Sonntag, 20. August 2017

Stephan Orth - Couchsurfing in Russland

Nachdem die Buchhändlerin unseres Vertrauens dieses Buch wärmstens empfohlen hat, ist "Couchsurfing in Russland" von Stephan Orth an Ostern bei uns eingezogen. Ein kalorienarmer aber dennoch gehaltvoller Osterhase...


Der Klappentext/Inhalt:

Das erste Russland-Buch ohne Bären und Balalaikas!

Was ist Propaganda, was ist echt? Über keinen Teil der Erde ist die Informationslage verwirrender als über Russland. Da hilft nur: hinfahren und sich sein eigenes Bild machen. Zehn Wochen lang sucht Bestsellerautor Stephan Orth zwischen Moskau und Wladiwostok nach kleinen und großen Wahrheiten. Und entdeckt auf seiner Reise von Couch zu Couch ein Land, in dem sich hinter einer schroffen Fassade unendliche Herzlichkeit verbirgt. (Quelle: Piper)


Der Autor:

Stephan Orth, Jahrgang 1979, studierte Anglistik, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie und Journalismus. Von 2008 bis 2016 arbeitete er als Redakteur im Reiseressort von SPIEGEL ONLINE, bevor er sich als Autor selbstständig machte. Für seine Reportagen wurde Orth mehrfach mit dem Columbus-Preis ausgezeichnet. Er ist Autor des Nr.1-Bestsellers »Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt«. Bei Malik erschienen seine Bücher »Opas Eisberg« und »Couchsurfing im Iran: Meine Reise hinter verschlossene Türen«, das Platz 4 der SPIEGEL-Bestsellerliste erreichte und dort mehr als 70 Wochen lang vertreten war. Seit März 2017 ist der Nachfolger »Couchsurfing in Russland« erhältlich. (Quelle: Piper)




Meine Meinung:

Ich hab dieses Buch verschlungen. Der Autor nimmt einen mit auf eine abenteuerliche Reise durch ein uns unbekanntes Russland und zeichnet ein Bild von Land und Leuten, das so ganz anders ist als wir es durch die Medien kennen zu glauben.

Russland ist so unglaublich groß, dass jede Region eine kleine Welt in einer größeren Welt darstellt, in der es möglich ist - ohne das Land zu verlassen - quasi eine kleine Weltreise zu machen. Durch die Karten zu Beginn jedes Kapitels und in den Buchklappen vorne und hinten ist die Reiseroute nachzuvollziehen, ohne die Orientierung zu verlieren.

Wie sehr unser Bild von Russland und beispielsweise dem Kaukasus von den Medien geprägt ist, zeigt das Kapitel über Grosny. Irgendwie hat man im Hinterkopf, dass in Tschetschenien noch alles in Trümmern liegt. Inzwischen ist die Stadt wieder aufgebaut, mit einer imposanten Hochhaus-Skyline, die einen eher an die Arabischen Emirate erinnern als an Russland.

Der Autor beschreibt in seinem Buch auch seine Gastgeber, die unterschiedlicher nicht ausfallen könnten, und gibt erste Einblicke in Kultur, Sprache und Gepflogenheiten der Menschen in den jeweiligen Regionen. Viele Farb- und Schwarz-Weiß-Fotos sorgen für die visuellen Einblicke in dieses weite und schöne Land.


Persönlich haben mir die Kapitel am besten gefallen, die die Reise durch Sibirien beschreiben. Das Altai-Gebirge, die Weltuntergangssekte und natürlich Mirny, die Stadt, in der das gigantische Tagebauloch der Diamantenmine als „Arschloch der Welt“ betitelt wird. Es ist die Touristenattraktion von Mirny, ansonsten gibt es noch ein paar ausgemusterte Tupolews am Flughafen der Stadt zu sehen.

Abschließend kann ich sagen, dass auch bei mir, wie in anderen Rezensionen zu diesem Buch oft erwähnt, die Lust aufgekommen ist, in den Flieger zu steigen, um einige der besuchten Regionen selbst zu erleben. Bis es irgendwann mal soweit ist, tröste ich mich mit Pelmeni, Wareniki und anderen russischen Leckereien über das Fernweh hinweg.

Und ja, natürlich gibt es von mir von 5 von 5 Lämpchen.


Ich freue mich schon auf das kommende Buch und auch auf "Couchsurfing im Iran" - was nun definitiv auf meiner Wunschliste steht.

Einen schönen Sonntag!

Dirk

Ps: Über Empfehlungen für leckere, russische Rezepte oder Kochbücher würde ich mich freuen. Wenn ihr welche habt: Immer her damit. 😄






Donnerstag, 17. August 2017

Mal etwas anderes: Eine Kalenderrezension

Das ist wieder einmal eine Premiere. Ich habe noch nie eine Rezension zu einem Kalender geschrieben. Warum nicht? Vielleicht hilft mir das ja über meine derzeitige Rezensionsschreibblockade hinweg? Hier also mein Eindruck zum Taschenkalender "Mein Einhorn" 2018 (EAN 42 508096 3073 1) aus dem Dumont Kalderverlag.

Angefangen hat alles am 10.06.2017 auf der zweiten Litblog-Convention bei Bastei Lübbe in Köln. Es war wieder ein grandioser Tag mit vielen sympathischen Buchmenschen. Wir hatten sehr viel Spaß.

Unter anderem hat sich uns der Dumont Kalenderverlag vorgestellt mit seinem umfangreichen Kalenderprogramm für 2018. Ein Highlight davon durften wir direkt mitnehmen: Einen großen Wandkalender mit Torsten Woywods eindrucksvollen Bildern aus Buchläden rund um die Welt, nachdem er uns von seiner Reise erzählt hat. Aber darüber berichte ich euch dann ein anderes Mal (wenn ich auch das passende Buch dazu habe).

Ich habe mich spontan in diesen pinkfarbenen Taschenkalender verliebt. Farbe, Struktur, die Größe, die Aufteilung, 2 Lesebändchen und noch ein frecher Spruch, der zum nervigen Alltag passt:


Nein, es ist kein Einhorn abgebildet - weder auf dem Einband noch innen drinnen. Aber das muss auch gar nicht sein. In dem sehr umfangreichen Katalog fand ich noch viele schöne Kalender, die ich gerne haben würde - richtige Kunstwerke. Doch leider habe ich gar nicht so viel Platz an den Wänden (ihr ahnt es sicher: Bücherregale...).

Ich kann es noch gar nicht fassen, dass ich bereits im Juni alle Kalender für das kommende Jahr 2018 parat habe, noch bevor die ersten Weihnachtssüßigkeiten in den Supermärkten angekommen sind und das Jahr gerade mal zur Hälfte um ist. Wahnsinn!


Zu den ersten, äußeren Eindrücken:

Mich spricht der Kalender sowohl von der Optik als auch von der Haptik her an. Die Größe (ca. 16,5 x 12,5 cm) ist optimal für meine Handtasche und auch für den Rucksack. Super finde ich die helle Farbe. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich bin immer fluchend auf der Suche nach sämtlichen dunklen Kleinteilen in meiner kleinen-Wohnung-to-go. Ja, auch ich gehöre zu den Frauen, die vom Pflaster über Deo bis hin zu Kaugummis quasi den kompletten Hausstand mit sich herumschleppt.

Der Kalender fühlt sich wie ein kleines Hardcover-Buch an. Wenn ich ihn nicht sehe, kann ich ihn wenigstens gut ertasten in meiner Tasche.

Nun aber zu den inneren Werten:

Wenn du den Kalender öffnest, siehst du als erstes diese Seite:


Nein, ich habe noch nichts ausgefüllt. Das mache ich erst Ende des Jahres.

Nach dieser und der Seite für die Adresse folgt eine Jahresübersicht für 2018 und im Anschluss das Kalendarium, das genügend Platz lässt für die täglichen Eintragungen, aber auch nicht übermäßig groß ist. So sieht das Ganze aus


Da ich nicht sonderlich viele Termine habe, ist diese Größe für mich persönlich optimal.

Im Anschluss an das Kalendarium gibt es eine weitere Gimmicks: Eine Jahresübersicht für 2019, eine Übersicht internationaler Maßeinheiten und Größen, Übersichten für internationale Vorwahlen und Schulferien, Listen für die Urlaubsplanung und das Kofferpacken, ein Geburtstagskalender, Listen für Geschenkideen und ausgeliehene Dinge, To Do Listen, Platz für Skizzen und Adressen. Und zu guter Letzt Platz, um seine Gedanken für/über 2018 festzuhalten.


Mein Fazit:

Ich mag meinen neuen Einhornkalender und freue mich auf ein rosa Jahr 2018. Eine klitzekleine Kleinigkeit habe ich vermisst: Irgendwie hatte ich erwartet, dass innen noch mehr Sprüche sind - vielleicht zur Aufteilung zwischen den einzelnen Monaten (so kenne ich es von anderen Kalendern). Der Kalender ist dadurch aber nicht weniger schön. Es ist eher ein "hätte ich gerne gehabt", für das ich keinen Punktabzug machen möchte. Von mir gibt's 5 Lämpchen.


Weitere Informationen zu diesem Schmuckstück findet ihr auf der Seite des Dumont Kalenderverlages.


Ich bedanke mich herzlich beim Dumont Kalenderverlag für dieses schöne Testexemplar und das nette Gespräch auf der Litblog!

In diesem Sinne: Komm Einhorn, wir gehen ins Bett. Ist höchste Zeit zum Schlafen. Noch ist ja nicht Wochenende. 😉

Einen schönen Abend. Und nicht vergessen: Morgen ist Freitag!

Deborah

Mittwoch, 16. August 2017

Sarah Morgan - Ein Sommergarten in Manhattan

Im Februar hat mich der Auftakt von Sarah Morgans neuer Manhattan-Reihe "Schlaflos in Manhattan" begeistert. Im August hielt ich nun endlich die Fortsetzung in den Händen. Es geht weiter mit den "Urban Genies" - Paige, Eva und Frankie. Allein schon das Cover von "Ein Sommergarten in Manhattan" war wieder ein Volltreffer. Obwohl es für Frankie eigentlich eher ein grünes Cover hätte sein sollen...



Und darum geht es im zweiten Buch der Trilogie:

Wie ich oben schon verraten habe, ist dieses Mal Frankie die Hauptfigur. Und Matt, Paiges Bruder und langjähriger guter Freund von Frankie. Die Dienstleistungsagentur "Urban Genie" macht sich mittlerweile sehr gut. Paige, Eva und Frankie haben alle Hände voll zu tun. Sehr zum Leidwesen von Frankie planen sie auch jede Menge Hochzeiten mit. Das Grauen für Frankie, die nicht an Liebe und Ehe glaubt.

Umso mehr möchte sie Matt bei der Gestaltung eines Dachgartens unterstützen. Matt bittet sie um Hilfe. Eine sehr reizvolle Aufgabe, die leider einen Haken hat: Frankie müsste sehr eng mit sexy Matt zusammenarbeiten, was ihr nicht ganz leicht fällt, da sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen fühlt. Frankie ahnt nicht, wie tief Matts Gefühle für sie sind, und wie sehr es ihm am Herzen liegt. Nach und nach versucht er, die meterhohen Mauern um ihr Herz einzureißen. Doch wird Frankie Matt je vertrauen?



Meine Bewertung:

Ich wurde nicht enttäuscht. Es war kein schwacher zweiter Teil. Nein, ganz im Gegenteil: Frankies Geschichte gefiel mir genauso gut wie die von Paige und Jake. Das Ende ist auch hier natürlich absehbar, aber der Weg dahin ist voller Steine aber auch romantischer und lustiger Erlebnisse. Ein bisschen Drama ist auch dabei, aber in durchaus erträglichem Maße.

Mein persönliches Highlight in diesem Band: Ein Wiedersehen mit den Protagonisten der Puffin-Island-Reihe. Zu viel darf ich ja nicht verraten, sonst habt ihr ja keinen Spaß mehr beim Lesen.

Die burschikose, etwas eigenbrödlerische und ernste Frankie mit all ihren Macken und Unsicherheiten ist mir im Lauf dieses Buches sehr sympathisch geworden. Es ist nicht zu übersehen, wie sehr sie in jungen Jahren verletzt wurde.

Matt war ja ohnehin schon im ersten Teil ein Sympathieträger, der große Bruder, der seine Schwester beschützt (so etwas habe ich mir immer gewünscht, aber leider nie bekommmen...). Ein Traummann, schlicht zu gut um wahr zu sein: Attraktiv, stark, mitfühlend, liebevoll, aufmerksam, beschützend und als Krönung des Ganzen auch noch handwerklich begabt. Er bietet quasi das Rundum-Wohlfühl-Paket. Da kann noch nicht einmal Frankie nein sagen, oder?

Sarah Morgans Bücher haben für mich so ein bisschen Suchtpotential. So setzte auch "Ein Sommergarten in Manhattan" in meinem SUB kein Moos an und wurde direkt in einem Rutsch durchgelesen. Wäre auch gar nicht anders gegangen bei einem Lesekreis-Buch, aber das ist eine andere Geschichte. ;-) Ich freue mich schon jetzt auf Evas Geschichte, denn irgendwie ist sie mir die liebste von den drei Freundinnen. Sie ist von Grund auf positiv eingestellt und wünscht sich einfach nur die große Liebe. 


Mein Fazit:

Ich liebe es. Nein, es ist nicht anspruchsvoll. Ja, es ist kitschig schön. Nochmal ja: Genau das will ich abends nach der Arbeit lesen. Und deshalb (völlig unerwartet...) gibt's von mir wieder einmal 5 Lämpchen. Sorry, aber ich stehe dazu.


Viel Spaß beim Lesen dieser Reihe! Ich würd' mich freuen, von euch zu hören, wie ihr die Bücher von Sarah Morgan findet. Im Oktober geht es übrigens schon weiter mit "Lichterzauber in Manhattan". Ich freu mich drauf.






Viele Grüße und eine schöne Restwoche!

Deborah


Sonntag, 30. Juli 2017

Hermien Stellmacher - Katzenglück und Dolce Vita

Ich habe mich so sehr gefreut auf Hermien Stellmachers neues Buch. Das Warten hat sich definitiv gelohnt, auch wenn das anschließende Lesevergnügen viel zu kurz war. Das war aber allein meine Schuld, denn ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es quasi ruck zuck durchgelesen. Was man ja eigentlich bei einer Leserunde nicht wirklich tun sollte...


Darum geht es...

Karla und Marius freuen sich auf ihren heiß ersehnten und lang erkämpften Urlaub in einem Ferienhaus in der Toskana mit einem vorherigen Abstecher nach Bologna. Hier besucht Karla eine Kinder- und Jugendbuchmesse um ihre Illustrationen zum ersten Mal vorzustellen. Ihre Aufregung ist groß, denn sie träumt von einem Neuanfang. Nach einigen Rückschlägen bekommt sie tatsächlich eine Chance für die Illustration eines Katzenbuches. Da es das Schicksal recht gut mit ihr meint, findet sie drei quicklebendige Models in ihrem Ferienhaus vor. Wenn es nach Vermieter Fabio ginge, hätte sich das mit dem quicklebendig aber bald erledigt. Weniger gut meint es das Schicksal mit dem gemeinsamen Urlaub, da Marius wegen dringender Geschäfte zurück nach Hause muss...



Meine Bewertung...

Karlas Geschichte hat mich sehr berührt, denn sie befindet sich an einem Punkt, an dem sie erste Schritte in ein anderes Leben wagt. Raus aus dem wenig geliebten aber doch relativ sicheren Job in einer Werbeagentur, hin zu einer ungewissen, aber selbstbestimmten Zukunft in ihrem Traumjob als Illustratorin. Dabei nagen an ihr Zweifel und Unsicherheit und irgendwie auch das Gefühl, es eigentlich nicht verdient zu haben. Sie beginnt, ihre kompletten Lebensentwürfe in Frage zu stellen. In einem Land, in dem Kinder sehr geliebt werden, ist es kein Wunder, dass sie ständig darauf angesprochen wird, warum sie selbst keine hat. Sie stellt sich endlich ihren Ängsten aus der Kindheit.



Natürlich geht es auch um Liebe, die drei Katzen, leckeres Essen, die Zeit in der Toskana... Insgesamt ist es ein wunderbar unterhaltsames und nicht zu schweres Buch mit leisen, ernsten Untertönen. Das macht das Ganze nicht zu süß und unglaubwürdig. Obwohl, die Illustrationen machen es doch zuckersüß. Es gibt einiges zu lachen, zu schmunzeln... Aber ein paar Tränchen konnte ich auch nicht verhindern. Warum, weshalb verrate ich euch aber selbstverständlich nicht.

Ich habe mir einige Zitate aus dem Buch herausgeschrieben, die mir sehr gut gefallen haben. Besonders viel Spaß hatte ich an dem Running-Gag mit den Bedienungsanleitungen. Wenn ihr es lest, werdet ihr es verstehen. In diesem Sinne kann ich nur sagen: Buch aufschlag und liebe.



Mein Fazit...

Von mir gibt es für Hermien Stellmachers neues, liebevoll mit eigenen Illustrationen gestaltetes Buch natürlich 5 Lämpchen. Ich glaube, es gab wirklich noch kein Buch der Autorin, das mir nicht sehr gut gefallen hätte - egal ob lustig als Fanny Wagner oder eher ernst und etwas romantisch unter ihrem eigenen Namen. 


Mit "Katzenglück und Dolce Vita" holt ihr euch ein schönes Stück Toskana nach Hause. Das versüßt euch auch den Urlaub zu Hause (ich spreche da aus eigener Erfahrung...). Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin findet ihr auf der Internetseite von Suhrkamp/Insel. Selbstverständlich gibt es dort auch eine Leseprobe.

Ich bedanke mich herzlich bei Hermien Stellmacher, dem Insel Verlag und Lovelybooks, dass ich bei der Leserunde dabei sein durfte.



Viel Spaß beim Lesen und Genießen!

Deborah

Sonntag, 2. Juli 2017

Gewinnspielauslosung Jenny Colgan - Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Guten Morgen. 😊

Ich möchte euch nicht lange auf die Folter spannen. Deshalb gibt es nun ganz schnell die Auslosung des Gewinnspiels.

Gewonnen hat dieses Mal eine Teilnehmerin bei Instagram:


Herzlichen Glückwunsch, liebe Leonie! Ich wünsche dir schon jetzt ganz viel Spaß mit dem Buch und den LBC-Goodies. 💟

All denjenigen, die jetzt nicht gewonnen haben, danke ich für die Teilnahme am Gewinnspiel. Die gute Nachricht für euch: Hier warten noch ganz viele Bücher und Goodies darauf, verlost zu werden. Seid gespannt.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!

Deborah

Montag, 26. Juni 2017

Jenny Colgan - Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg + Gewinnspiel

Eigentlich wollte ich im vergangenen Jahr einen Sommerbuchtipp für den Vorgänger dieses neuen Romans von Jenny Colgan veröffentlichen. Eigentlich Komma aber. Ich habe es wieder einmal verpasst.


"Die kleine Bäckerei am Strandweg", erschienen im Berlin Verlag, hat mich im letzten Jahr schwer verzaubert. Ich habe mich Hals über Kopf verliebt in Neil, den kleinen frechen Papageientaucher, und natürlich auch in Polly, Tarnie, Huckle und alle die anderen liebenswürdigen bis leicht seltsamen Bewohner Mount Polbearnes. Bevor ich zum neuen Buch übergehe, hier noch eine kleine Rückschau auf den ersten Teil der Buchreihe.

"Die kleine Bäckerei am Strandweg"


Der Inhalt:

Polly Waterford und ihr Freund Chris verlieren ihre Existenzgrundlage - ihre Grafikdesignfirma, ihre Wohnung und gleichzeitig auch ihre Liebe. Es gibt keine Chance mehr für einen gemeinsamen Neuanfang. Polly beschließt daher - und mangels besserer Angebote - der Stadt Plymouth den Rücken zu kehren und nach Cornwall, oder genauer nach (oder eher auf?) Mount Polbearne zu ziehen, wo sie eine alte, heruntergekommene Wohnung über einer leerstehenden Bäckerei gefunden hat. Ihre beste Freundin Kerensa findet den Plan, sich alleine auf einer Insel zu verkriechen, wenig hilfreich. Alleine bleibt Polly allerdings nicht lange, da ihr ein junger Papageientaucher zufliegt. Sie schließt Neil, so nennt sie den frechen Vogel, schon bald in ihrer Herz, und er fühlt sich so wohl bei ihr, dass er gar nicht mehr weg will.

Dennoch braucht Polly auch eine Beschäftigung. Was sie aus Langeweile wieder beginnt, könnte auch ihre berufliche Chance sein: Polly backt sehr gerne und gut. Die Insulaner reagieren zunächst skeptisch. Aber als sie Tarnie und seine Bootsmannschaft für sich gewinnt, steht einer beruflichen Zukunft mit der Bäckerei nichts mehr im Weg - außer der Vermieterin Mrs. Manse, die ebenfalls eine eher schlecht laufende Bäckerei auf der Insel besitzt.

Da es hauptsächlich Männer auf der Insel gibt, kommt auch schon bald die Liebe ins Spiel...

Mein Tipp: Wenn ihr den ersten Teil noch lesen wollt, solltet ihr die Zusammenfassung vom zweiten Teil tunlichst überlesen. ;-)


"Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg"



Die heiß ersehnte, wenn auch überhaupt nicht erwartete, Fortsetzung. Für mich war der erste Teil eigentlich eine abgeschlossene Geschichte. Es war daher eine (freudige) Überraschung, als ich diese zweite Geschichte entdeckt habe. Im ersten Moment dachte ich sogar, ich hätte falsch geguckt, da sich die Cover so sehr ähneln.

Darum geht es:

In Polly Waterfords Leben läuft alles großartig. Mittlerweile wohnt sie mit ihrem amerikanischen Freund Huckle im Leuchtturm von Mount Polbearne und beide Bäckereien laufen gut unter ihrer Leitung. Polly und Huckle sind nicht reich, aber sehr glücklich und zufrieden mit ihrem Leben. Doch schon bald ziehen Gewitterwolken über dem jungen Glück auf. Mrs. Manse, die Besitzerin der beiden Bäckereien, stirbt. Polly hatte sich zuletzt recht gut mit ihr verstanden. Mrs. Manse Schwester erbt die Bäckereien und setzt ihren eigenen Sohn Malcolm als Verwalter ein. Er will alles kosteneffektiver gestalten und macht Polly das Leben zur Hölle.

Außerdem kehrt Tardies Witwe Selina auf die Insel zurück und zieht ausgerechnet in Pollys alte Wohnung. Fast freunden sich die beiden Frauen an, doch Polly hat ein Geheimnis vor Selina, das ansonsten so gut wie jeder der Inselbewohner kennt. Außerdem kommt es zu einem tragischen Unfall.

Polly und Huckle stehen einige sehr schwere und schmerzhafte Entscheidungen bevor. Es wird Zeit für einen weiteren Neuanfang. Doch haben beide dafür die Kraft?


Meine Bewertung:

Sowohl Teil 1 als auch Teil 2 der Geschichten um Polly Waterford und ihr Leben in Mount Polbearne kann ich euch wärmstens empfehlen - ich liebe beide Romane. Gefühlt hatte Polly schon ihr Happyend mit Mann, Vogel und Bäckerei in der Tasche, aber das Schicksal mischt die Karten leider noch einmal komplett neu. Polly kämpft hart um alles, was sie sich aufgebaut hat, denn sie liebt ihr jetziges Leben mit Huckle, ihre Nachbarn und natürlich auch die Bäckerei, die sie zu etwas ganz Besonderem gemacht hat.

All die wunderbaren Figuren, die mir im ersten Teil sehr ans Herz gewachsen sind, sind Teil des neuen Buches. Auch bei Reuben und Kerensa läuft nicht gerade alles nach Plan. Das Ganze liest sich durchaus spannend, denn wirklich alles geht für Polly, Huckle und ihre Freunde schief. Aber die Moral von der Geschichte: Schließt sich eine Tür, öffnet sich irgendwo eine andere. Trotz aller Tiefschläge verliert Polly nie aus den Augen, was am allerwichtigsten ist: Liebe und Freundschaft. Auch in Zeiten von Trauer und Not ist sie immer für die Menschen von Polbearne da. Und wie nicht anders erwartet, findet sich auch dieses Mal ein neuer Weg für sie, mit einer Menge Unterstützung von ihren Freunden und Nachbarn.

Fast das Herz in die Hose gerutscht ist mir allerdings, als dem kleinen Papageientaucher Neil ein Unglück geschieht. Ich habe mit Polly gelitten, als sie daraufhin eine weitere schwere Entscheidung treffen muss ....

Jenny Colgan macht mit ihrem neuen Buch große Lust auf einen Besuch in Cornwall, das offensichtlich auch raue und sehr beeindruckende Seiten hat. Das Buch macht aber auch Hunger auf frische, knusprige Backwaren. Glücklicherweise gibt es auch dieses Mal als Zugabe wieder einige schöne Rezepte im Anhang. Das eine oder andere davon werde ich sicher einmal ausprobieren. :-)

Mein Fazit:

Beide Romane bekommen von mir 5 Leselämpchen. Liebe, Spannung, Freundschaft und Neil - was will ich mehr für einen perfekten Lesesommer.


Infos zu den Büchern, der Autorin und auch Leseproben findet ihr hier:

Die kleine Bäckerei am Strandweg

Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

uuund... da aller guten Dinge drei sind, wird es ab Oktober noch ein Weihnachtsbuch geben. Ich freue mich schon riesig darauf. Die ersten Infos findet ihr hier:

Weihnachten in der kleinen Strandbäckerei

Ich bedanke mich herzlich beim Piper Verlag und bei PURE Online Digitale Kommunikation für die Rezensionsexemplare des neuen Buches.

Und jetzt kommen wir zur Überraschung...

Das Gewinnspiel


Ich darf eine Ausgabe von "Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg" an euch verlosen. Das Drumherum gehört nicht zum Gewinn, es wird aber ein paar kleine Goodies dazu geben. :-)

Das Gewinnspiel wird dieses Mal parallel hier, auf meiner Facebookseite und auf Instagram laufen. Wenn ihr auf allen drei Kanälen teilnehmt, habt ihr also drei Chancen. Ihr braucht mir aber nicht zu schreiben, unter welchen Namen ihr wo mitgemacht habt. Ich schreibe einfach alle Teilnehmer auf allen Kanälen auf, werfe sie in den Lostopf und lose einen glücklichen Gewinner aus. Weder Facebook, noch Instagram oder Blogger haben damit irgendwas zu tun. Ihr kennt ja da übliche Palaver:

- Teilnehmer müssen mindestens 18 sein oder Einverständnis der Eltern haben.
- Kein Ersatz des Gewinns bei Verlust durch die Deutsche Post, keine Auszahlung möglich.
- Es besteht kein rechtlicher Anspruch auf einen Gewinn.
- Versand nur innerhalb der EU.
- Es ist kein Muss, dass ihr Leser meines Blogs seid, aber schön wäre es schon.
- Adresse wird nur im Gewinnfall und nur für den Versand benötigt, keine Weitergabe an Dritte.

Wenn ihr einverstanden seid und mitmachen wollt, könnt ihr das bis nächsten Samstag, 01.07.23:59 Uhr.

Bitte beantwortet mir hier als Kommentar folgende Frage:

Wie heißt Pollys lustiger kleiner Papageientaucher?

Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer - ich habe nichts gegen Werbung und Teilen. ;-)

Liebe Grüße und viel Glück,
Deborah

Ps: In nächster Zeit wird es noch einige Gewinnspiele geben. Quasi kleine, verspätete Geburtstagsgeschenke zum achten Bloggeburtstag...

Dienstag, 13. Juni 2017

Lorraine Fouchet - Ein geschenkter Anfang


Die Besprechung dieses Buches muss ich einfach mit einem Zitat aus dem Buch beginnen ...


„Qui voit Groix, voit sa joie, wer Groix erblickt, erblickt seine ganze Freude ...“ (Zitat Seite 76)

Meine ganz persönliche Freude: Als ich ein Überraschungspaket mit Lorraine Fouchets „Ein geschenkter Anfang“ in den Händen hielt – mein ganz persönliches Ticket für einen Kurzaufenthalt auf der Insel.


Nach einigen Jahres des Wartens und bangen Hoffens durfte ich endlich wieder ein neues Buch von Lorraine Fouchet lesen, deren bisher in Deutsch erschienene Bücher ich alle verschlungen habe. Dank des Atlantik Verlages, der mir schon mehrfach mit wunderschönen Büchern französischer Schriftsteller Freude gemacht hat, durfte ich nun wieder mit einer meiner Lieblingsautorinnen eine Reise auf die Île de Groix in der Bretagne unternehmen. Wenn ich sie nicht schon gekannt hätte, hätte mich alleine das Wort „Bretagne“ verführt. So sind es aber auch Beschreibungen wie diese, die mich glücklich und sehnsüchtig machen:

„So ist Groix – keine Sentimentalitäten, sondern Gefühl, kein Geschwätz, sondern Taten, keine Einsamkeit, sondern Gemeinsamkeit. Man wird geboren, man stirbt, und dazwischen navigiert man dahin, man liebt, man angelt, man kämpft, entre ciel et l'eau – zwischen Himmel und Wasser.“ (Zitat Seite 74)


Darum geht es:

Die Familie trifft sich zu einem traurigen Anlass auf Groix. Lou ist gestorben nachdem sie früh an Alzheimer erkrankt ist. Lou war Jos Seelenverwandte, die Liebe seines Lebens und die Mutter seiner Kinder Cyrian und Sarah. Jo leidet sehr unter dem Verlust von Lou, insbesondere auch, weil das Verhältnis zu seinen Kindern eher distanziert ist. Lou hat Jo ein schwieriges Erbe hinterlassen: Sie möchte, dass er sich seinen Kindern und Enkelkindern wieder annähert und eine Möglichkeit findet, die Familie wieder zu vereinen.

Cyrian lebt in einer kriselnden Ehe mit seiner Frau Albane, die ihre gemeinsame Tochter Charlotte überbehütet. Jos Sohn hat Affären mit anderen Frauen und setzt seine Ehe aufs Spiel. Er kann Jo so vieles nicht verzeihen.

Aber auch Tochter Sarah gab Lou Grund zur Sorge. Nachdem ihr Verlobter sie wegen ihrer Krankheit sitzen ließ, war sie nie mehr richtig glücklich.

„Ein Kind zu lieben bedeutet, von dem Kind Abschied zu nehmen, das man sich erträumt, in seiner Phantasie ausgemalt hat, es bedeutet, das Kind so zu akzeptieren, wie es ist, nicht wie wir es uns wünschen.“
(Zitat S. 39)


Ziemlich harte Brocken für den gutmütigen aber auch ahnungslosen Jo. Er steht vor einer schier unlösbaren Aufgabe, da er sich nie richtig mit seinen Kindern beschäftigt hat. Nicht, dass er sie nicht liebt, doch es fehlt die Nähe und Verbindung. Am nähsten ist ihm seine quirlige Enkelin Pomme, Cyrians erste Tochter, die mit ihrer Mutter ebenfalls auf Groix lebt und ihren Großvater sehr liebt. Ihre Großmutter Lou vermisst sie sehr und hat ein schlechtes Gewissen wegen des gemeinsamen Geheimnisses, das sie hüteten …

Meine Bewertung:


Die Jahre des Wartens wurden mehr als belohnt – Lorraine Fouchet zaubert noch immer mit Worten. Aus ihren Beschreibungen kann man die Liebe zur Île de Groix buchstäblich herauslesen. Schon einmal handelte einer ihrer Romane in Paris und auf Groix. Ich bin mir nicht ganz sicher (ist ja schon etwas her, dass ich „An einem Abend in Paris“ gelesen habe), aber ich glaube, im aktuellen Buch ein paar Insulanern wieder begegnet zu sein.

Ich habe die Geschichte bereits im März gelesen und sie war definitiv ein Monatshighlight und wird auch ein Jahresfavorit. Irgendwie finde ich, dass „Ein geschenkter Anfang“ nicht nur eine wunderbare Familiengeschichte ist, sondern auch eine sehr schöne Sommerlektüre – obwohl die Handlung von Herbst bis Winter spielt. Allein das Cover erinnert an einen Sommer an der Atlantikküste, den Urlaubsort meiner Träume.

Ich liebe Fouchets Erzählstil, den ich schon in den vorherigen Büchern sehr genossen habe. Die Geschichte wird aus der Sicht aller Protagonisten erzählt. Jedes Kapitel aus der Sicht einen anderen Familienmitglieds (oder von anderen Personen), teilweise in der Jetztzeit aber auch in den Jahren zuvor. Auch Lou kommt immer wieder zu Wort – sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart „von dort, wohin wir alle einmal gehen“. Sie kann zwar nicht mehr eingreifen, beobachtet aber das Geschehen und wie es ihren Lieben ergeht.

Diese Art der Erzählung macht die Geschichte sehr lebendig und liebenswert, da man von den Erlebnissen, Ängsten, Träumen und Erwartungen jedes einzelnen etwas erfährt und sogar die Beweggründe der wenig einnehmenden Schwiegertochter Albane nach und nach begreift. Letztlich sind mir alle Familienmitglieder im Lauf der Erzählung (mehr oder weniger) ans Herz gewachsen. Meine große Heldin und Lieblingsfigur ist auf jeden Fall die lebhafte Pomme, die das Herz am rechten Fleck hat.





Mein Fazit:

Neben Antoine Laurain und Marie-Sabine Roger gehört Lorraine Fouchet zu meinen Lieblingsautoren aus Frankreich. Wie schön, dass sie nun auch zur Atlantik-Familie gehört. Ich hoffe, dass es zukünftig noch viele weitere Bücher von ihr geben wird. Auch gegen Neuauflagen der alten Bücher in schönerer Aufmachung hätte ich absolut nichts einzuwenden. ;-)

Für „Ein geschenkter Anfang“ vergebe ich 5 Leselämpchen (am liebsten noch mehr...). Das Buch ist eines der Bücher, das auf Dauer ein Plätzchen in meinem Regal reserviert hat. Irgendwann werde ich alle Bücher der Autorin erneut lesen, am liebsten während eines Urlaubs in der Bretagne. Euch kann ich es zu 100% empfehlen, wenn ihr die Bücher der oben genannten Autoren auch mögt.


Weitere Informationen zum Buch und der Autorin findet ihr auf der Verlagsseite von Hoffmann und Campe.

Mein herzlicher Dank für die unverhoffte und absolut gelungene Überraschung geht an den Atlantik Verlag, der sich wieder einmal sehr viel Mühe gemacht hat für uns.



Euch wünsche ich einen schönen Abend und übermorgen einen sonnigen Feiertag.


Viele Grüße
Deborah


Ps: Heute ist mein 8. Bloggeburtstag. Das wird natürlich noch groß gefeiert in den kommenden Tagen ... seid gespannt.

Montag, 3. April 2017

Liv Jansen - Oma wird erwachsen


Whistle Stop Café Feeling in Seestein. Was für eine herrliche Geschichte. Sie ist genauso lustig, wie sich der Klappentext anhört und das Cover aussieht.



Darum geht es:

Oma Edith, 76 und seit Längerem Witwe, ist für alle da, immer. Sie hilft im ganzen Ort aus, wo sie gebraucht wird. Sei es in der Bäckerei, der Gaststätte … Wenn jemand fragt, hilft Oma Edith – und das, ohne irgendeine Gegenleistung oder gar selbst Hilfe zu bekommen. Und plötzlich klappt sie zusammen. Ihr Arzt diagnostiziert Burn-out. Oma hält das für Quatsch. Glücklicherweise brauchen Isabell, von ihrer Oma liebevoll „Klößchen“ genannt, und ihr bester, homosexueller Freund Kalle, von nun an von Oma politisch völlig unkorrekt aber ebenso liebevoll „Schwuppi“ genannt, eine Auszeit von der Stadt. Isabell hat ihren verhassten Assistentinnen-Job verloren und Kalle seinen Kosmetiksalon. Sie haben also Zeit, um sich um Oma zu kümmern und ihr beizubringen, nein zu sagen.

Das und die Tatsache, dass der schmierige Immobilienheini Winkelbach Seestein heimsucht, versetzt den ganzen Ort in Aufruhr, der auch nicht besser wird durch die Tatsache, dass Isabell, Kalle und Oma eine Idee haben und Wellnesskurse anbieten möchten. Chaos ist vorprogrammiert, aber zum Glück ist Dorfpolizist Hulle zur Stelle. Und dann sind da ja noch dieser attraktive Tierarzt Stephan und sein Cousin Matthias, der Therapeut ...




Meine Bewertung:

Was habe ich gelacht. Oma Edith ist einfach großartig und absolut tiefenentspannt. So eine Oma wünscht sich sicher jeder. Sie ist körperlich und geistig voll im Saft nur etwas erschöpft von den ganzen Sonderaufgaben, die ihr die Ortsbewohner von Seestein aufhalsen. Wie gut, dass Isabell und Kalle zur Rettung eilen. Auch wenn Kalle auf dem Land eigentlich hoffnungslos verloren ist. Seestein ist ein Ort an der Ostsee voller verschrobener Dorfbewohner, dunkler Geheimnisse aus der Vergangenheit, aber ansonsten stinklangweilig. Weshalb auch so gut wie alle jungen Bewohner weggezogen sind. Schade eigentlich, es klingt nach einem liebenswerten und ursprünglichen Ort.

Zwei Situationen in dem Buch ließen mich sofort an zwei Filme denken, die ich selbst sehr gemocht habe. Zumindest einer davon wird sogar im Buch genannt: „Grüne Tomaten“. Wenn ihr es lest (und den Film kennt), werdet ihr bestimmt ebenfalls diese eine kleine Sache entdecken. Eine andere Szene erinnerte mich an „Babyboom“ mit Diane Keaton. Diese eine Szene mit dem Tierarzt …

Das Schöne an „Oma wird erwachsen“ ist, dass es zwar sehr lustig, aber nicht total überzogen ist. Also ja, manchmal schon ein bisschen, aber eben nicht so sehr, dass es total unglaubwürdig wird. Und dafür, und auch für die liebenswerten Charaktere, liebe ich dieses Buch. Vielleicht wird es euch ja ähnlich ergehen. Es ist auch ein wenig romantisch, aber eben kein richtiger Liebesroman. Und ein wenig spannend, aber kein Krimi. Ein echt gelungener Mischmasch, bei dem keine Langeweile aufkommt – dazu ist das Buch auch viel zu schnell zu Ende. Ich hätte nun glatt mal Lust, an die Ostsee zu reisen. Aber eigentlich ist die Nordsee zuerst dran.


Mein Fazit:

Einfach toll, lustig, lesenswert, perfekt. Deshalb gibt es wieder einmal 5 Lämpchen - diesmal absolut verdient an Oma Edith und ihre Leuchten beziehungsweise ihre Erleuchteten.


Wenn ihr auf der Suche nach einem lustigen Urlaubsbuch (vielleicht sogar für einen Urlaub an der Ostsee?) seid, solltet ihr euch Oma Edith einmal anschauen. Und falls ihr nicht in Urlaub fahrt: Macht nichts, Oma bringt euch die Sonne auch nach Hause.

Weitere Informationen zur Autorin und zum Buch (inklusive Leseprobe) findet ihr auf der Internetseite von HarperCollinsGermany

Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar ganz herzlich bei HarperCollinsGermany und MIRA Taschenbuch.





Ich wünsche euch einen guten, entspannten Start in die neue Woche!


Deborah









Sonntag, 2. April 2017

Kristen Proby - Für Happy Ends gibt's kein Rezept


Der Auftakt einer neuen, heißen Reihe rund um das Restaurant „Seduction“ und seine fünf Inhaberinnen und Freundinnen Addie, Cami, Mia, Kat und Riley.


Darum geht es:
Das „Seduction“ ist der Geheimtipp. Ein hippes, erotisches Restaurant mit einer verführerischen Küche. Mit diesem Restaurant haben sich fünf Freundinnen einen Traum erfüllt. Das Restaurant läuft gut, doch eine Kleinigkeit fehlt noch: Livemusik. Addie macht sich auf, einige junge Talente zu sichten. Sie ist sehr erstaunt, den berühmten Rockstar Jake Knox auf der Bühne zu entdecken. Als er kurz danach im Restaurant erscheint, um sich für den Job zu bewerben, kann sie ihr Glück kaum fassen. Addie hat allerdings einen gefährlichen Hang zu Rockmusikern und muss Jake klar machen, dass sie kein Interesse an ihm hat – zumindest keines, das sie zugeben würde....


Meine Bewertung:
Ein absolut gelungener Auftaktband der vermutlich fünfteiligen Reihe. Der nächste Teil kommt bereits in drei Monaten heraus. Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf „Eine Prise Liebe“

Das Cover im Handlettering-Style ist mir direkt ins Auge gestochen (scheint jetzt wieder ein neuer Trend zu sein, habe schon das nächste entdeckt ...), findet ihr es nicht auch toll? Die Schrift, die Farben – einfach ein Traum und für mich magischer Anziehungspunkt.

 „Für Happy Ends gibt’s kein Rezept“ hat mir genau das geboten, was ich erwartet habe. Eine ordentliche, mit mehr als einer Prise Erotik gewürzte, Liebesgeschichte mit Irrungen und Wirrungen, die mir das Wochenende versüßt hat. Die fünf Freundinnen Addie, Cami, Mia, Kat und Riley sind alle sehr unterschiedlich, haben aber zumindest einen gemeinsamen Traum: das „Seduction“. Wobei jede von ihnen Single ist – was vermutlich nach Band 5 nicht mehr der Fall sein wird …



In diesem ersten Band geht es jetzt aber erst einmal um die toughe aber doch gleichzeitig sehr verletzliche Addie, die Restaurantmanagerin, und Jake Knox, der ebenfalls seine Wunden aus der Vergangenheit leckt. Alle beiden haben ein Vertrauensproblem und ziehen sich doch gegenseitig an (und stoßen sich ab), wie zwei Pole. Aber wehe sie treffen aufeinander, dann knistert die Luft und die Spannung ist greifbar. Es wird heiß!

Mir hat dieser Auftakt sehr gut gefallen, ich möchte unbedingt wissen, wie die anderen vier Frauen quasi „an den Mann gebracht werden“. Fünf wunderschöne Freundinnen, die gemeinsam ein Restaurant führen, kommen mir zwar etwas unrealistisch vor (wegen Zickenalarm …), aber wen interessiert das schon? Hauptsache die Story ist sexy und macht Spaß.

Mein Fazit:
Für den Serienstart gibt es von mir ganze 5 Lämpchen, weil ich bestens unterhalten wurde und viel Spaß hatte. Macht eindeutig Lust auf mehr!


Weitere Informationen zum Buch und der Autorin findet ihr auf der Internetseite von HarperCollinsGermany. Schaut doch mal vorbei, eine Leseprobe gibt es dort ebenfalls zu finden.

Ich bedanke mich auch für dieses Buch bei HarperCollinsGermany und MIRA Taschenbuch (MTB).

Viele Grüße
 
Deborah

Michelle Andreani, Mindi Scott - Für immer ein Teil von mir

Bei diesem Buch hat wieder einmal die Cover-Liebe zuerst zugeschlagen. Aber auch der Klappentext blieb nicht wirkungslos.



Darum geht es:

Cloudy und Kyle haben eine große Gemeinsamkeit: Beide vermissen Ashlyn, die ihr Leben nach einem Fahrradunfall verlor. Cloudy kommt ohne ihre beste Freundin nicht zurecht. Sie fehlt ihr und darüber hinaus quält sie ihr schlechtes Gewissen, weil sie ein Geheimnis vor Ashlyn hatte. Auch Ashlyns Freund Kyle fühlt sich verloren und findet keinen rechten Weg zurück ins Leben nach Ashlyn. Als Cloudy durch Zufall erfährt, dass Ashlyns Mutter mit den Empfängern von Ashlyns Spenderorganen in Kontakt steht, beschließt sie spontan, diese mit Kyle zu besuchen. Ihn zu überreden ist gar nicht so einfach, denn Kyle denkt, Cloudy hasst ihn. Dass das Gegenteil der Fall ist, ahnt er nicht einmal. Dennoch lässt er sich darauf ein und macht sich zusammen mit Cloudy und seinem Findelkätzchen Arm auf den Weg in seine Heimat und nach Las Vegas. Kein leichtes Unterfangen für zwei Teenager.



Meine Bewertung:

Ich muss gestehen, es ist jetzt schon ein bisschen länger her, dass ich das Buch gelesen habe, aber es gefiel mir sehr gut und deshalb hallt es auch noch immer nach. Das Cover könnte auch für einen Liebesroman stehen. Ganz so einfach ist es aber nicht: Zum einen geht es zwar um ganz normale Teenagerprobleme und die erste Liebe, zum anderen aber um den viel zu frühen Tod eines jungen Menschen und Organspende – ziemlich schwerer Stoff für ein Jugendbuch. Man kann sogar sagen, ein Thema, bei dem auch Erwachsene ihre Probleme haben. Wer setzt sich schon gerne damit auseinander, dass Teile eines geliebten Menschen in einem Fremden weiterleben? Krankheit und Tod – oder besser das Feiern des Lebens – werden in letzter Zeit gefühlt ziemlich häufig in Romanen für Jugendliche und Erwachsene aufgegriffen. Manchmal frage ich mich schon, warum das so ist. Hängt es mit derzeitigen vermehrten Ängsten zusammen oder liegt es einfach daran, dass die Verlage erkannt haben, dass solche Geschichten gerne gelesen werden?

Wie auch immer, in „Für immer ein Teil von mir“ wird ein heikles Grundthema aufgegriffen. Dieses wurde jedoch mit einer Leichtigkeit umgesetzt, die verhindert, dass die Geschichte irgendwann zu schwermütig und deprimierend wird. Im Gegenteil: Die beiden Jugendlichen suchen einen Weg, mit ihrer Trauer klarzukommen und diese auch zuzulassen. Sie merken dabei, dass sie ihre Freundin Ashlyn gar nicht vergessen müssen, um weiterzuleben. Auf ihrer Reise zu sich selbst entdecken sie noch weit mehr Wahrheiten und haben dabei sogar wieder Spaß. Und zu guter Letzt wissen sie auch, dass Ashlyn in ihnen allen weiterlebt – nicht nur in den Organempfängern.

„Für immer ein Teil von mir“ ist ein wunderbar einfühlsamer Roman über Liebe, Freundschaft und den Tod. Ein Roadtrip der anderen Art, den ich sehr empfehlen kann. Mehr will ich euch jetzt gar nicht verraten. ;-)

Mein Fazit:


Wieder einmal ein Young Adult Buch, dass auch mir sehr gut gefallen hat. Es lässt nicht an Tiefe vermissen, verliert sich aber auch nicht in tiefer Trauer. Eine gelungene Geschichte mit einer sehr positiven Sichtweise und einer gesunden Portion Humor. Deshalb gibt es von mir sehr helle 4 Lämpchen.



Weitere Informationen zum Buch und den Autorinnen + Leseprobe findet ihr auf der Internetseite von HarperCollinsGermany.

Ich danke HarperCollinsGermany für diesen wunderbaren Roman.

Euch allen einen schönen Sonntag. Genießt ihn draußen für mich mit. 😍

Deborah

Sonntag, 19. März 2017

Ross Dobson - Beer + Food - Das Beste zum Bier


Bier und leckeres Essen? Geht (fast) immer, oder?

Nachdem es ja in letzter Zeit eher orientalische Küche bei uns gab, wurde es mal wieder Zeit für etwas anderes. Und da bei uns ja auch gerne mal ein Bier auf den Tisch kommt, hat uns dieses Buch doch sehr neugierig gemacht. 



Was euch erwartet:


240 Seiten Bier und Rezepte.


Erst einmal erfahrt ihr ein klein wenig über die Geschichte des Bieres und seine Bedeutung. Und dann geht es auch schon los mit den Rezepten und zusätzlichen Infos zu verschiedenen Biersorten.


Hier die einzelnen Kapitel:
Anstoß
Kleine Tiere
Große Tiere
Frische Fische (ich kann es noch nicht mal tippen, ohne mich zu verschreiben... ;-))
Bier in bester Gesellschaft


Interessante Aufteilung, nicht? Was direkt auffällt: Eine Rubrik Grünzeug gibt es nicht. Beer + Food ist definitiv ein Buch für Nicht-Vegetarier.


Und so hat es uns gefallen oder besser geschmeckt:

Die Auswahl der Gerichte fiel etwas schwerer als sonst, denn entgegen der bereits erwähnten Annahme, gibt es doch viele Rezepte, die asiatisch/orientalisch anmuten. Eines davon habe ich auch direkt ausgewählt, da es mein indisches Lieblingsgericht ist: Chicken Tikka Masala. Insgesamt getestet haben wir drei Gerichte aus zwei Rubriken: „Kleine Tiere“ und „Große Tiere“. Es handelt sich dabei um drei völlig unterschiedliche Fleischgerichte in verschiedensten Richtungen. Jetzt gerade, während ich schon schreibe, köchelt das letzte Testessen vor sich hin ... Hmm, und es riecht schon wieder sehr gut.
Fangen wir aber erst einmal mit dem Kapitel „Kleine Tiere“ an. Gemeint sind damit Hähnchen und Kaninchen.


1. Kleine Tiere – Chicken Tikka Masala


Zuerst bin ich vor der Zutatenliste zurückgeschreckt. Aber dank meiner vorherigen Tests von „Persiana“ und „Scirorro“ bin ich doch recht gut ausgestattet mit Gewürzen aller Art und musste nur noch Garam Masala kaufen. Alles andere hatte ich bereits. Und frischen Koriander lasse ich wieder einmal weg. Ich mag ihn einfach nicht.


Die Beschreibung der Zubereitung ist sehr übersichtlich und hörte sich auch überhaupt nicht kompliziert an. Wenn da nicht eine kleine Bemerkung gewesen wäre: Hähnchenschenkel entbeint.

Bilder von der Vorbereitung des Hähnchenfleisches erspare ich euch lieber, denn ich habe noch nie zuvor Hähnchenschenkel entbeint. Was macht man, wenn man nicht genau weiß, wie etwas funktioniert? Richtig, einfach googeln und bei YouTube Tutorials gucken. Hilft aber alles nichts, wenn kein wirklich gut geschärftes Messer vorhanden ist. Um es kurz zu machen: Das wurde bei mir ein ziemliches Massaker und dauerte ewig. Für 6 Hähnchenschenkel habe ich sage und schreibe 1 ½ Stunden gebraucht. Daher mein Tipp für euch, wenn ihr damit auch keine Erfahrung habt: Fragt am besten bei eurem Metzger, ob er die Hähnchenschenkel für euch entbeinen kann.


Das Richten der Marinade geht dagegen recht flott. Hätte ich das Rezept vorher richtig gelesen, hätte ich vielleicht auch gesehen, dass die Hähnchenteile über Nacht in der darin bleiben sollen. Nun ja, hätte ich, habe ich aber nicht. Die vielen Zutaten haben mich davon abgelenkt. 😉 Nichtsdestotrotz schmeckte es sehr, sehr lecker. Das Fleisch der Hähnchenschenkel war sehr zart und hatte durch die Marinade eine feine Würze (viel Knoblauch, Ingwer ...).


Der Buchtitel lautet ja „Beer + Food“. Für die Bierauswahl war meine bessere Hälfte zuständig. Zum Chicken Tikka Masala reichte er ein Störtebecker Pils. Es passte wirklich wunderbar zu dem würzigen Hähnchen mit Basmatireis. Um den Abend abzurunden, haben wir uns im Anschluss einen Bollywoodfilm eingeschmissen und waren rundum satt und zufrieden.



Mein Fazit für das Chicken Tikka Masala: Sehr empfehlenswert. Aber ich werde beim nächsten Mal auf jeden Fall einmal den Metzger meines Vertrauens zurate ziehen oder einfach Hähnchenbrustfilets verwenden. Dann wird das Fleisch vielleicht nicht ganz so zart (obwohl ich mir da nicht einmal sicher bin wegen der Marinade), aber bestimmt genauso lecker. Und da wir ja nur zu zweit sind, hatten wir wieder Essen für drei Tage. 



Dann kommen wir jetzt zum Kapitel „Große Tiere“ - also Rind, Schwein, Lamm.


2. „Große Tiere“ - Cordon bleu vom Kalb


Hier hat uns das Cordon bleu vom Kalb angelacht. Im Vergleich zu dem indischen Hähnchen geht das Cordon bleu mega flott. Einfach die Kalbsschnitzelhälften würzen und mit Käse und Schinken füllen und anschließend panieren. Und schon können sie in die Pfanne. Es lohnt sich in diesem Fall wirklich, zum Metzger zu gehen und dort das Kalbfleisch zu kaufen. Spätestens in der Pfanne ist der Unterschied zu merken, wenn das Cordon bleu nicht zusammenschrumpft und zäh wird.


Hiervon kann ich euch auch ein paar Zubereitungsfotos zumuten ...





Dazu gab es einen badischen Kartoffelsalat: Gute Salatkartoffeln kochen, schälen und in Scheiben schneiden. Die Soße besteht aus Essig, Öl, etwas Maggi, warmer Fleisch- oder Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und Schnittlauch. Mehr kommt bei mir nicht an den Kartoffelsalat. Am liebsten mag ich ihn noch warm und schön saftig. Aber das kann man ja ganz einfach variieren.



 
Unsere Cordon bleu waren butterzart und trotzdem knusprig, gut gewürzt und so gut. Dazu gab es bei mir ein helles Bier aus der Brauerei Boltens, Dirk hat sich für eine dunkle Variante entschieden. Das empfohlene Stout hatten wir leider nicht da. Hat aber auch so ganz hervorragend geschmeckt. Da es sich wirklich schnell richten lässt, sind die Cordon bleu auch optimal für ein Abendessen mit Freunden oder Familie. Ein rustikales Abendessen, für das man nicht den ganzen Abend in der Küche steht.

 
Nun zum letzten Rezept...


3. „Große Tiere“ - Rindfleischeintopf mit Guinness


Welches Bier es zu diesem Fleischeintopf gibt, dürfte klar sein. Ein ganzes Guinness ist ja schon in der würzigen Soße untergebracht. Wie gesagt, während ich die Rezension schreibe, köchelt es gerade noch vor sich hin. Ich habe es aber schon probiert ... 😉 Das Rezept ist sehr einfach, nur sollte man frühzeitig damit anfangen, da das Rindfleisch langsam vor sich hin köcheln muss. Mit der angegebenen Flüssigkeit kam ich aber nicht zurande. Ich musste doch noch einiges an Wasser nachkippen, denn die Soße ist in den 1 ½ Stunden gut verkocht (ja, ich hatte den Deckel auf dem Topf). Und ich hatte an sich schon mehr Flüssigkeit dazu gegeben. 





Anstatt des empfohlenen Kartoffelpürees habe ich mich dazu entschlossen, mal wieder Spätzle zu machen. Wozu habe ich denn das „Das Kochbuch aus Schwaben“ aus dem Hölker Verlag? Der Teig ist fertig, jetzt wäre es schön, wenn das Wasser auch gleich blubbert. Dann kann es losgehen mit dem Spätzleschaben. Spätzlebrett und Schaber sind schon bereit. Ich auch. Ich bin dann gleich mal weg ... to be continued ...




So, da bin ich wieder. Die Spätzle (in meinem Fall eher Spatzen, aber wir mögen sie so) sind gelungen, der Rindfleischeintopf war sehr kräftig. Nachwürzen absolut nicht notwendig, eher verdünnen. Zusammen mit dem Guinness gab das ein super Essen für kühlere Zeiten. Zum Glück ist ja im Moment wieder eher schlechtes Wetter. Und nun sind wir pappsatt. Morgen Abend gibt es dann nach Nachschlag. Ist ja noch einiges übrig.




Jetzt wird erst mal das restliche Guinness verköstigt und der Sonntagabend genossen.
 
Meine Bewertung + Fazit:


Wenn du gerne mal ein Bier trinkst und dich fragst, welches Essen dazu gut passt (außer Currywurst, Pommes), bist du bei „Beer + Food“ natürlich gut aufgehoben. Es sind jedoch hauptsächlich kräftige, gehaltvolle und sehr fleischlastige Speisen, sodass sich das Buch für Vegetarier und Gemüseliebhaber nun überhaupt nicht eignet. Wer auf zünftige Kost steht und auch vor Gebratenem nicht zurückschreckt, wird aber sehr viel Freude mit dem Kochbuch haben. Es gibt sowohl Rezepte für Anfänger als auch für fortgeschrittenere Köche. Und in jedem Rezept wird das passende Bier erwähnt. So könnt ihr bei Essenseinladungen richtig punkten, weil ihr sogar wisst, welches Bier passt.


Ich gebe Ross Dobsons „Beer + Food“ 4 Lämpchen, denn ein bisschen Grünfutter zwischendurch hätte auch ich mir gewünscht. Ich bin auch ziemlich sicher, dass es da auch etwas Passendes gibt. Ansonsten ist das Buch toll aufgebaut, die Rezepte leicht verständlich und nachkochbar und alles optisch toll aufgearbeitet. 



Meinen herzlichen Dank an den Hölker Verlag für dieses Rezensionsexemplar, das uns wieder viel Freude gemacht hat. Hölker Kochbücher sind einfach toll, meine Sammlung wird mit Sicherheit weiter wachsen und gedeihen.

Weitere Informationen zu „Beer + Food“ findet ihr auf der Internetseite des Hölker Verlages.
 
Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern und einen guten Start in die Woche.

Deborah