiben irgendwie ganz anders und oftmals besonders bildreich, poetisch und mit vielen kleinen versteckten (durchaus positiven) Gedanken. Ich finde immer mehr Gefallen daran und freue mich auf weitere Bücher von Antoine Laurain und all den anderen Schriftsteller/innen aus unserem Nachbarland.

Mein Fazit:

Im Vergleich zu den anderen beiden Büchern, die ich von Antoine Laurain gelesen habe, möchte ich für „Das Bild aus meinem Traum“ 4 Lämpchen vergeben – aber nur, weil die anderen noch besser sind. Ich habe bei 3 Büchern quasi 2 erste Plätze und einen zweiten Platz vergeben. 





Der Hut des Präsidenten






Darum geht es:

Der französische Präsident François Mitterand vergisst seinen Hut in einer Brasserie. Der kleine Buchhalter Daniel Mercier nimmt ihn an sich und trägt ihn. Es scheint, der Hut verleiht im eine unsichtbare Kraft, die es ihm ermöglicht, endlich sichtbar zu werden und etwas aus sich zu machen. Doch der Hut bleibt nicht mehr bei ihm, er wandert weiter zu den verschiedensten Personen – und bei jedem bewirkt er eine Änderung seines Lebens.

Meine Bewertung:


„Der Hut des Präsidenten“ war für mich das erste Buch, das ich von Antoine Laurain gelesen habe. Ich war wirklich begeistert von der Geschichte, den einzelnen Stationen des Hutes und der Entwicklung der Protagonisten. Was für eine großartige Idee und etwas komplett anderes als sein erstes Buch „Das Bild aus meinem Traum“. Und gerade das finde ich hervorragend. Der Nachfolger ist in keiner Weise ein Abklatsch des ersten Buches und wurde für mich direkt einer der Buchfavoriten 2016 – und stand auch mit ganz oben auf der Liste.

Das Zitat zu Beginn des Buches ist mehr als treffend für die Geschichte:

Ein Hut auf dem Kopf verleiht einem eine unleugbare Autorität über die, die keinen tragen.
(Zitat von Tristan Bernard, aus „Der Hut des Präsidenten“)

Jeder einzelne der Träger wird selbstbewusster und gibt seinem Leben danach eine komplett neue Wendung – auch wenn es manchmal schmerzhaft ist, diesen neuen Weg einzuschlagen. Manch einer von ihnen begreift sogar, dass der Hut nicht für einen alleine gemacht ist und gibt ihn sogar freiwillig wieder frei. Es scheint tatsächlich, als hätte der Hut einen Teil der Autorität seines Besitzers übernommen.

Ich wollte die Rezension schon sehr lange schreiben, war aber auf der Suche nach „dem“ Hut für die Fotos. Es konnte einfach nicht irgendeiner sein. Irgendwann fiel es mir ein, welchen Hut ich dafür brauchte: Den Hut meines Opas, ein richtig gutes, altes Stück, auch mit seinen Initialen darin. Bevor ich anfing, die Buchbewertung zu schreiben, habe ich ihn aufgesetzt. Der Effekt: Ich habe mich aufgerichtet, den Kopf höher und gerader gehalten und habe versucht, mir vorzustellen, wie er ihn getragen hat. Ja, ein Hut kann Einfluss auf die Haltung haben und wer weiß, vielleicht dadurch auch auf die persönliche Einstellung. Ich habe keine Ahnung, was Antoine Laurain auf die Idee gebracht hat, aber die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und ich war gespannt, was noch alles passiert. Und vor allem, ob der Präsident selbst noch einmal ins Spiel kommt.




Mein Fazit:

Ich liebe dieses Buch – wenn ich mehr als 5 Lämpchen hätte, würde ich sie dafür vergeben. Meine absolute Leseempfehlung für dieses überraschende Roadmovie der anderen Art: Ein Hut geht auf große Reise und vollbringt dabei gute Taten. Wer hätte das gedacht. Eine phantastische Überraschung. :-)






Liebe mit zwei Unbekannten
 


Darum geht es: 


Laure wird überfallen und dabei schwer verletzt. Buchhändler Laurent findet eines morgens eine fast neue, lila Damenhandtasche auf einem Mülleimer. Er vermutet direkt, dass sie seiner Besitzerin gestohlen wurde und nimmt sie mit. Zu Hause untersucht er die Tasche, findet aber keinen konkreten Hinweis auf ihre Besitzerin. Er findet lediglich ein rotes Notizbuch, ein Buch mit Widmung des Autors, Parfum, ein Foto und viele weitere Kleinigkeiten – aber keinen Namen. Er beginnt, die Eintragungen in dem roten Notizbuch zu lesen, ihre Gedanken und Träume, und beschließt, diese Frau kennenzulernen. Obwohl er wenig Chancen hat, anhand der wenigen Gegenstände herauszufinden, wer diese faszinierende Frau ist, gibt er die Hoffnung nicht auf und macht sich auf die Suche nach Laure. Laurent hat sich verliebt in die Gedanken dieser Unbekannten. 

Meine Bewertung:


Nachdem ich die ersten zwei Bücher gelesen habe, brauchte ich auf jeden Fall auch „Liebe mit zwei Unbekannten“. Ich musste es einfach lesen und hatte völlig unerwarteter Weise das Glück, dieses tolle Buch zu ertauschen. Was für eine Freude, denn nun habe ich alle bisherigen Bücher von Antoine Laurain komplett.

Dieses Buch habe ich zuletzt gelesen und es ist für mich die ganz große Liebesgeschichte meines Lesejahres 2016 (ja, ich weiß, es ist schon 2015 erschienen, aber trotzdem). Die Vorstellung, dass sich zwei Menschen nur wegen einer Handtasche und deren Inhalt finden, ist einfach schön. Hinzu kommt natürlich, dass diese Lovestory in meiner Herzensstadt Paris spielt und ich mir alles so gut vorstellen kann dank der guten Beschreibungen. Ein Traum. Laure und Laurent sind für mich das Traumpaar 2016. Es passt einfach alles, die lila Handtasche, das rote Notizbuch, Laurents Buchhandlung „Le Cahier Rouge“ (Das rote Heft), eine Frau, die im Koma liegt. Stoff für ganz großes (Kopf-)Kino. „Liebe mit zwei Unbekannten“ ließ mich mit einem Seufzen zurück – einem „Schade, dass die Geschichte schon zu Ende ist“-Seufzer.

Ich möchte gar nicht viel mehr über „Liebe mit zwei Unbekannten“ schreiben aus Angst, euch zu viel zu verraten. Lest es einfach selbst. Ein klitzekleines Zitat daraus möchte ich euch aber noch mitgeben:

„Nein“, sagte der Arzt sanft und wandte den Kopf zum Fenster. „Ich danke Ihnen. Machen Sie schöne Dinge, Laure, seien sie glücklich, versuchen sie es zumindest, das Leben hängt an einem Faden, die Erfahrung haben sie gemacht.“ (Zitat Seite 182)

Anmerken möchte ich noch, dass es Sinn macht, die Bücher in dieser Reihenfolge zu lesen, wenn man kleine Details aus den anderen Büchern wiederfinden möchte. Ihr wisst ja, ich finde das klasse.

Mein Fazit:

Bisher mein allerliebstes Antoine Laurain Buch. Mal sehen, ob er das mit dem nächsten Buch noch einmal übertrifft. Nach „Der Hut des Präsidenten“ schien mir das schon nicht möglich, doch der Autor setzt noch einen drauf. Und wieder eine komplett andere Geschichte. Hier würde ich am liebsten auch mehr als fünf Lämpchen vergeben. 




Zum guten Schluss mein Senf zu allen drei Büchern





Nicht ganz verständlich ist für mich, warum die Romane in umgekehrter Reihenfolge erschienen sind, aber tragisch ist das nicht, da sie ja völlig eigenständig und unabhängig voneinander sind. Auch wenn es kleine Wiedererkennungswerte gibt. Sehr gut gefällt mir die Aufmachung der Ausgaben des Atlantik Verlages. Zusammen sind sie doch wirklich ein Traum – besonders die Farbgebung und die Schlichtheit der Cover.

Jeder Roman hat ein eigenes Thema und ist anders als der vorhergehende. Aber ein roter Faden zieht sich durch alle Geschichten: Es geht immer um Menschen, die vor einem Wendepunkt stehen und vor einer Entscheidung. Frauen und Männer, die ihr Leben umkrempeln und etwas ganz Neues wagen beziehungsweise, die sich auf neue Beziehungen einlassen. Menschen auf der Suche nach Liebe und Glück (oder auch Erfolg). Das Zitat aus „Liebe mit zwei Unbekannten“ trifft die Grundaussage sehr gut: Sei du selbst, versuche glücklich zu sein (womit auch immer), du hast nur dieses Leben – und das kann ganz schnell zu Ende sein. Oder, um es mit dem allseits bekannten Spruch auszudrücken: Nutze den Tag!

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Atlantik Verlag für diese wunderschönen Bücher und die großartige Überraschung zum Erscheinen von „Das Bild aus meinem Traum“. Was für eine Freude! Ein bisschen habe ich ja die Hoffnung, dass dieser sympathische Autor zur nächsten Frankfurter Buchmesse kommen wird – denn schließlich ist Frankreich 2017 das Gastland. Wenn das kein guter Grund ist!

Informationen zu allen drei Büchern und dem Autor findet ihr auf der Internetseite des Atlantik Verlages



Falls ihr die Bücher noch nicht gelesen habt, wäre das mein Tipp für 2017. Unbedingt nachholen. 


Viel Freude beim Lesen und noch einen schönen Sonntag!

Deborah